comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

30.7.04

REZENSION Blankets: "An eine Comic-Autobiografie von Craig Thompson wagt sich der Rezensent der „Süddeutschen Zeitung“ in der heutigen Ausgabe heran. Sie erzähle von seinem Werden zum Künstler, seiner Romanze zu seiner Jugendliebe Raina und wie diese Beziehung in Konkurrenz zu seiner Fernbeziehung mit Gott trete." (Die Berliner Literaturkritik, 30.07.2004)
KUNSTFORM Comics und Film im Vergleich: "Mit einer Hundertschaft an Comicverfilmungen aus Hollywood, einem andauernden Manga-Boom in Printmedien und Fernsehen und einer endlich wachsenden Akzeptanz des Comics auch in der Medienwissenschaft als "neunter Kunst" lag ein Vergleich zwischen Comic und Film auf der Hand. Oder doch nicht?" (Schnitt, Datum unbekannt)
KINO Auszeichnung für Catwoman: "Der neue Film von Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff, «Der neunte Tag», und die Comic-Verfilmung «Catwoman» sind mit dem Prädikat «besonders wertvoll» bewertet worden." (DPA, News.de, 30.07.2004)
VOR ORT Bibliothekenreport: "Marita Kirchhoff sieht gerade mal ein Augenpaar und die kleine Hand, die ihr eine Videobox über den Tresen reicht. Prüfender Blick auf die Hülle von "Dragonball Z", dann die strenge Frage: "Bist du denn schon zwölf?" Leises Nein von gegenüber. Und als hätte es der vielleicht sechs Jahre alte Knirps geahnt, geht er mit dem zweiten Versuch auf Nummer sicher und zaubert im Handumdrehen "Susi und Strolch 2" auf den Tisch. "Okay, die kannst du mitnehmen. Ist auch besser für dich", sagt Kirchhoff. Der Kleine schaut, als wäre er nicht überzeugt." (Hamburger Abendblatt, 30.07.2004)
FINANZEN Marvel übertrifft Erwartungen: "Der Nettogewinn verringerte sich im Berichtszeitraum von 32,7 Mio. Dollar bzw. 28 Cents je Aktie auf 29,1 Mio. Dollar bzw. 25 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld lediglich einen Gewinn von 19 Cents je Aktie erwartet." (Finanzen.net, 29.07.2004)

29.7.04

REZENSION Junge Hexen, Band 1: Das Institut: "Das Cover des Hardcoverbandes wird von einem jungen Mädchen beherrscht, das den Mund vor Schmerz oder Lust weit geöffnet hat. Ihre nackten Schulter und die geifernde Visage eines deutlich männlichen Monsters lassen auf Letzteres schließen. Der aus alten Kobra Tagen (Das magische Auge) bekannte Francisco Solano Lopez hat sich einen Namen als Erotik-Zeichner gemacht." (Parnass.de, Datum unbekannt)
KINO Garfield-Ankündigung: "Er ist nicht so sexy wie Halle Berry als Catwoman, nicht so flink wie der gestiefelte Kater in Shrek und doch ein Star - Garfield erobert im August die Kinoleinwand." (Telekom-Presse.at, Datum unbekannt)
KINO Pressemitteilung zu Batman Begins: "Warner Bros. Pictures International freut sich, aufregend neues Bildmaterial zu dem heiss erwarteten Film BATMAN BEGINS zeigen zu können. Der Film soll im Juni 2005 in deutschen Theatern erscheinen." (PressePortal.at, 29.07.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Lübeck: "Traditionell zum Länderschwerpunkt des Schleswig-Holstein Musikfestivals (SHMF) ist in Lübecks Kulturkirche St. Petri eine Ausstellung zu sehen, die einen erhellenden Blick in das Kunstschaffen des jeweiligen Landes ermöglicht. Tschechien gibt bekanntlich beim diesjährigen SHMF den Ton an. Der Prager Künstler Josef Mzyk (60) zeigt aus diesem Anlass großformatige, farbfrohe Arbeiten, angesiedelt zwischen Pop Art und Comic." (Kieler Nachrichten, 29.07.2004)
POLITIK Als antisemitisch empfundene Karikatur löst Empörung aus: "Ein fetter Jude mit Kippa und Davidstern auf dem Rücken stürmt durch das fiktive Café "Chez Jaques". Der bestürzte Cafébesitzer, dargestellt als Frankreichs Präsident Chirac, sieht umgekippte Stühle, zertrümmerte Tische, eine Spur der Verwüstung, die der rüpelige Jude hinterlassen hat.

"Über dem Kopf des Randalierers steht: "Warum spüre ich keine Sympathie?" Der Randalierer wird nur von hinten, eben als Jude, gezeigt. Dass Scharon gemeint sein könnte lässt sich in der Karikatur nicht erkennen.

"Für die Mitglieder von Honestly Concerned (HC), einem Zusammenschluß jüdischer und nichtjüdischer Bürger, die die Nahostberichterstattung in deutschsprachigen Medien kritisch beobachten, ist die Karikatur der Süddeutschen Zeitung, kein überspitzter Kommentar mehr zu umstrittenen Äußerungen über Antisemitismus in Frankreich. Der Zeichner hat so aus Sicht von Sacha Stawski, dem Gründer von HC, auf klassische antijüdische Klischees zurückgegriffen: Juden sind selbst daran schuld sind, wenn sie abgelehnt oder gehaßt werden." (Die Jüdische, 28.07.2004)
VOR ORT Werner-Motorrad unter der Lupe: "Hier ist alles geheim, streng geheim. Wer diese Halle betreten will, braucht eine Security-Karte. Fotohandys und Kameras sind tabu, Gäste unerwünscht. Jenfelder Straße 38 in Hamburg, Forschungszentrum der Firma "Dolmar". Ingenieure tüfteln an Motorsägen und Trennschleifern. Und seit acht Monaten an einer Höllenmaschine für Comic-Held Werner." (Hamburger Morgenpost, 29.07.2004)
INTERVIEW Brösel im Gespräch: "Er ist Deutschlands kultigster Comic-Zeichner, Erfinder von Werner und Bölkstoff. Die MOPO sprach mit Rötger "Brösel" Feldmann (54)." (Hamburger Morgenpost, 29.07.2004)
VOR ORT Robert Crumb verkannt von Kölner Museum: ""Herr Crumb, warum tun sie sich das eigentlich an?". So oder ähnlich hätte die abschließende Frage bei der Podiumsdiskussion im Museum Ludwig lauten können. Am Dienstag Abend fand sich Comic-Künstler Robert Crumb ein zweites Mal nach der Eröffnung seiner Ausstellung am 27. Juni in Köln ein, um sich den Fragen von Kurator Alfred M. Fischer und Direktor Kasper König zu stellen." (Taz, 29.07.2004)

28.7.04

TV Schwulenehe bei The Simpsons: "Welche „Simpson“-Figur ist schwul? Einer der Charaktere aus der amerikanischen Cartoon-Serie „Die Simpsons“ wird sich zur Homosexualität bekennen: Dies verriet der Simpson-Autor Al Jean." (DiePresse.com, 28.07.2004)
INTERVIEW Park Chan-Wook, Regisseur des Films Oldboy: "Nichts für zarte Nerven ist Park Chan-wooks Rachefeldzug eines Mannes, der 15 Jahre lang gefangen gehalten wird und sich später in Freiheit auf die Suche nach dem Verantwortlichen macht. "Oldboy", die freie Adaption eines japanischen Mangas, erhielt in Cannes den Großen Preis der Jury. Universal Pictures plant bereits ein Remake." (Kino.de, 28.07.2004)
REZENSION Blueberry: Superstitious Mountains (Comic zum Film): " Blueberry ist der beste Western Comic. Das ist Fakt – unumstößlich – quasi mit Brennlack in die Comicgeschichte gemalt. Und Blueberry ist ein Film. Den will aber keiner sehen. Trotzdem hat Ehapa zum Film einen Hardcover mit den beiden Comics „Die vergessene Mine“ und „Das Gespenst mit den golden Kugeln“ herausgebracht. Das ist nicht der Comic zum Film, sonder das sind die Comics, die dem Film als Vorlage dienten. So sagt es Ehapa, Giraud selber sagte, dass er eine dem Film sehr ähnliche Story schon seit langem in einer seiner Schubladen liegen hatte." (Parnass, Datum unbekannt)

