comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

22.12.04

SENDEPAUSE comikado pausiert bis zum 5. Januar 2005. comikado wünscht stressfreie Feiertage und ein gutes neues Jahr.
NACHRUF Tom Wesselmann: "Wesselmann beschäftige sich in seiner Kunst "weniger mit der tatsächlichen Welt als mit einer theoretisch wirklichen", bescheinigte ein gewisser Slim Stealingworth dem amerikanischen Pop-Künstler Tom Wesselmann. Zu lesen in einer Monographie, die mit dem Satz beginnt: "Tom Wesselmann, aufgewachsen in den Vorstädten von Cincinatti, wußte nichts über Kunst und Künstler." Stealingworth ist ein Pseudonym - für Wesselmann. So prägte er das Bild, das man sich von ihm machte." (Berliner Morgenpost, 22.12.2004)
NACHRUF Tom Wesselmann: "Der Pop-Pionier malte, was ihn erregte - und provozierte eine prüde amerikanische Öffentlichkeit mit plakativen Pin-ups." (Kölner Stadt-Anzeiger, 22.12.2004)
NACHRUF Tom Wesselmann: "Das Prinzip ist denkbar einfach. Die Silhouette einer kopflosen nackten Frau in kreischendem Pink, dazu Gegenstände des Alltags wie Radios, Fernseher, Kühlschrank- und Badezimmertüren. Ein Wesselmann lässt sich überall leicht erkennen; und tatsächlich hat der amerikanische Popart-Künstler Werke in allen großen Museen der Welt hinterlassen." (Tagesspiegel Online, 22.12.2004)
PORTRÄT Christel Hoffmann: "In ihren Comics erzählt Christel Hoffmann witzig und in Cartoon-Form Erlebnisse aus der Schulzeit oder vom täglichen Einerlei im Büro, in dem natürlich ein "Platzhirsch" nicht fehlen darf. Ihre treffsicheren Darstellungen sind Kopien der Bewerbungsmappe für ihr Kunststudium in Zürich." (Allgemeine Zeitung, 22.12.2004)
PORTRÄT Asli Yazicioglu: "Die 26jährige Zeichnerin Yazicioglu ist die Schöpferin von Barbarella. Sie errötet leicht, wenn sie von ihrer Figur erzählt. Das sei ein phantastischer Charakter, die Geschichten hätten eben nichts mit der türkischen Wirklichkeit zu tun, und deshalb zeichne sie Barbarella besonders gerne. Tatsächlich sticht die Cartoon-Serie in der vor allem von Jungendlichen verschlungenen Zeitschrift heraus. Auch wenn die Zeichnungen in Atom sich allgemein durch ihre Liebe zu Phantasmen, zum Grotesken und zum Tabubruch auszeichnen, spiegelt Yazicioglus Barbarella ganz besonders eine phantasievolle Überschreitung in der Türkei geläufiger Rollenvorstellungen wider. Trotz der sichtbaren Anlehnung an Zeyna hat die Figur ganz eigene Züge." (Jungle World, 22.12.2004)
AKTION Rettung des Internationalen Comic-Festivals Siders: "Ein Komitee will das Internationale Comic-Festival von Siders VS retten. Ihm gehören unter anderem die Nationalräte Jean-Noël Rey (SP/VS), Pierre Kohler (CVP/JU) und Christophe Darbellay (CVP/VS) an." (Tagesanzeiger.ch, 22.12.2004)
NACHRUF Tom Wesselmann: ""Wesselmann betrachtet sich selber als jemanden, der keiner eindeutigen Kategorie zuzuordnen ist, und darin stimme ich ihm zu. Er gehört der großen, vielgestaltigen Welt gegenständlicher Malerei an, beschäftigt sich jedoch in seiner Kunst weniger mit der tatsächlichen Welt als mit einer theoretisch wirklichen". Ein Slim Stealingworth hat das über den amerikanischen Pop-Künstler Tom Wesselmann festgestellt, in einer umfangreichen Monographie, die mit dem apodiktischen Satz beginnt: "Tom Wesselmann, aufgewachsen in den Vorstädten von Cincinatti, wußte nichts über Kunst und Künstler." Der mit Ironie gewählte Autorenname ist allerdings ein Pseudonym - für Tom Wesselmann." (Die Welt, 22.12.2004)
HINTERGRUND Phänomen Manga: "Mangas - das sind Comics aus Japan. Ihre Existenz wurde hierzulande anfänglich mit einer Mischung aus Neugier und Spott zur Kenntnis genommen. Doch inzwischen hat sich die Lage geändert: Neben spezialisierten Comic-Läden unterhalten nun auch große Buchhandlungen eigene Manga-Abteilungen. Diese Entwicklung interessiert die Japanologen von der Uni Würzburg besonders brennend, denn in ihrem Forschungsschwerpunkt "Populär- und Medienkultur" befassen sie sich auch intensiv mit Mangas." (idw, 21.12.2004)
NACHRUF Tom Wesselmann: "Er gehörte neben Roy Lichtenstein und Andy Warhol zu den wichtigsten Vertretern der Pop Art: Tom Wesselmann mischte Anfang der sechziger Jahre die Kunstszene auf und provozierte mit seinen legendären Aktbildern, den "Great American Nudes", Publikum und Kritiker. Jetzt ist der Amerikaner 73-jährig in Manhattan gestorben." (Spiegel Online, 21.12.2004)
PORTRÄT Leowald: "Der Kölner Zeichner Leowald (37) steht mit seinen häufig autobiografisch geprägten Geschichten dem Bildwitz näher als dem klassischen Comic-Album. Mit seiner Web-Site www.zwarwald.de verwirklicht er seinen Traum vom Zeichnen ohne Zwang" (taz, 21.12.2004)
PISA Lesegewohnheiten: "Mädchen lesen mehr und besser. Sie lesen vor allem erzählerisch-literarische Texte, während Buben, wenn sie lesen, Sachbücher und Comics vorziehen. "Burschen räumen Bildermedien wie TV, Internet, Video und Comics großen Stellenwert ein. Visuell vermittelte Information greift bei ihnen stärker", so Böck. Mädchen hingegen bevorzugen das klassische "Buchlesen" und Audiomedien. "Informationslesen" gilt eher als Domäne der Buben, "Unterhaltungslesen" eine der Mädchen." (Der Standard.at, 21.12.2004)
KINO X-Men 3: "An der attraktiven und äußerst leichtgeschürzten Hauptdarstellerin dürfte es nicht gelegen haben, dass "Catwoman" zu einem der größten Flops des diesjährigen Kinosommers geriet. So bleibt für Halle Berry die Hoffnung, ihre Fans mit einem dritten Auftritt als "X-Men"-Mutantin "Storm" versöhnen zu können." (Kino.de, 20.12.2004)
KINO Wonder Woman: "Die Regie des Films übernimmt Joss Whedon, Schöpfer der Vampirserie "Buffy - Im Bann der Dämonen". Da verwundert es nicht weiter, dass die beiden heißesten Bewerberinnen um die Hauptrolle schon das Vergnügen in Whedons Serie hatten." (Kino.de, 20.12.2004)

20.12.04

VIDEOSPIEL Jump Super Stars: "Auf dem diesjährigen Jump Festival wurde Nintendos potentieller Japan-Hit Jump Super Stars, welcher in Zusammenarbeit mit dem Shueisha Verlag entsteht, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Wir haben die ersten konkreten Infos zum Gameplay für euch zusammengetragen:" (NintendoDS-Universe, 20.12.2004)
VIDEOSPIEL The Incredible Hulk: "Er ist groß, hat eine unvorstellbare Kraft, kann mehrere Meter weit springen und ist obendrein grün. Und eins wollen wir alle nicht: ihn wütend machen. Die Rede ist natürlich von Hulk. Der grüne Held, bekannt aus den Marvel Comics, kehrt wieder auf die heimischen Konsolen zurück." (X-Box-Universe, 19.12.2004)
REZENSION Ring Circus 2 - Die Unschuldigen: "Obwohl schon etwas her, die Buchmesse Frankfurt war ein Erlebnis. Auch wenn das Thema Manga den nicht Manga-Freund zu erschlagen drohte, auch die Minderheit der Comic-Käufer konnten ihren Spaß haben. Zum Beispiel mal einem Comic Zeichner über die Schulter schauen. Der Pfälzer Verlag Salleck Publications hat ja eigentlich immer jemanden dabei, vorbeischauen lohnt sich also immer. Und so gut gelaunt wie Verlagsleiter Eckart Schott und Zeichner Cyril Pedrosa den neuen Band der Reihe Ring Circus präsntierten – da konnte man fast nicht nein sagen." (Parnass, Datum unbekannt)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: "Comics sind Kunst – so weit wollte dann doch keiner der Verantwortlichen gehen, als am 3. Dezember 2004 die Ausstellung „Funny Cuts" in der Staatsgalerie Stuttgart eröffnet wurde. Die ca. 100 Werke demonstrieren vielmehr den Einfluss der Comics auf die bildende Kunst. Doch einige Bilder scheinen geradezu nach dem diesem Text einleitenden Satz zu schreien. Roy Lichtenstein kennt jeder, und sei es aus einer alten Werbung einer deutschen Haarproduktserie, die den künstlerischen Diebstahl des Amerikaners zur Kaufförderung und somit zu seiner kommerziellen Ausgangsbestimmung des Originals zurückführte." (Parnass, Datum unbekannt)