27.7.04

WEBCOMIC Strizz: "Wohl als einziger Zeitungscomiczeichner der Welt arbeitet Volker Reiche bei seiner Serie „Strizz“ tagesaktuell. Seit dem 21. Mai 2002 erscheinen die Abenteuer des Angestellten Strizz, seines Chefs, seiner Freundin und ihrer Haustiere werktäglich im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bei FAZ.NET können Sie die jeweils neueste Folge, aber auch die früheren Comics im Internet lesen." (FAZ.net, 27.07.2004)
KINO Artikelsammlung zum Film Catwoman: "Die Oscar-Gewinnerin streift in Nylons und Dessous, die aus der Lack-Abteilung eines Sex-Shops stammen könnte, durch die Comic-Verfilmung, die am 17.8. ins Kino kommt." (RTL.de, Datum unbekannt)
KINO Spielberg verfilmt Transformers: "Die Dreharbeiten des Dreamworks-Projekts sollen demnächst beginnen, damit der Film im Sommer 2006 den Sprung auf die Leinwand schafft. Denn die Fans warten schon lange auf einen abendfüllenden Spielfilm mit ihrem Lieblingsspielzeug." (Kino.de, 26.07.2004)

26.7.04

REZENSION Blankets: "Nach seinem preisgekrönten Debüt "Good-Bye Chunky Rice" demonstriert Craig Thompson mit seinem zweiten Comic "Blankets" eindrücklich, was die zeitgenössische Bildgeschichte zu leisten imstande ist und dass sie es mit jeder anderen Kunstform spielend aufnehmen kann." (Taz, 26.07.2004)
REZENSION Flash-Cartoon Hotel: "Es hat eine Zeit gedauert, aber die Flash-Technologie hat sich mittlerweile als der Favorit für künstlerische Anwendungen im Netz etabliert, die Bild, Text, Ton und Animation integrieren. Die Arbeiten des Niederländers H. Hoogerbrugge belegen, dass die Flash-Kunst mittlerweile auch über den Status kurzer animierter Netz-Cartoons hinausgewachsen ist." (Heise Online, 25.07.2004)

24.7.04

ZWISCHENSTAND Comikado jetzt noch frischer: Hiermit befinden wir uns endlich auf dem aktuellen Stand der Dinge. Ab nächster Woche gibt's also täglich (Toi, Toi, Toi!) die neusten Pressemeldungen aus dem deutschsprachigen Raum.

(Glückwünsche werden nur im Zusammenhang mit Bargeld akzeptiert, danke.)
REZENSION Störtebeker 1: Freunde und Feinde: "Ein bisschen Ähnlichkeit mit Asterix und Obelix haben sie schon: Klaus Störtebeker und Gödeke Michels, die mittelalterlichen Helden in Kim Schmidts neuem Comic. Neben dem jugendlichen Held Störtebeker (hier 16 Jahre alt) ist auch ein sprechendes Tier mit im Boot: Die Möwe Weddemunkel könnte der Idefix im Bunde sein. Und tatsächlich wird auch sonst hie und da auf die französischen Vorbilder verwiesen." (Kieler Nachrichten, 24.07.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Bad Mergentheim: "Unter dem Titel "Wanda und Max treffen den Badewannenkapitän - Bunte Kinderbuchillustrationen von Dagmar Geisler" zeigt die Stadt Bad Mergentheim vom 30. Juli bis 15. August einen Querschnitt aus Zeichnungen, Kinderillustrationen und Cartoons von Dagmar Geisler im Kulturforum. Die neue Ausstellung wird von Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn am Donnerstag, 29. Juli, um 17.30 Uhr im Bürgersaal des Kulturforums eröffnet." (Fränkische Nachrichten, 24.07.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Bad Rehburg: "Guido Sieber, Jahrgang 1963, lebt und arbeitet in Berlin. Er bezeichnet sich selbst als ein Vertreter der so genannten „Neuen Sachlichkeit in der Tradition der expressionistischen Künstler wie Otto Dix und George Grosz”, der sich jedoch auch nicht davor scheut, Anleihen in anderen zeitgenössische Kunstformen wie Comic und Cartoon zu suchen und beides miteinander auf eine einzigartige Weise zu verbinden." (Schaumburger Nachrichten Online, 23.07.2004)
VIDEOSPIEL Spider-Man 2: "Unglaublich, was dem normalen New-York-Touristen entgeht: Wer sich in der Computerspiel-Variante des Filmspektakels in Spiderman verwandelt, erlebt eine atemberaubende Perspektive nach der anderen." (Echo Online, 23.07.2004)
WETTBEWERB Karikaturen zum Thema Umwelt gesucht: "Das Dosenpfand ist heftig umstritten. Und beim Thema Windkraft gibt es beherzte Diskussionen in allen Bevölkerungsschichten. Doch dies sind nur zwei der Themen, die uns derzeit beim Stichwort Umwelt in den Sinn kommen. Zum Thema „Umwelt? - Natürlich!“ hat der Studienkreis einen Karikaturenwettbewerb ausgeschrieben. Am 1. August ist Einsendeschluss." (HNA.de, Datum unbekannt)
KINO Catwoman: " Nichts gegen Nastassja Kinski, Michelle Pfeiffer und all die anderen Grazien, die sich im Kino bereits im Katzenkostüm präsentiert haben. Doch Halle Berry, die „Catwoman“ dieses Sommers, ist schlichtweg die Idealbesetzung für derlei haarige Angelegenheiten. Geschmeidig, vorsichtig, beharrlich, sprunghaft, tigerwild oder auch kuschelzahm." (Kurier Online, Datum unbekannt)
KINO Filmrechte an Neil Gaimans Death: The High Cost of Living vergeben: "New Line Cinema haben nun die Rechte an Neil Gaimans Sandman-Ableger Death: The High Cost of Living übernommen. Gaiman steht in Verhandlungen um mit dem Film sein Regie-Debut zu geben." (MovieGod.de, 23.07.2004)
KINO Bryan Singer führt Regie bei Superman: "Kein Glück mit "Superman". Wie das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtet, hat sich das Studio Warner Bros. mit dem "Charlie's Angels"-Regisseur McG (bürgerlich: Joseph McGinty Nicol) über das Budget der seit Jahren geplanten Neuverfilmung der Comichelden-Saga entzweit. Einspringen soll nun Bryan Singer, 39, der mit seinen beiden erfolgreichen "X-Men"-Filmen ein gutes Händchen im Comic-Genre bewiesen hat." (Spiegel Online, 21.07.2004)
TREND Mangas als Urlaubslektüre: "In der Jugendabteilung sind Mangas der Renner, genauso wie "Harry Potter", "Charmed - Zauberhafte Hexen" und, worüber Bibliothekarin Bärbel Buttler erfreut ist, "Das Tagebuch der Anne Frank". Seit die Stadtbibliothek Hörbücher auch auf CD anbietet, ziehen vor allem die jüngeren Leser die CDs den Büchern vor." (Parchimer Zeitung, 21.07.2004)
SPENDENAUFRUF Comics gesucht: "Für die Ferienfreizeit der KJG in Dänemark werden noch Jugendzeitschriften und Comics gebraucht. "Wer solche Hefte aussortiert hat oder sie abgeben könnte, sollte sie schleunigst in unserem Raum im Marienheim oder im Pfarrbüro abgeben", sagt Claudia Ingendae von der KJG." (Westdeutsche Zeitung, 21.07.2004)
FINANZEN Filme steigern Marvel-Umsätze: "Der US-Comic-Buch-Verlag Marvel Enterprises verdankt den Blockbuster-Verfilmungen von Spider-Man, X-Men, Hulk & Co einen Großteil der aktuellen Umsätze, berichtet die New York Times http://www.nytimes.com." (Pressetext.europa, 20.07.2004)
VIDEOSPIEL Comic-Verlag verursacht Spekulationen: "Wie das US-Magazin Gamespot.com berichtet, verkündete der Comic-Hersteller Top Cow Productions, dass das neue Tomb-Raider-Comic-Buch auf Sommer 2005 verschoben werde - damit man es zeitgleich mit dem neuen Spiel der Reihe veröffentlichen könne. Da Top Cow auch am neuen Design des Spiels mitwirkt, dürften die Comic-Macher durchaus zuverlässige Informationen über das Spiel besitzen. Ein offizielles Statement seitens Eidos liegt allerdings nicht vor." (Golem.de, 20.07.2004)
KINO Green-Lantern-Hauptrolle geht an Jack Black: "Die Story lässt einen gewaltigen Film erwarten, der mit Effekten - Stichwort: alles wird lebendig - sicher nicht geizt. Bisher ist allerdings weder bekannt, wer Regie führt, noch wer die Comicadaption produzieren wird. Sicher ist nur, dass Jack Black ("School of Rock") die Rolle der grünen Laterne übernimmt." (Kino.de, 21.07.2004)
KINO Bryan Singer neuer Superman-Regisseur: "Dieser Mann weiß, wie man Comic-Helden in Szene setzt. Zusammen mit seinen Kollegen von "X-Men 2" plant Regisseur Bryan Singer die Rückkehr von Superman." (Kino.de, 19.07.2004)
VOR ORT Festival de la BD in Luxemburg: "Wer kennt nicht die Zeichentrickfiguren Asterix, Mickey Maus, Tintin, Peter Pan oder Superjhemp und die Namen ihrer Schöpfer? Vielen dürften allerdings Dinho Attanasio, Horus, Benoît Lacou oder Roger Widenlocher als Schöpfer eigener Zeichentrickfiguren, um nur einige der Autoren zu nennen, die am Wochenende beim elften Conterner "Festival de la BD" präsent waren, unbekannt sein." (Wort.lu, 19.07.2004)
RECHTSSTREIT Marvel verklagt Disney: "Marvel wirft Disney vor, Zahlungen für Tantiemen zurückzuhalten, die für TV-Episoden von Spider-Man, X-Men und Hulk angefallen waren. Ein weiterer Vorwurf richtet sich auch an Disney in Zusammenhang mit nicht richtig gehandhabten Tantiemen bei Disneys ABC Family Channel, wo die Episoden ausgestrahlt wurden. Die Summe der Klage beläuft sich auf 54,8 Mio. Dollar." (Pressetext.europa, 19.07.2004)
KINO Wie aus Comics Filme werden: "Das Rezept ist einfach: Man nehme einen weltberühmten Comic-Superhelden, einen bekannten Hauptdarsteller und eine etwas angestaubte Story. Diese Zutaten werden dann in einen millionschweren Blockbuster mit den neuesten Computereffekten gepackt – fertig. Wie sagt man doch so schön: "Aus alt mach neu"." (Kleine Zeitung, Datum unbekannt)