REZENSION Von Wadowice nach Rom. Die Geschichte Karol Wojtylas - Johannes Paul II.: "Popkultur mit Wert ist angesagt. Und so kommt das Papst-Comic, das nun in Polen erschienen ist, natürlich in der Edelvariante daher: Großformat, Hochglanzeinband und mit dem Segen von ganz oben. Die Einleitung zu "Von Wadowice nach Rom. Die Geschichte Karol Wojtylas - Johannes Paul II." hat Kardinal Paul Poupard höchstpersönlich geschrieben, der Vorsitzende des Päpstlichen Kulturrates. Dafür ist das Comic auch garantiert jugendfrei." (Badische Zeitung, 18.12.2004)

17.12.04

REZENSION Die Unglaublichen - The Incredibles: "Das schreit doch geradezu nach dem definitiven Super-Antihelden-Heldencomic zum Film, möchte man meinen. Aber einmal mehr scheitert ein Film-Comic eben genau an seiner Existenzberechtigung." (Berliner Morgenpost, Datum unbekannt)
VIDEOSPIEL The Punisher: "Weil Undercover-Cop Frank Castle ein paar Gangster dingfest gemacht hat, wird seine ganze Zott-Sahnejogurt-Familie zusammengeschossen. Kollege Max Payne ereilte bekanntlich das selbe Schicksal. Einziger Unterschied: Ex-Marine Castle heult nicht, verfällt nicht in depressive Metaphern von Dunkelheit und Schmerz." (Krawall Gaming Network, 16.12.2004)
KINO The Flash: "David Goyer (Blade; Batman Begins) wird für Warner Bros. eine Kinoadaption von DC Comics´ The Flash schreiben, produzieren und inszenieren." (MovieGod.de, 17.12.2004)
PORTRÄT Gene Harris: "Punkt, Punkt, Komma, Strich#1#20 - wenn Cartoonist Gene Harris den Stift in die Hand nimmt, geht es sehr rasant zu. Und es kommen immer einmalige Zeichnungen dabei heraus." (WAZ, 17.12.2004)
TV 15 Jahre Die Simpsons: "Vor genau 15 Jahren durfte Bart Simpson, der vorlaute Spross und Held einer der erfolgreichsten Fernsehfamilien aller Zeiten, zum ersten Mal eine ganze Folge lang auf dem Fernsehschirm sein Unwesen treiben." (ORF.at, Datum unbekannt)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Leipzig: "Das Medium ist ungewöhnlich und umstritten: "Holocaust im Comic - die Abbildung unvorstellbarer Zeitgeschichte" heißt eine kleine, eher versteckte Schau im Jugendbereich der Stadtbibliothek am Leuschnerplatz, die der Comicologische Congress 2001 als Wanderausstellung konzipierte." (Leipziger Volkszeitung, 17.12.2004)
VIDEOSPIEL Uli-Stein-Spiele im Anmarsch: "Der neue deutsche Publisher East Entertainment Media kündigte heute eine ganze Reihe von PC-Titeln rund um die berühmten Figuren von Cartoonist Uli Stein an." (Games Zeitung, 16.12.2004)
INTERVIEW Ralf König im Gespräch: "Ralf König hat nie Zugeständnisse ans große Publikum gemacht. Dennoch erfreuen sich seine durch und durch schwulen Comics mit den rührigen Knollennasenmännchen auch bei Hetero-Lesern größter Beliebtheit. Und momentan gibt es König satt: Ein Comic ("Roy & Al") ist seit kurzem heraus, ein nächster folgt schon in Bälde. Und heute kommt mit "Lysistrata" - nach "Der bewegte Mann", "Das Kondom des Grauens" und "Wie die Karnickel" - bereits die vierte Verfilmung eines seiner Comics ins Kino." (Berliner Morgenpost, 16.12.2004)
REZENSION Hellboy, Die Band, The Goon, etc.: "Ich gestehe es: mich hatten früher - trotz Kritiker-Lob der Serie - Mike Mignolas kantige, reduzierte Zeichnungen (die in der deutschen Ausgabe "nur" schwarz-weiß, nicht koloriert sind) eher abgeschreckt als angezogen. Diese Ignoranz hat mir der humorige Hellboy-Film mit seiner erfrischenden Selbstironie nun gründlich ausgetrieben.
Vor mir liegt also der sechste Comicband, und ich bin von der Aufmachung begeistert." (Comicgate, Datum unbekannt)
VERANSTALTUNG Rettungsversuch für Comic-Festival Siders: "Die Walliser Nationalräte Jean-Noël Rey (SP) und Christophe Darbellay (CVP) wollen das Internationale Comic-Festival Siders retten. "Wir sind dabei, ein Unterstützungskomitee zu gründen", bestätigte Darbellay einen Bericht der Zeitung "Le Nouvelliste". Mit Pierre Kohler (CVP/JU) und Roger Nordmann (SP/VD) hätten zwei weitere Nationalräte ihre Hilfe zugesagt." (SDA-ATS/ Swissinfo, 16.12.2004)

15.12.04

NACHRUF Viktor Boiko: "Der Düsseldorfer Animationsfilmer, Dichter und Cartoonist Viktor Boiko ist im Alter von 93 Jahren in seiner Heimatstadt gestorben. "Seine von skurrilem Humor geprägte Sicht auf Menschen, Tiere und Dinge gaben seinen Filmen einen eigenwilligen Reiz", würdigte das Düsseldorfer Filmmuseum gestern das Werk Boikos." (dpa/ Berliner Morgenpost, 15.12.2004)
KINO DVD-Kritik Spider-Man 2: "Peter Parker, der Mann hinter Spiderman, hadert mit seinem nicht existierenden Privatleben als Superheld: Das Menschliche ist es wohl, das Spider-Man so sympathisch macht. Und natürlich der im Kostüm steckende Tobey Maguire. Doch «Spider-Man 2», das ist neben viel Kult und einer perfekt passenden Besetzung vor allem eines: perfekt geölte, bis ins kleinste Detail abgestimmte Hollywoodmaschinerie." (Bieler Tagblatt, Datum unbekannt)
VIDEOSPIEL Magazin von DC Comics: "Gemeinsam mit DC Comics will man ein so genanntes Fanzine publizieren, das sich ganz um die Ereignisse in 'The Matrix Online' sowie dessen User dreht. Nähere Informationen hierzu sollen in Kürze folgen." (Gamesweb.com, 14.12.2004)
DOSSIER Comicverfilmungen: "Die Abenteuer von Comic-Helden als Realfilm auf die Leinwand zu bringen, liegt momentan im Trend. Vor allem Verfilmungen von Marvel-Comics erfreuen sich dabei größter Beliebtheit. Wir stellen einige der bekanntesten Leinwandadaptionen vor." (RTL.de, Datum unbekannt)
INTERVIEW Ralf König im Gespräch: "Knollennasen und Sahnehintern: "Der bewegte Mann" machte den Kölner Comiczeichner Ralf König Mitte der neunziger Jahre zum Medienstar. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt der 44-Jährige, was ihn an der Verfilmung seines Comics "Lysistrata" stört und warum ihm Schwulen-Klischees im Fernsehen auf die Nerven gehen." (Spiegel Online, 14.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Frankfurt: "Knallig-bunte Farben, einfache Formen und ein Stil, der auf den ersten Blick an Kinderbücher erinnert, das sind die Markenzeichen des Frankfurter Illustrators Ulrich Schüttfort." (Frankfurter Neue Presse, 14.12.2004)
BUSINESS Deal zwischen Marvel und MFORMA: "Im Rahmen des Abkommens wird MFORMA ein umfangreiches Angebot an mobilen Entertainmentprodukten auf der Grundlage der im Kino, Fernsehen, in Videospielen und Comic-Heften auftretenden Comic-Helden von Marvel vertreiben, die national und international (außer in Japan) vermarktet werden. Außerdem wird MFORMA gemeinsam mit Activision, einem der weltweit führenden Hersteller und Entwickler von Videospielen, ausgewählte Spiele für mobile Plattformen vertreiben." (Business Wire, 13.12.2004)

13.12.04

WETTBEWERB Manga-Talente 2005: "Der Nachwuchs-Zeichenwettbewerb "Manga-Talente 2005" der Leipziger Buchmesse (17. bis 20. März 2005) erreicht die nächste Phase: Aus den 3.400 Einsendungen von ca. 2.300 Zeichnern aus 18 Ländern, darunter auch Singapur und der Iran, wurden in 4 Kategorien jeweils 10 Werke ausgewählt." (www.animexx.de, 13.12.2004)