21.7.04

VIDEOSPIEL Spider-Man 2: "Spider-Man begeistert die Kinogänger. Doch Peter Parker kehrt nicht nur auf die Leinwände zurück, sondern möchte mit Spider-Man 2 auch auf Konsolen zeigen, dass Treyarch aus einer großen Lizenz ein großes Spiel machen kann. Da der Vorgänger getrost zu den besseren Film-Versoftungen gezählt werden kann, scheinen die Chancen nicht schlecht zu stehen. Wir haben uns im Test durch New York geschwungen und Doc Ock zum Kampf herausgefordert!" (4Players.de, 17.07.2004)
VIDEOSPIEL Spider-Man 2: "Millionen Deutsche bestaunen momentan Spider-Man, wie er über die Kinoleinwand krabbelt und Manhattan vor Doc Ock rettet. Jetzt kann man selbst eingreifen: Das Game zum Film punktet mit Action und Atmosphäre. Aber es zeigt auch die Grenzen moderner Videospiel-Systeme." (Spiegel Online, 16.07.2004)
HINTERGRUND TV-Cartoon La Linea: "Sie ist nur ein Strich in der Landschaft und doch eine der plastischsten Figuren der animierten Welt: "La Linea", das wütende TV-Comic-Männchen von Osvaldo Cavandoli, begeistert seit den siebziger Jahren ein internationales Publikum. Ein kleines Porträt des großen Nörglers inklusive bewegender Momente zum Selberschauen." (Spiegel Online, 16.07.2004)
MARKETING Lizenzrechte für Fix & Foxi vergeben: "Das Düsseldorfer Lizenzunternehmen Andromeda Central Community Medien hat sich die Merchandisingrechte an den von Rolf Kauka geschaffenen Comic-Charakteren gesichert." (Horizont.net, 16.07.2004)
KINO History-of-Violence-Verfilmung: "Gerade läuft Cronenbergs „Spider“ in unseren Kinos, da entsteht in fernen Landen wieder einer seiner Filme. Diesmal mit Viggo Mortensen („Herr der Ringe“) in der Hauptrolle." (Movie-Inside, Datum unbekannt)
REGIONAL Ostschweizerinnen-Comic: "Es gibt schon genug Satire, Karikaturen und schwarzen Humor, findet Gabriela Rudin. Und auch genug gewichtige Themen, die interessant, aber auch anstrengend zu lesen sind. Darum beschloss sie, das Online-Magazin ostschweizerinnen.ch etwas aufzulockern: mit der Comicfigur OCH." (St. Galler Tagblatt, Datum unbekannt)
NACHRUF Tod Bernd Pfarrs: "Seinen Bildern hat man bis zuletzt nichts angemerkt. Davon, dass sein Atelier schon lange ein Zimmer in einer Kölner Klinik war. Dass er den Pinsel, weil er ihn nicht mehr halten konnte, mit Klebeband an der Hand fixiert hatte. Seinen Bildern verging das Lachen dabei so wenig wie ihm selbst; mit Heiterkeit erzählte er bei unserem letzten Treffen über einem Stückchen Kuchen von der Mühsal." (Die Zeit, Datum unbekannt)
KINO Susan Storm gecastet: "Was gerüchteweise schon die Runde machte hat sich nun bestätigt: Jessica Alba wird in der heißerwarteten Fantastic Four - Comicadaption Susan Storm aka Die Unsichtbare spielen." (MovieGod.de, 14.07.2004)
DOSSIER Asterix-Artikelsammlung: "Vor 1959 Jahren erschien Asterix zum ersten Mal, seit dem Tod René Goscinnys 1977 veröffentlicht Albert Uderzo die Asterix-Geschichten in Eigenregie. Seitdem wurden die Geschichten von Asterix und seinen Freunden Obelix, Miraculix, Majestix, Troubadix sowie dem Hunde Idefix in mehr als 100 Sprachen übersetzt. Der kleine Galier hat das Geschichtswissen wohl mehr geprägt als jede Unterrichtsstunde und jedes Geschichtsbuch. Das steckt hinter den Geschichten aus der Geschichte." (3sat.online, 14.07.2004)
NACHRUF Bernd Pfarr und Chlodwig Poth gestorben: "Die Wände scheinen ineinander zu kippen, der Schrank nach vorn, das spießige Kommödchen scheint auf unterschiedlich langen Beinen zu stehen. Kurz, das Bild hat keine Perspektive. Dennoch sieht man, dass hier jemand am Werk war, der Künstler ist, der es sich also erlauben kann, auf die klassische Perspektive zu verzichten. In der Bildmitte erkennt man ein Sofa, aus dem zwei Arme und ein paar Beine ragen. Der Text lautet: »Sondermanns neues Sofa mit Treibsandfüllung war kein ungefährliches Ding.«" (Jungle World, 14.07.2004)
INTERVIEW Michael Chabon im Gespräch: "Der Schriftsteller und Pulitzer-Preisträger Michael Chabon ("Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay") sprach mit SPIEGEL ONLINE über seine Arbeit am Drehbuch der Comic-Verfilmung "Spider-Man 2" und die Faszination des Anti-Superhelden Peter Parker." (Spiegel Online, 13.07.2004)
VERANSTALTUNG Disney-Ausstellung in Wedel: "Rockmusik und Kino sind anerkanntermaßen popkulturelle Exportschlager. Mit diesen Medien gelang nach dem Krieg die Amerikanisierung der Bundesrepublik. In den Kinderzimmern waren es dagegen Comics, allen voran die Bildgeschichten von Walt Disney. 1951 erschien die erste deutsche Ausgabe des Comicmagazins „Micky Maus“, die Serie entwickelte sich zum Verkaufsschlager und verkauft heute immer noch fast 500000 Hefte pro Woche. Unter dem Titel „The Duck Family“ widmet das Ernst Barlach Museum in Wedel bei Hamburg noch bis zum 8. August drei der besten und einflussreichsten Disney-Comiczeichnern eine Ausstellung: Carl Barks, Al Taliaferro und Floyd Gottfredson. Der Ausstellungstitel ist allerdings irreführend, da der Gottfredson nicht als Entenzeichner, sondern als der „Mouse-Man“ berühmt wurde." (Der Tagesspiegel, 13.07.2004)
VERANSTALTUNG Comic-Workshop in Lüdenscheid: "Lesebegeisterte Schüler zwischen 13 und 18 Jahren können sich gleich doppelt auf die bevorstehenden Ferien freuen: Denn sie haben nicht nur viel Freizeit vor sich, sondern dürfen auch an der Ferienaktion der Bücherei mit dem Titel "booklub" teilnehmen." (Come-On, 13.07.2004)
UNFALL Fünfjähriger Spider-Man-Nachahmer verletzt sich: "Als er bei seiner Großmutter einige Sprünge des Superhelden Spiderman nachzuahmen versuchte, stürzte er auf eine große Elefantenstatue und landete in einem der Stoßzähne." (Movie Inside, Datum unbekannt)
FINANZEN Aktienrückkauf bei Marvel: "Das amerikanische Comic-Verlagshaus Marvel Enterprises Inc. gab am Montag bekannt, dass der Konzernvorstand einem Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. Dollar zugestimmt hat." (Finanzen.net, 12.07.2004)
PORTRÄT Sam Raimi unter der Lupe: "Hollywoods Regie-Hoffnung heißt Sam Raimi. Die amerikanische Antwort auf den Neuseeländer Peter Jackson hat es vom Splatter-Filmer zum Blockbuster-Lieferanten gebracht - nicht zuletzt dank guter Kontakte." (Berliner Morgenpost, 12.07.2004)
BROADWAY Spider-Man als Musical: "Nach einem Bericht des Branchenmagazins "Variety" arbeitet Marvel gemeinsam mit dem Broadway-Produzenten Tony Adams daran, aus dem Stoff ein Musical zu machen. Die Regisseurin Julie Taymor, die am Broadway bereits aus dem Disney-Film "König der Löwen" einen Bühnenhit gemacht hat, soll das Spektakel inszenieren." (ORF.at, Datum unbekannt)
KINO Fantastic-Four-Film: "Im August beginnen die Dreharbeiten zur Comic-Verfilmung "The Fantastic Four", basierend auf einer Vorlage von "Spider-Man"-Schöpfer Stan Lee und "The Hulk"-Schöpfer Jack Kirby. "Variety" hat nun schon längere Zeit andauernde Gerüchte bestätigt und drei der vier Hauptdarsteller als von 20th Century Fox bestätigt gemeldet." (Trekzone Network, 10.07.2004)
COPYRIGHT Spider-Man-2-Raubkopien beschlagnahmt: "Von Arachnophobie keine Rede, stattdessen scheint der Kino-Blockbuster Spider-Man II alle Rekorde zu brechen: Der Film legte mit einem Einspielergebnis von 116 Millionen US-Dollar am ersten Wochenende einen grandiosen Start hin und lockt seit dem vergangenen Donnerstag auch hierzulande die Comic-Fans vom ohnehin verregneten Strand ins Kino. Bei kaum einem Film waren zudem so schnell im großen Maßstab gefälschte DVDs im Umlauf." (Heise Online, 10.07.2004)