KINO Lysistrata: "Fans von Ralf Königs respektlosen Schwulen-Comics können sich freuen: Seine Neuinterpretation der griechischen Komödie «Lysistrata» von Aristophanes kommt ins Kino. 411 vor Christus tobte der Krieg zwischen Sparta und Athen seit Jahrzehnten." (dpa/ Yahoo!, 13.12.2004)
PORTRÄT Christian Habicht: "Töpfermeister Christian Habicht aus Eisenberg verkauft an seinem Stand auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt nicht nur Keramik, sondern auch Cartoon-Bücher: In seiner Freizeit gestaltet er die Bildwitze, die auch jeden Samstag im OTZ-Journal gedruckt werden." (OTZ.de, 12.12.2004)
REZENSION Horrorschocker und Dämonika: "Wer hätte das gedacht? Der kleine Weissblech-Verlag macht es Bastei vor, wie man auch Jahrzehnte nach dem ersten „Gespenster Geschichten“ Heft dem Genre noch etwas frisches Blut verpassen kann. „Hammerharte Horror Schocker“ ist nicht unbedingt die Neuerfindung des blutigen Comics mit Pointe, aber die Geschichten in guter alter Pulp Tradition mit den etwas groben Zeichnungen hat etwas, das dem Platzhirschen dieser Gattung fehlt – eine eigene Handschrift." (Parnass, Datum unbekannt)
KINO Lysistrata: "Wir schreiben das Jahr 411 vor Christus. Die griechischen Städte Athen und Sparta befinden sich im Krieg - und das seit mehr als 20 Jahren. Die Frauen der Krieger sind es leid. Unter Führung der Aktivistin Lysistrata besetzen die Athenerinnen die Akropolis und verkünden, erst wieder ihren ehelichen Pflichten nachzukommen, wenn Friede herrscht. Die Spartanerinnen verweigern sich ihren Männern ebenfalls. Soweit die Kriegssatire "Lysistrata", die der griechische Dichter Aristophanes vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden schrieb - und die seitdem unzählige Male adaptiert wurde." (Saar-Echo, 12.12.2004)
REZENSION Sushi entdecken. Fernköstliches leichtgemacht: "Comiczeichnerin Isabel Kreitz und die japanische Gastro-Journalistin Junko Iwamoto guckten einem Sushi-Meister beim Einkauf und im Restaurant über die Schulter - und entwickelten das Buch "Sushi entdecken"." (Hamburger Abendblatt, 11.12.2004)
VIDEOSPIEL Jump-Prügelspiel: "Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass Nintendo in Zusammenarbeit mit dem Shueisha Verlag (u.a. Jump Magazine) einen "Smash Bros."-artigen Prügler für den Nintendo DS entwickelt. Abgesehen von ein paar Scans der im Spiel enthaltenen Charaktere aus Dragon Ball Z, Naruto und One Piece sowie einer vielversprechenden Lobeshymne seitens Shigeru Miyamoto (wir berichteten), gab es bisher allerdings wenig Konkretes zum potentiellen Japan-Hit zu vernehmen." (Gameboy-Universe, 11.12.2004)
REZENSION Alles über Comics: "Wer glücklich aus dem Kino kommt und mehr über das Animationswerk "Die Unglaublichen" wissen will, der greife zu diesem Buch. Andreas C. Knigge erzählt griffig und mit vielen witzigen Details über alle Comic-Genres, von den Höhlenbildern bis zum japanischen Manga." (Die Welt, 11.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Es scheint, als könnte kein Kino-Superheld, der auf sich hält, dieser Tage ohne gehörige Identitätskrise auskommen: Ob es nun Spider-Man zwischen Pflicht und Passion hin- und herzieht, ob die X-Men darunter leiden, anders als die anderen zu sein, oder ob sich gleich wie bei Hulk die schizophrene Psyche dank üppiger Split-Screen-Anwendung direkt in den Bildern manifestiert - die Superkräfte gehen einher mit innerer Gebrochenheit." (Die Presse.com, 11.12.2004)