19.7.04

VERANSTALTUNG Ausstellung "The Duck Family" in Wedel: "Wer sagt eigentlich, dass Disney-Comics nur etwas sind, was Kindern Spaß macht? Der Halstenbeker Hans Jürgen Ahrens ist 64 Jahre alt und bekommt immer noch glänzende Augen, wenn es um die Familie Duck geht." (Hamburger Abendblatt, 10.07.2004)
HINTERGRUND Geschichte der Comic-Adaptionen: "Sie sind bunt, quaken, grummeln oder retten immer wieder heldenhaft die Welt vor ihrem Untergang und den bösen Mächten. Und immer öfter nehmen sie Einzug in die Traumfabrik Hollywood: die Comic-Figuren." (DW-World.de, 10.07.2004)
REZENSION Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe: "Eine Stadt ist erst dann richtig angesagt, wenn sie in Comics vorkommt. Rom, London und Paris haben es längst geschafft. Asterix und Obelix bereisten die Metropolen, klapperten die Sehenswürdigkeiten ab. Die Konsequenz: Sogar Kleinkinder wissen durch die Abenteuer des Gallier-Gespanns, dass das Forum Romanum nach Rom gehört. Jetzt hat es auch München geschafft. Donald Duck, Onkel Dagobert und Tick, Trick und Track besuchen die Stadt an der Isar. Der neue Comic aus der Reihe "Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe" trägt den Titel "Eiertanz im Alpenland"." (Neue OZ Online, 10.07.2004)
DOSSIER Wer ist Spider-Man? "Peter Parker (gespielt von Tobey Maguire) ist im normalen Leben ein blasser, schüchterner Physikstudent. Als „Spider-Man“ verkleidet jagt er Gangster in New York." (Bild.T-Online.de, 12.07.2004)
REZENSION Prinzessin Kaguya: "Dass es in alten Zeiten Blutrituale gab, bei denen den Göttern Menschen geopfert wurden, um ihre Gunst zu erlangen oder Unheil abzuwenden, gehört zu den gesicherten Erkenntnissen der Altertumswissenschaften." (Berliner Morgenpost, 10.07.2004)
REZENSION Der Stuhl des Manitou: "Der Magdeburger Philipp Hubbe hat sein erstes Cartoonbuch veröffentlicht - Der Stuhl des Manitou. In der Kabarett-Kneipe «Zum Waschfaß» seiner Heimatstadt und als Studiogast im Mitteldeutschen Rundfunk stellte er das bis jetzt einzige Cartoonbuch über Behinderte in Deutschland vor. Der Cartoonist ist 1985 an Multipler Sklerose erkrankt." (Kobinet-Nachrichten, 10.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Comic-Helden werden aus vielen Gründen geliebt und aus manchen Gründen als flache Wesen eingeschätzt, immer überlegen, super-stark, super-klug, zur rechten Zeit am rechten Ort - na ja, fad und unintelligent. Sam Raimi räumt mit (Vor-)urteilen dieser Art in radikaler Weise auf. "Spider-Man 2" ist mit Sicherheit eine Comic-Verfilmung, die sowohl Freunde als auch Skeptiker überrascht, ihnen Facetten des Genres vor Augen führt, die üblicherweise kaum dargestellt werden." (OÖNachrichten, 10.07.2004)
NACHRUF Chlodwig Poth gestorben: "Man sieht auf Frankfurter Märkten Typen, die aussehen wie abgestürzte Kneipenwirte. Wenn man dann lauscht, reden sie mit ihresgleichen über die neueste Wagner-Inszenierung . Zu dieser Szene - einer zugleich volkstümlich und elitär gestimmten Subkultur - gehörte auch Chlodwig Poth, ein Mann mit einem scharfen Blick unter einer altmodischen, dicken Brille mit einem weißen Rauschebart." (Taz, 10.07.2004)
UMFRAGE Batman schlägt Spider-Man: "Fledermaus gegen Spinnenmann: Im Kino ist Spider-Man zurzeit der Held. Wenn es nach einer britischen Umfrage geht, verliert er allerdings den Kampf gegen Batman." (Blick Online, 09.07.2004)
BROADWAY Spider-Man als Musical: "Produzent Tony Adams und Marvel Comics arbeiten daran, Spider-Man nach der erfolgreichen Verfilmung nun in einem Musical zu verwursten." (MovieGod.de, 09.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: ""Spider-Man 2" tritt ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger sorgte in den USA für den erfolgreichsten Filmstart aller Zeiten. Die Fortsetzung, in der erneut Sam Raimi die Regie führt, schickt sich nun an, diesen Erfolg zu wiederholen." (Volksstimme.de, Datum unbekannt)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Spider-Man hat genug. Als wäre er ein Normalsterblicher, der seinen Job einfach an den Nagel hängen kann, wirft er sein Kostüm in den Müll. Fertig mit Welt retten! Peter Parker, wie der Superheld privat heisst, will nur noch und ganz Mensch sein. Befreit schlendert er durch New York, begleitet von den Klängen von «Raindrops Keep Falling on My Head», und geniesst die Leichtigkeit des Seins." (Tagblatt, 08.07.2004)
INTERVIEW Avi Arad im Gespräch: "Herr Arad, Sie sind Vorstandsvorsitzender und Chefproduzent des Marvel Entertainment Konzerns. Was ist Ihre Aufgabe bei Marvel?

Ich entwickle die Filmstoffe zu den Marvel-Comics und -Figuren. "Spider-Man 2" ist mein neunter Film; der zehnte kommt im Herbst heraus. Ich überlege mir, welche Charaktere filmtauglich sind, suche ein passendes Studio aus und einen Drehbuchautoren; und zusammen mit dem Studio engagiere ich dann den Regisseur. Außerdem produzieren wir bei Marvel Entertainment das zum Film zugehörige Merchandising-Programm, etwa Videospiele und Spielzeugfiguren. Aber das Wichtigste ist: Alle miteinander arbeiten wir daran, dass Comic books endlich als richtige Literatur akzeptiert werden. Die Art und Weise, in der unsere Filme jetzt aufgenommen und rezensiert werden, das ist für mich eine ganz besondere Erfahrung: Ich lese seit über vierzig Jahren Comics, und ich war immer fest davon überzeugt, dass sie Geschichten erzählen, die der großen Literatur ebenbürtig sind." (Berliner Zeitung, 09.07.2004)
NACHRUF Karikaturist Chlodwig Poth gestorben: "Der Karikaturist und Schriftsteller Chlodwig Poth ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Poth, einer der wichtigsten Vertreter der "Neuen Frankfurter Schule", gehörte zu den Mitbegründern der Satire-Magazine "Titanic" und "Pardon". Bekannt wurde er mit der Cartoon-Serie "Mein progressiver Alltag"." (Spiegel Online, 08.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Der Beginn ist furios - und er ist Programm. Auf seinem Moped rast Peter Parker (Tobey Maguire) durch New York, acht Pizzen im Gepäck, die er innerhalb von 20 Minuten liefern muss. Zwei Minuten bleiben ihm noch - für 40 Blocks. Doch die sind selbst für Spiderman zu viel, auch wenn Parker auf halber Strecke das Spinnenoutfit überzieht und sich durch die Häuserschluchten schwingt. Er kommt zu spät, verliert seinen Job - und das ist erst der Anfang zahlreicher Missgeschicke, die den Superhelden so hart in der Realität aufprallen lassen wie keinen seiner Kollegen zuvor. In eine moderne Arbeitswelt, die an Selbstausbeutung grenzt, einen nach wenigen Fehltritten verschmäht - und in der man von keinem (Spinnen-)Netz aufgefangen wird." (Hamburger Abendblatt, 08.07.2004)
INTERVIEW Fünf Fragen an Tobey Maguire: ""Spider-Man 2" bricht gerade alle Rekorde. Warum?

Es ist ein toller Actionfilm mit einer Lovestory, die jeden berührt. In erster Linie ist es aber die Figur des Peter Parker, die ankommt. Er hat Superkräfte und muss sich trotzdem mit Alltagsproblemen herumplagen." (BZ, Datum unbekannt)
KINO Fantastic-Four-Verfilmung: "20th Century Fox vermeldet wichtige Verpflichtungs-News bezüglich der heißerwarteten Leinwandadaption des Fantastic Four - Comics. Michael Chiklis, bekannt aus der TV-Serie The Shield) wird Ben Grimm/Das Ding spielen. Ioan Gruffudd (King Arthur) soll die Rolle des Anführers Reed Richards/Mr. Fantastic übernehmen und Chris Evans (Cellular) wird die Menschliche Fackel/Johnny Storm geben." (MovieGod.de, 08.07.2004)
NACHRUF Tod des Cartoonisten Bernd Pfarr: "Witzig wie Karikaturen, erzählerisch wie Comic-Panels waren seine Acrylbilder, obwohl sie doch gewissermassen auch das farbliche Gewicht von Ölgemälden und die Aura musealer Tableaus trugen. Bernd Pfarr, einer der bedeutendsten deutschen Cartoonisten, war ein Grenzgänger zwischen stilistischen Traditionen, dessen Bildsprache bald an Matisse erinnerte, bald an Möbius. Während ähnlich vielseitige Künstler (wie etwa Lionel Feininger) strikte unterschieden zwischen ihrer Kunst und ihren Comics, vereinte Pfarr in seinem unverkennbaren Stil gegensätzliche Ausdrucksformen, um daraus Spannung zu generieren, die Ausdruckskraft zu steigern." (Neue Zürcher Zeitung, 08.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Das wirklich Schöne an Spider-Man ist, dass die Figur immer auf den Boden der Tatsachen zurück fällt. Einmal in "Spider-Man 2" fehlt dem menschlichsten aller Superhelden seine Netzflüssigkeit. Er steht auf dem Dach und muss nach unten. Also ab in den Fahrstuhl. Ein Mann im Anzug steht neben Spider-Man und sagt mit einem etwas indigniertem Blick: "Cooles Kostüm."" (Berliner Morgenpost, Datum unbekannt)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Er ist ein einziges Mysterium: Wer ihm in Zivil begegnet, glaubt den größten Fadling vor sich - doch wehe, wenn er losgelassen: Dann schlüpft er ins Spinnen-Trikot, ist mit übermenschlichen Kräften gesegnet und schwingt sich durch New Yorks Häuserschluchten, als sei es eine Stadt aus Bauklötzchen. So ist er zur Legende geworden - erst in der Wunderwelt der Marvel-Comics, dann im Kino. Dort feiert "Spider-Man" nun sein mit Spannung erwartetes Comeback. Regisseur Sam Raimi schickt ihn erneut in den niemals endenden Kampf des Guten gegen das Bitterböse. Und auch in Folge zwei ist "Spider-Man" wieder ein Hit." (Eßlinger Zeitung, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Spider-Man ist der pubertierende Junge unter den Comic-Superhelden. Kein melancholischer Millionär wie Batman, kein Wesen vom anderen Stern wie Superman, sondern einer mit Pickeln, Hornbrille und Angst vor Mädchen. Im ersten Teil wurde erzählt, wie aus dem Langweiler Peter Parker ein Spinnenmensch im Dienst der Menschheit wird. So sympathisch dieser Held in Gestalt von Tobey Maguire war, so waren doch die Fans von Sam Raimi auch enttäuscht, vermissten die Düsternis, für die der Regisseur bekannt war." (Merkur Online, Datum unbekannt)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Peter Parker (Tobey Maguire) ist zwar ein Superheld, auch bekannt als Spider-Man, aber im normalen Leben hilft ihm das nicht viel. So zum Beispiel in seinem Job als Pizzabote, wo er es trotz aller übernatürlichen Kräfte nicht schafft, die Lieferungen pünktlich zuzustellen. Also fliegt er mal wieder raus." (Neuss-Grevenbroicher Zeitung, Datum unbekannt)
NACHRUF Tod des Cartoonisten Bernd Pfarr: "Eine karge Szenerie im wilden Westen. Der Chef sitzt, eine Schlinge um den Hals, gefesselt auf den Schultern seines gleichfalls gefesselten Angestellten Sondermann. Werden die Knie des Angestellten schwach, so ist’s aus mit dem Chef, denn die Schlinge ist straff an den Ast eines Baumes geknüpft. Was tun? Der Chef beginnt zu säuseln: „Und erinnern Sie mich nach unserer Rückkehr an ihre längst fällige Beförderung! Ihre Standfestigkeit, ihr Durchhaltevermögen und ihre eiserne Disziplin habe ich schon immer an Ihnen geschätzt! Erst kürzlich sagte ich zu meiner Frau…“" (Der Tagesspiegel, 08.07.2004)
PREMIERE Spider-Man 2: "Wiedersehen mit dem Spinnenmann. Hunderte Kino-Fans haben am Dienstagabend "Spider-Man 2"-Hauptdarsteller Tobey Maguire und seiner Film-Partnerin Kirsten Dunst einen stürmischen Empfang am roten Teppich im Berliner Sony-Center bereitet. Die beiden Stars wurden zur Europa-Premiere des Action-Spektakels im Cinestar-Kino von Produzent Avi Arad begleitet." (Manager-Magazin.de, 07.07.2004)
NACHRUF Tod des Cartoonisten Bernd Pfarr: "Es ist schwer, ihm mit einem Wort, oder einem Begriff gerecht zu werden. Bernd Pfarr war vieles zugleich. Ein großartiger Maler, der allein schon mit den Farben, in die er seine Straßenszenen tauchte, ungemein suggestive Stimmungen zu erzeugen vermochte. Ein Cartoonist, der auf seinen Bildern die angeblich so ehernen Regeln unserer Wirklichkeit ganz locker und leicht in einem Schwindel schriller Pointen versinken ließ. Ein Comic-Zeichner, der in seinen Geschichten ganze Welten erschuf und zu hinreißend komischen Höhepunkten führte. Und ein Autor mit einem hier zu Lande unvergleichlichen Talent für groteske Effekte." (Die Welt, 08.07.2004)