10.12.04

REZENSION Dirt Girl, Y: The Last Man, Epidermophytie, etc.: "Dirt Girl von Naomi Fearn (Zwerchfell) - ein ungeheuer gut gelauntes Stück Rock'n'Roll. Dreckig, witzig und hundsgemein. Billiger als 'ne Tätowierung und auch für Comic-Unkundige problemlos genießbar." (Comicgate, Datum unbekannt)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Anonymität ist alles. Animation auch. Vor 15 Jahren sind sie noch als Mr. Incredible und Elastigirl durch die Straßen geflogen und haben für das Gute gekämpft. Auf dem Weg zur Hochzeit hat der Superheld eine Katze vom Baum geschüttelt, einen Selbstmörder gerettet und einen Bombenanschlag verhindert. Die Regierung kommt zwar für die Schäden auf, verlangt dafür aber die Aufgabe jeder Superheld-Aktivität." (Tirol Online, 09.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Alle Menschen sind gleich? Von wegen. Brad Birds spektakulärer Animationsfilm "Die Unglaublichen" erzählt von Lust und Leid der Superhelden und hält ein flammendes Plädoyer für den Individualismus. Fast beiläufig wird dabei der Trickfilm erwachsen." (Spiegel Online, 09.12.2004)
INTERVIEW Walter Moers im Gespräch: "Vor zwei Wochen wurde überraschend bekanntgegeben, daß der Schriftsteller Walter Moers sich bereiterklärt hat, seine erfolgreichen Romane um das Phantasiereich Zamonien verfilmen zu lassen. Moers hat sich seit mehr als einem Jahrzehnt völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. In einem Gespräch, das er mit dieser Zeitung führte, geben er und sein Produzent David Groenewold erste Details über die Verfilmungspläne bekannt." (FAZ.net, 09.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Die Animationskünstler von Pixar haben mit "Die Unglaublichen" einen eleganten und witzigen Film geschaffen, der die Trickfilm-Konkurrenz auf diesem Sektor mal wieder ganz alt aussehen läßt. Seinen Charme zieht dieser Film aus den Parodien, die er elegant und originell unters Volk bringt. Müssen Superhelden eigentlich staubsaugen? Werden sie fett? Haben sie Erziehungsprobleme? Die Antwort ist nach diesem Film supereinfach: ja. Und das Außergewöhnliche als Antwort auf die Mittelmäßigkeit wird auf eine harte Probe gestellt, wenn Helen zu ihrem Sohn sagt: "Jeder ist etwas Besonderes." Der antwortet schlau: "Mit anderern Worten: Keiner ist was Besonderes." Und nun?" (Hamburger Abendblatt, 09.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Die einzelnen Figuren sind köstlich (ein besonderer Genuss die Modedesignerin, welche die raffinierten, knallbunten Spezialanzüge herstellt), die Rasanz mit der eine ausgefallene Situation die andere jagt, ist atemberaubend. Vielleicht sind Kinder stellenweise ein wenig überfordert. Erwachsene aber, die den Witz, die hinterfotzigen Späße durchschauen, werden sich glänzend unterhalten." (Wiener Zeitung, 09.12.2004)
KINO Signal to Noise: "Autor Neil Gaiman und Regisseur Dave McKean, die zuletzt an MirrorMask zusammen arbeiteten, planen eine erneute Kooperation bei der Kinoadaption von Signal to Noise." (MovieGod.de, 09.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: "Dass Kunst und Comic miteinander vereinbar sind, haben bereits Andy Warhol oder Roy Lichtenstein bewiesen. Doch wann haben Künstler das Comic für sich entdeckt und wie haben sie die Geschichten in Bildabfolge in Kunstobjekte verwandelt?" (Stuttgarter Wocheblatt.de, 09.12.2004)
TOTE TIERE Anti-Pelz-Comic: "Ab sofort müssen sich alle in Pelz gehüllten Mamis warm anziehen, denn jetzt gibt es das neue Anti-Pelz Flugblatt PETA Comics: “Deine Mami tötet Tiere!“ Das teilte die internationale Tierrechtsorganisation PETA mit." (Krone.at, Datum unbekannt)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: ""Bfrr", "Blblbl", "Kawoom", "Umpff"" - mit wenigen Worten wissen sich die Charakter auf den Bildern zu verständigen. Denn das Wesentliche, die Aussage, steckt in den Grimassen, die die Comic-Helden von "Superman" über "Fritz the Cat" bis hin zu "Homer Simpson" und "Werner" ziehen. " (Pforzheimer Zeitung, 09.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Schon der Anfang der Geschichte ist tiefgründiger als die vieler „echter“ Hollywood-Filme. Mr. Incredible, der „unglaubliche“ Superheld mit den außerordentlichen Kräften, wird von undankbaren Geretteten verklagt, und schließlich müssen alle Superhelden weltweit anonym als ganz normale Menschen leben und dürfen nicht mehr von ihrer Gabe Gebrauch machen." (LR-Online, 09.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Hofheim: "Bis zum 5. Januar sind derzeit im Foyer des Hofheimer Rathauses die Bilder dreier junger Künstler zu sehen. Die Motivwahl der Jugendlichen für die Ausstellung berücksichtigt Porträts oder Anleihen aus Mangas, den populären japanischen Comics." (Wiesbadener Kurier, 09.12.2004)
VERANSTALTUNG Filmfestival in Köln: "Mit Hideaki Annos "Cutie Honey" ist auch die Realverfilmung eines Mangas im Programm. Die Adaption des gleichnamigen Mangas aus den 70ern ist hemmungslosester Comic-Trash, dessen Protagonistin wie ein Wirbelwind actionreich durch die absurde Handlung stürmt (Fr 22.30 Uhr, So 12.30 Uhr)." (taz, 09.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Die Pixar-Studios haben den Animationsfilm nachhaltig revolutioniert. Während das Science-Fiction- und Actionkino die Computertechnologie nur dazu nutzte, um immer neue Superlative zu formulieren, zeigten Filme wie „Toy Story” und „Findet Nemo”, dass das Kino im Pixelland der unbegrenzten Möglichkeiten angekommen ist. Die Beherrschung der Technik und das freie Fluten der Fantasie – die Kombination wurde zum Erfolgsrezept für das dreidimensionale Animationskino von Pixar, das den Zeichentrick-Giganten Disney vom Thron fegte." (SZ-Online, 09.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Es klingt ebenso unglaublich wie der Name des Films: Noch nie ist ein langer Trickfilm über Superhelden angefertigt worden. Gut, da gab es in den Jahren 1941 bis 1943, als sich sämtliche damals gängigen Medien (Zeitungen, Bücher, Radiostationen, Kino) an den Erfolg der "Superman"-Hefte anhängen wollten, natürlich auch eine siebzehnteilige Trickfilmreihe, die den Mann aus Stahl auf jeweils zehn Minuten Zelluloid bannte; aber gegenüber der ambitionierten Konkurrenz von Disney, Warner oder MGM hatte das Produkt der heruntergewirtschafteten Fleischer-Studios, die 1942 an Paramount verkauft und in "Famous Studios" umbenannt wurden, nichts zu bestellen." (FAZ.net, 08.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: "Die Staatsgalerie Stuttgart untersucht den Einfluss von Cartoons und Comics auf die zeitgenössische Kunst. "Funny Cuts" heißt das Ganze. Aber mehr als die nun von bunten Bildern gestützte Vermutung, dass sich die Künstler eine kindliche Faszination für das Genre bewahrt haben, ist dabei nicht heraus gekommen." (Sueddeutsche.de, 09.12.2004)