18.7.04

FILMKRITIK Spider-Man 2: "In Spider-Man 2 und um das Sequel der überaus erfolgreichen Comicadaption herum, wird das vermeintlich Normale dergestalt zelebriert, als sei jeder Held für einen Tag tatsächlich geschaffen, die Welt zu retten oder der Jugend wenigstens wieder so etwas wie Moral zu vermitteln. Dabei geht es dem Hauptdarsteller in Strumpfhosen phasenweise viel mehr um die Überwindung seiner ganz speziellen Potenzprobleme." (Kulturküche, 07.07.2004)
NACHRUF Tod des Malers und Karikaturisten Bernd Pfarr: "Der Frankfurter Comic-Zeichner und Karikaturist Bernd Pfarr ist am Dienstag im Alter von 45 Jahren in einem Kölner Krankenhaus gestorben." (Netzeitung.de, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Seit er von einer genmutierten Spinne in den siebten Superheldenhimmel gebissen wurde, muss der schüchterne und unauffällige Student Peter Parker (Tobey Maguire) von Zeit zu Zeit die Welt retten. Vor seinem Freundeskreis konnte er diese Entwicklung bislang verbergen, was auch besser so ist – musste er doch kürzlich den Vater seines besten Kumpels Harry (James Franco) eliminieren. Nun allerdings streckt ein neuer Bösewicht namens Dr. Otto Octavius alias Doctor Oktopus oder Doc Ock (Alfred Molina) seine metallischen Tentakel nach der Zivilisation aus. Und mit dem ist nicht zu spaßen…" (Fuldaer Zeitung, Datum unbekannt)
NACHRUF Tod des Malers und Karikaturisten Bernd Pfarr: "Im Alter von 45 Jahren ist der Frankfurter Zeichner Bernd Pfarr gestorben. Er erlag am Dienstag einer schweren Krankheit, wie der Züricher Verlag Kein & Aber am Mittwoch bestätigte. Pfarr gilt als originellster deutscher Comic-Zeichner; zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören die Illustrationen von Buchtitelseiten zum Beispiel für die 1998 erschienene Erich-Kästner-Gesamtausgabe. Zusammen mit Elke Heidenreich veröffentlichte er 1999 den Bestseller «Sonst noch was»." (AP, Yahoo! Nachrichten, 07.07.2004)
PREMIERE Spider-Man 2: "Alle lieben Helden … alle jubeln ihnen zu, heißt es im Film. Besonders, wenn sie Tobey Maguire heißen und zur Europapremiere von "Spider-Man 2" nach Berlin kommen. Tobey Maguire erfüllt denn auch alle Erwartungen und ist ganz so wie Spider-Mans Alter Ego, der Physik-Student Peter Parker, nett, bescheiden, kein bisschen arrogant, der perfekte Schwiegersohn, außer einem kleinen Schönheitsfehler." (DeutschlandRadio, 06.07.2004)
NACHRUF Tod des Malers und Karikaturisten Bernd Pfarr: "Er wolle der Welt die Realität austreiben, sagte Bernd Pfarr einmal. Dies ist ihm in seinen Zeichnungen, Aquarellen und Büchern aufs Beste gelungen." (HR-Online.de, 07.07.2004)
VORSCHAU Auszüge aus dem Comic zu Spider-Man 2 im Netz: "Pünktlich zum Kino-Start von Spider-Man 2 erscheint die Comic-Umsetzung zum Film als limitierter Sonderband. Wir zeigen Bilder!" (Focus Online, 08.07.2004)

17.7.04

VERANSTALTUNG Ausstellung von Bildern, Plastiken und Cartoons: "Sommer, Urlaubszeit, da pausieren die meisten Kunstgalerien. Oder sie richten sich mit einem Potpourri leicht zugänglicher Werke auf Besucher ein, die lieber dem angenehmen Vergnügen des reinen Schauens nachgehen, als sich Grübeleien über die optischen Derivate von Kunsttheorien auszusetzen. Die Haseldorfer Galerie von Knobelsdorf fügte so ein unbeschwertes Arrangement aus Bildern und Plastiken von 23 Malern und Bildhauern zusammen. Unbefangen streifen sie auch Grenzgebiete wie den Cartoon." (Hamburger Abendblatt, 01.07.2004)
REKORDSTART Spider-Man 2: "Der Kinofilm „Spiderman 2“ schwingt sich zu einer neuen Rekordhöhe bei Besucherzahlen auf: In den ersten sechs Tagen nach dem Start in Nordamerika hat der neue Streifen um den bekannten Helden aus den Marvel-Comics eine Summe von 180 Mill. Dollar eingespielt." (Handelsblatt, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Dicke, schwarze Linien trennen Flächen aus reinem Rot, Weiß und Blau, ein Vorspann-Netzwerk im kühlen Mondrian-Stil, der aber durch ein düsterromantisches Rumoren (Musik: Danny Elfman) erhitzt und schließlich überführt wird aus der Abstraktion in die realistische Abbildungswelt eines Netzwerk-Comics, in eine Abfolge von Panels, welche die wichtigsten Stationen des ersten Spiderman-Films von Sam Raimi nachzeichnen: vom Biss der Spinne über die Entdeckung der Superfähigkeiten bis hin zum kopfunter am Faden hängend ausgeführten Kuss, der schon in die Filmgeschichte eingegangen ist." (Stuttgarter Zeitung, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: " Superhelden sind nicht zu beneiden. Die aus der amerikanischen Comicschmiede Marvel schon gar nicht. Daredevil ist blind, Batman ein dröger Snob, die X-Men sind todeinsam, und Supermans Liebe zu Lois Lane darf nimmer sein. Alle leiden unter ihrer übernatürlichen Helden-Berufung, die ein natürliches Leben unmöglich macht und ständig mit der Privatsphäre kollidiert. Manchen verfolgt sein Schicksal bis in den Wasch salon: Als Peter Parker sein einziges weißes Hemd aus der Trommel zieht, stockt er entsetzt – es ist voller roter und blauer Flecken. Er hat das gute Stück zusammen mit seiner Spiderman-Kluft gewaschen!" (Sächsische Zeitung, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Als Spider-Man 2002 in die Kinos kam, führte das Genre der Superhelden-Comic-Verfilmungen ein Schattendasein. Allenfalls Achtungserfolge wie X-Men konnten zehn Jahre nach Batman noch verbucht werden. Und dann das Wagnis: Regisseur Sam Raimi sollte Stan Lees legendären Comic "Spider-Man" verfilmen - der Mann war bisher nur aufgefallen durch ironische Horrorfilme wie "Tanz der Teufel" und "Armee der Finsternis" oder als Erfinder und Produzent der TV-Serien "Xena - Die Kriegerprinzessin" und "Herkules". Das war als Wagnis nicht genug. Der Superheld sollte nicht als oberflächliches Action-Spektakel mit viel Krach daher kommen, sondern - ganz wie zu seinen Comic-Ursprüngen - als menschlicher Held - ein Actionfilm mit Tiefgang und Zwischentönen." (ZDF Heute, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Es gibt diese Tage, an denen einfach alles schief geht. Der Wecker ist zu leise, aus der Kaffemaschine röchelt der Essigreiniger von gestern, das Fahrrad ist platt und der Wagen in der Werkstatt. Das T-Shirt findet man nicht, weil man es schon an hat, und die U-Bahn ist auf Schienenersatzverkehr umgestellt. Ein Tag also, wie ihn wohl jeder mal durchleidet, manche öfter, einige sogar täglich. Und wenn man sich dann endlich auf dem Weg zum langersehnten Rendezvouz oder zum Vorstellungsgespräch befindet und einem mal wieder so gar keine Ausrede einfällt: Mal ehrlich, haben Sie da nicht auch schon mal daran gedacht? Wie es wäre, ein anderer zu sein? Einer, dem einfach alles gelingt. Den die Frauen lieben und bewundern." (Der Tagesspiegel Online, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Wie im wahren Leben gibt es auch im Kino ein "wir" und ein "sie". Sie, die Filmindustrie, wir die Zuschauer. Es handelt sich um eine Art Dealer-Süchtigen-Verhältnis. Deshalb ist es gar nicht schön, wenn der Dealer seine Macht ausspielt, indem er den Süchtigen an seine Abhängigkeit erinnert und etwas sagt wie: Mehr kriegst du im Moment nicht, der Rest kommt später. So ziemlich das Einzige, was das Sehvergnügen an "Spider-Man 2" beeinträchtigt, ist der aufdringliche Hinweis darauf, dass es auch noch einen dritten Teil geben wird. Als hätten wir das nicht schon vorher gewusst." (Taz, 07.07.2004)
LINKSAMMLUNG Infos zum Thema Spider-Man: "Der Spinnenmann ist überall. Hunderte Webseiten tragen seinen Namen. Doch kaum eine gehört ihm. Hinter den meisten lauern Geschäftemacher oder Domainjäger. Gegen sie ist selbst Spiderman machtlos." (Berner Zeitung, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Das wirklich Schöne an Spider-Man ist, dass die Figur immer auf den Boden der Tatsachen zurückfällt. Einmal in "Spider-Man 2" fehlt dem menschlichsten aller Superhelden seine Netzflüssigkeit. Er steht auf dem Dach und muss nach unten. Also ab in den Fahrstuhl. Ein Mann im Anzug steht neben Spider-Man und sagt mit einem etwas indigniertem Blick: "Cooles Kostüm."" (Die Welt, 07.07.2004)
NACHRUF Tod des Malers und Cartoonisten Bernd Pfarr: "Als Elke Heidenreich 1999 ihr Kinderbuch "Sonst noch was" der Öffentlichkeit vorstellte, da hieß es in der Zeit: "Die Bilder sind vom Pfarr. Dazu muss keiner mehr was sagen." Die Bilder "vom Pfarr" allerdings waren "unsagbar komische Witzbilder, die aber nicht aus den Motiven allein ihren Humor ziehen, sondern vor allem aus deren Ergänzung um lakonische Bildunterschriften, die noch dem tristesten Sujet eine heitere Seite abzugewinnen wissen", wie die FAZ über den "originellsten deutschen Comiczeichner" schrieb." (Taz, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Der zweite Teil der Spider-Man-Saga fährt dort weiter, wo der erste aufgehört hat: Nachdem sich Undercover-Spinnenmann Peter Parker (Tobey Maguire) für die Verbrechensbekämpfung und gegen die Liebe zu Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) entschieden hat, jagt er nun im Latex-Kostüm Dieben, Ganoven und Gaunern hinterher. Doch Befriedigung findet er nicht darin." (Espace.ch, Datum unbekannt)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Es gibt kein Entrinnen aus der Heldenexistenz. Sogar die Unterhosen, die Peter Parker im Waschsalon aus der Maschine zieht, sind vom Rot-Blau des Spinnenmann-Kostüms durchdrungen. Wie konnte er auch wissen, dass das Spider-Man-Outfit nicht in die Kochwäsche gehört?" (Kölnische Rundschau, 06.07.2004)
INTERVIEW Comic-Author Ulf K. im Gespräch: "Düsseldorf. Ulf K. ist smart, gerade 35 und als Comic-Zeichner schon ganz oben. In Erlangen ist ihm kürzlich mit dem Max und Moritz-Preis für den besten deutschsprachigen Comic-Künstler der einzig wirklich wichtige Preis dieser Sparte verliehen worden. Insider handeln den Erfinder so poetischer Strips wie "Titus von Götheborg" oder "Floralia" längst als einen der ganz Großen. Seine graphischen Aktivitäten sind publizistische Preziosen, direkt, unbeirrbar und erfrischend unprätentiös in ihrer Klarheit und Aufrichtigkeit." (Westdeutsche Zeitung, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Als die Zeitschrift "Esquire" 1965 unter College-Studenten eine Umfrage nach den beliebtesten Personen (tatsächlich oder fiktiv) durchführte, kam er - neben Che Guevara und Bob Dylan - unter die ersten drei: Kein Comic-Held besaß ein Identifikations-Potenzial wie Peter Parker, ein notorisch erfolgloser und entfremdeter Student, der - durch den Biss einer radioaktiven Spinne plötzlich mit Superkräften ausgestattet - im rotblauen Ganzkörperanzug als Spider-Man ein Doppelleben als Verbrechensbekämpfer führte." (Die Presse.com, 07.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Ein großartiges Spektakel verspricht die Fortsetzung der Verfilmung des Comic-Welterfolges "Spider-Man". Die Herausforderung, die Story des Helden mit den zwei Persönlichkeiten weiterzuentwickeln, ist dem Regisseur Sam Raimi mit hoher Perfektion gelungen." (Aviva-Berlin, 06.07.2004)
HINTERGRUND Avi Arad spricht über Filme und Comics: "Avi Arad ist der Boss von Hulk, Captain America und den X-Men, als Chef des legendären Marvel-Verlags verwaltet er ein wichtiges Stück Pop-Kultur. Mit den "Spider-Man"-Filmen gingen dem US-Produzenten auch massenweise Kinofans ins Netz - der Beginn eines Comic-Booms auf Zelluloid." (Spiegel Online, 06.07.2004)
POLITIK Israelisches Außenministerium produziert Comic: "Der Leiter der Öffentlichkeitsabteilung im Außenministerium, Amir Gissin, sagte, man müsse sich an die junge Generation wenden, bevor sie von einseitiger Medienberichterstattung und palästinensischer Propaganda überflutet werde. Deshalb richte sich das Heft an Kinder." (Israelnetz.com, 06.07.2004)
PREMIERE Spider-Man 2: "Der US-Blockbuster «Spider-Man 2» hat in Berlin Europapremiere gefeiert. Die Hauptdarsteller Tobey Maguire und Kirsten Dunst wurden am Potsdamer Platz von den Fans begeistert empfangen. Er finde den zweiten Teil noch gelungener als den ersten, sagte der im hellen Anzug erschienene Maguire. Dunst, deren Vater aus Hamburg stammt, bedankte sich beim Publikum auf Deutsch. In «Spider- Man 2» kämpft der Titelheld nicht nur mit dem Superschurken Doc Ock, sondern auch um die Liebe seiner Freundin und gegen eigene Schwächen." (DPA, Yahoo Nachrichten, 07.07.2004)
REZENSION Spider-Man 2 (Comic zum Film): "Zeitgleich mit dem deutschen Kinostart des zweiten «Spider-Man»-Films am 8. Juli mit Tobey Maguire und Kirsten Dunst in den Hauptrollen erscheint auch ein offizieller Comic-Band zum Film, der exklusiv im Onlineshop von Amazon.de erhältlich sein wird." (Netzeitung, Datum unbekannt)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Als „Spider-Man“ (fd 35 439) in die Kinos kam, befanden sich die USA im Zustand des Schocks. Die Wunden, die der 11. September 2001 im amerikanischen Selbstverständnis hinterlassen hatte, waren noch frisch. Der Optimismus von Sam Raimis Comic- Adaption, sein bedingungsloser Glaube an die Grundwerte der Nation, waren in dieser Situation hoch willkommen. Die Geschichte des Durchschnittsmenschen Peter Parker, der durch den Biss einer Spinne paranormale Fähigkeiten entwickelt, die er zum Wohle der Allgemeinheit benützt, setzte die Überzeugungen eines Benjamin Franklin ins Recht: dass es jeder Mensch weit bringen kann, wenn er nur hart arbeitet und nie den Glauben an sich selbst verliert. Genau das passiert Peter Parker jedoch in der Fortsetzung." (Film-Dienst, Datum unbekannt)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Dieser Mann ist so schnell wie kein Zweiter. Und dennoch kommt er immer zu spät. In übermenschlichem Tempo blitzt und flitzt er im rotblauen Spinnenkostüm durch die wimmelnde Großstadt, fängt Superbösewichter mit Netzen, bewahrt die Welt vor dem Schlimmsten, lässt sich von den geretteten Menschen umjubeln, erlebt die tollsten Momente des Glücks und des Stolzes. Und dennoch: Der Held hat genug. Er will lieber nicht mehr. Ach! Wie süß wäre doch ein kleines Häuschen mit Garten, samt Frau und seliger Kinderschar auf dem Schoß." (Berliner Zeitung, 06.07.2004)
INTERVIEW Marvels Filmguru Avi Arad im Gespräch: "Die Welt: Warum lässt Hollywood seit ein paar Jahren eine derartige Flut von Comicfilmen los?

Avi Arad: Ich höre da bei Ihnen einen abwertenden Unterton heraus. Sie scheinen zu unterstellen, dass Comics nicht seriös sind. Aber dabei handelt es sich um komplexe literarische Werke. Sie stecken voller Metaphern für die Ängste und Hoffnungen des wirklichen Lebens. Früher haben das nur die eigentlichen Comic-Fans erkannt, jetzt begreift das auch das Gros der Kinogänger." (Die Welt, 06.07.2004)
PORTRÄT Donald Duck wird 70: ""Wollt ihr was von mir?" soll er in einem ersten cholerischen Anfall geschrien haben, als er als Schlammbatzen durch ein offenes Fenster der Disney-Studios auf den Schreibtisch flog, mitten in eine Runde von Autoren. So erzählte es jedenfalls Walt Disney selbst. Die übrige Welt aber datiert Donalds Geburtstag auf den 9. Juni 1934, als er erstmals in dem Cartoon "The Wise Little Hen" auf der Leinwand erschien." (DW-World.de, 18.06.2004)
POLITIK Bundesrat präsentiert Comic: "Für viele Jugendliche ist Politik öde, langweilig, einfach nicht "cool" genug. Der Bundesrat bringt deswegen einen Comic heraus, der Schülern das komplizierte Gesetzgebungsverfahren jugendgerecht präsentieren soll." (DW-World.de, 18.06.2004)
REKORDSTART Spider-Man 2: "Dem Spinnenmann gingen jede Menge Kinofans ins Netz: Beim US-Start am vergangenen Mittwoch spielte "Spiderman 2" abenteuerliche 40,5 Millionen Dollar ein. Wie Sony Pictures am darauf folgenden Donnerstag stolz verkündete, sei dies der größte Box-Office-Starterfolg aller Zeiten. Damit toppte das Comic-Spektakel um Tobey Maguire als Superheld wider Willen auch das Einspielergebnis des bisherigen Rekordhalters: "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" hatte im Dezember 34,5 Millionen Dollar am ersten Tag erwirtschaftet." (Spiegel Online, 05.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Spider-Man ist zurück und wie es sich für eine Blockbuster-Fortsetzung gehört, noch größer, schneller, spannender als zuvor. Während der erste Film eine Art Prolog war und über weite Strecken erst erzählte, wie der unscheinbare Junge Peter Parker zu Spider-Man wurde, ist der Spinnenmann im zweiten Teil schon ein gestandener Superheld - und bekommt in dem Menschen-Monster Doc Ock mit seinen vier mächtigen Greifarmen einen ebenbürtigen Gegner." (DPA, Web.de, 05.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Abermals werden den Zuschauern verblüffende Action- und Trickszenen geboten, die zusammen mit den Toneffekten den Platz im Parkett zu einer Achterbahnfahrt der Sinne machen. Aber nicht darin liegt die besondere Qualität des Films begründet. Raimi hat vielmehr wiederum Figuren auf die Leinwand gebracht, die mehr sind als nur schlichte Funktionsträger in einem Spektakel sensationeller Effekte. "Spider-Man" ist eben auch und eigentlich vor allem dieser nette Peter Parker, der so beharrlich wie unglücklich in die hübsche Mary Jane Watson verliebt ist. Die ein wenig herbe Kirsten Dunst ist, wie bereits im ersten Teil, in dieser Rolle sehr überzeugend." (RP Online, 05.07.2004)
VOR ORT Erlangen-Bericht: "Der Comicbranche geht es schlecht, aber das Jammern geschieht auf hohem Niveau. Das Strohfeuer der achtziger Jahre, als der Branchenführer Carlsen 120 Titel pro Jahr ausgeliefert hat, ist schon lange abgebrannt. Und auch die kurzfristig neu belebte Heftchenszene in den Neunzigern konnte den Verlagen nur ein vorübergehendes Käuferinteresse verschaffen. "Deutschland ist eher ein Sammler- als ein Lesermarkt", urteilt Bernd Kronsbein, Cheflektor des kleinen, aber agilen Thomas Tilsner Verlags." (Morgenpost.de, 12.06.2004)
DOSSIER Artikel- und Audiosammlung: "Sie sind grell und lustig. Manchmal auch erotisch und von Zeit zu Zeit bringen sie einen sogar zum Heulen. Die Welt der Comics ist grenzenlos. In ihr verschwinden schon seit Jahren nicht mehr nur Kinder. Sexy Mangas aus Japan und teifgründige History-Comics faszinieren immer mehr Erwachsene. Es geht nicht mehr nur um die Abenteuer eines tollpatschigen Erpels namens Donald Duck, sondern um Emanzipation und Menschenrechte, aber auch um Gewalt." (DW-World.de, Datum unbekannt)
VOR ORT Erlangen-Bericht: "Natürlich hat er ihn verdient, keine Frage. Aber dass sich Albert Uderzo den Max-und-Moritz-Preis, die bekannteste Auszeichnung für Comic-Zeichner im deutschsprachigen Raum, am Wochenende selbst beim 11. Internationalen Comic-Salon in Erlangen abholte, hat schon viele überrascht." (Stimme.de, 15.06.2004)
VOR ORT Erlangen-Bericht: ""Puh! Ist mir heiß!" stöhnt Dante auf dem Weg ins Inferno. In dieser Version der "Göttlichen Komödie" wird er von Micky Maus gespielt, sein Begleiter Vergil von Goofy und ein im Feuer brutzelnder Sünder - quasi Ente geröstet - von Donald Duck. "Dante im Comic" heißt die Ausstellung im Erlanger Stadtmuseum, einem ehrwürdigen Barockbau, in der diese Ausschnitte aus einem in Italien entstandenen Disney-Taschenbuch zu sehen waren, und zwar gleichberechtigt neben den fulminanten Farbdrucken des vom Expressionismus beeinflussten Illustrators und Comic-künstlers Lorenzo Mattotti oder den Schwarzweißblättern von Sandow Birk, der sich an den dramatischen Dante-Holzstichen Gustave Dorés orientiert, das Inferno allerdings nach Kalifornien verlegt." (Stuttgarter Zeitung, 15.06.2004)
INTERVIEW Albert Uderzo im Gespräch: "Sagen Sie mal, Monsieur Uderzo, wer wird eigentlich dieses Jahr Formel-1-Weltmeister?

Ich bitte Sie! Was für eine Frage! Das weiß doch jeder...

Also?

Schumacher natürlich. Der Mann ist der Allergrößte. Ich bin befreundet mit seinem Teamchef Jean Todt. Mit dem habe ich gewettet: Michael wird achtmal Weltmeister. Das steht fest." (Stern.de, 07.06.2004)
VOR ORT 17-jährige gewinnt Comic-Preis: "«Ich zeichne immer und überall», erklärt sich Lea Wäckerlin ihren Erfolg in der Kategorie der 13- bis 17-jährigen Comic-Künstler und Künstlerinnen. In 13 Bildern erzählt die 17-Jährige, die in Romanshorn das SBW-Weiterbildungsjahr (WBJ) absolviert, zum Festival-Thema «Camping» eine gezeichnete Brüder-Geschichte - eine Reminiszenz an ihre Pfadi-Erfahrungen." (St. Galler Tagblatt, Datum unbekannt)

16.7.04

VOR ORT Buchillustratorin präsentiert neues Werk: "Mit lebhafter Mimik und mit Gesten voller Schalk und Ausdruckskraft erzählt Sabine Hui die Geschichte von «Meat», von ihr auch zärtlich «Meatli» genannt. Sie steht in ihrem Kreuzlinger Atelier. Dort bilden knallbunte chinesische Papierlaternen einen Blickfang. Ihre Leidenschaft für Farben, die sie schon als Kind hatte, habe sie in England wieder entdeckt, berichtet sie. Im englischen Bath weilte sie zu einem Studienaufenthalt vor zwei Jahren. Während einer Übung sollte sie alles aufzählen, was ihr zum Wort «meat» (zu Deutsch Fleisch) einfalle, Positives und Negatives." (St. Galler Tagblatt, 29.05.2004)
HINTERGRUND Qualitätscomics im Aufwind: "Es ist eine gute Zeit für gute Comics. Nach dem ersten Teil von Marjane Satrapis meisterhafter und auch in Erlangen ausgezeichneter Autobiographie "Persepolis" und der gewaltigen, herausfordernden Comic-Reportage "Palästina" von Joe Sacco erschien in diesem Jahr anläßlich des 11. Internationalen Comic-Salons von Erlangen eine Vielzahl hervorragender deutscher Veröffentlichungen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2004)
VOR ORT Cartoonist signiert im schweizerischen Schwamendingen: "Am Samstag fand in der Buchhandlung Bücher-Treff in Schwamendingen das 21. Bücherfest statt. Zu Gast waren zwei herausragende Persönlichkeiten: der Cartoonist Mike van Audenhove und der Autor Urs Widmer." (Die Vorstadt, 23.06.2004)
REKORDSTART Spider-Man 2: "Am ersten Tag spielte der Film in Amerika 40.5 Mio. Dollar ein. Damit übernimmt Spiderman 2 die Spitze der Starteinspielergebnisse." (Navel, 05.07.2004)
FILMKRITIK Spider-Man 2: "Da ist sie nun. Die lang erwartete Fortsetzung des Helden, der vor zwei Jahren die Leinwand im Sturm eroberte. 800 Mio. US Dollar hat "Spider-Man" seitdem eingespielt. Die Erwartungen an den Nachfolger waren also riesig. Wie würde Regisseur Sam Raimi nicht nur sein Gesicht, sondern auch das des ersten Films wahren können?" (Digital Movie, 05.07.2004)
DENKMAL Peanuts-Schöpfer Charles M. Schultz geehrt: "Die beiden Comic-Figuren sind in diesem Jahr in Saint Paul allgegenwärtig. Denn der lässige Hund aus der Cartoon-Familie der Peanuts und sein kleiner gelber gefiederter Kumpel sind das Motiv für eine Aktion, die als große Hommage an Charles M. Schulz zu verstehen ist, der in dieser Stadt geboren wurde und aufwuchs bis er, an einem denkwürdigen Tag im Jahr 1950, mit ein paar Zeichnungen unter dem Arm nach New York fuhr." (Neuss-Grevenbroicher Zeitung, 04.07.2004)

14.7.04

EINSTAND Kraut-Rip-Off von "iJournalista!" auf Kurs: Nach einem Erstversuch im ComicGate-Weblog "Welt am Draht" gibt's hier nun ab sofort ein deutschsprachiges Link-Blog für alles, was mit Comics oder Cartoons in Zusammenhang steht. Als Vorbild dazu dienen natürlich das mittlerweile leider eingestellte "iJournalista!"-Blog vom jetzigen The-Comics-Journal-Chefredakteur Dirk Deppey, sowie seine nicht minder lesenswerten Nachfolger, Kevin Melroses Thought Balloons und, neuerdings, Heidi MacDonalds The Beat.

Bei den verwendeten Zitaten handelt es sich selbstredend lediglich um Auszüge aus den verlinkten Artikeln.

Wer Kritik, Anregungen, weitere Links oder sonstige Kommentare anzubieten hat, ist willkommen, diese per email mitzuteilen.

Let's roll, wie der US-Amerikaner zu sagen pflegt.