8.12.04

RELIGION Papst-Comic: "Wer Mühe hat sich vorzustellen, dass der Papst in einem früheren Leben Fußball gespielt und Walzer getanzt hat, dem sei die Lektüre der italienischen Jugendzeitschrift „Il Giornalino“ empfohlen. Dort gestattet – in flottem Strich und bunten Farben – der jugendliche Karol Wojtyla einen Blick auf die bislang unbekannten Seiten im Leben eines der letzten totalitären Herrscher unserer Zeit." (DIAKOnetz.de, Datum unbekannt)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Die Pixar Studios bestreiten ein furioses Heimspiel: Das Aussehen des Films ist mit Abstand das Beste, was man bisher von ihnen zu sehen bekam. Die Figuren sehen zwar etwas cartoonhaft aus, doch dies ist ein absichtliches Design, denn hier geht es wiederum nicht um Realismus sondern um Charaktertiefe. „Die Unglaublichen“ haben alles, was man sich nicht nur von einem Superheldenfilm, sondern ganz allgemein von einem exzellenten Film erwarten kann." (Fuldaer Zeitung, Datum unbekannt)
DIAGNOSE Hormonmangel: "Der Comic-Held Tim aus dem weltberühmten Gespann "Tim und Struppi" ist ein beklagenswertes Wesen. Wie der kanadische Kinderarzt Claude Cyr bei einer systematischen Auswertung der Abenteuer des Jung-Reporters feststellte, leidet Tim an einem chronischen Mangel an Wachstumshormonen." (AFP/ Yahoo!, 08.12.2004)
KINO DVD-Kritik The Punisher: "Marvel hat Glück. Nach endlosen äußerst miserablen Hollywood-Verfilmungen kann sich Marvel-Chef Avi Avrad endlich beruhigt zurücklehnen - "Spider Man", "Die X-Men", "Hulk" und "Blade" brachten dem Comic-Imperium aus New York Ehre, Ruhm und vor allem viel Geld ein. Beim Punisher stand man vor dem Problem, die grimmige Linie der Comics adäquat auch für die Kinoleinwand umzusetzen. Und das ist absolut gelungen, wie die Extended Version von "The Punisher" auf DVD zeigt - sie hat nicht einmal eine ab-18-Freigabe der USK erhalten." (Stern.de, 08.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Es wird der Tag kommen, an dem Pixar ein Missgeschick passieren wird. Aber noch ist es nicht so weit.
Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft kommt ein weiteres Animationsabenteuer aus der Traumfabrik in die Kinos. Und zum ersten Mal ist die Besetzung rein "menschlich"." (Tirol Online, 08.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Das Goldene Zeitalter der Comichelden begann mit daily strips in den Zeitungen in den Dreißigerjahren. So kamen Superman und sein dunkler Wiedergänger in die Welt. Die seltsamen Helden mit den übermenschlichen Kräften waren so erfolgreich, dass sie bald ein eigenes Format erhielten. Als Comichefte zogen sie in den Tornistern der Soldaten in den Zweiten Weltkrieg. Darin kämpften sie gegen Japaner und Deutsche und schlugen sich in der Heimat mit Saboteuren herum. Am laufenden Meter entstanden nach dem Krieg neue Helden und Reihen. Hatte ein Superheld keinen Erfolg mehr, so bekam er im silver age der späten Fünfziger- und Sechzigerjahre ein Lifting, ein neues Kostüm oder einen neuen Zeichner." (Der Tagesspiegel Online, 08.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Wie alle bisherigen Pixar-Filme, ist "The Incredibles" spektakulär und über jede Kritik erhaben animiert, voller blickbegeisternder Bauwerke und Panoramen, beseelt und beschienen von bezauberndem Licht; gespickt mit kleinen interessanten Einfällen und drolligen Sidekicks. Und dennoch will man nicht wirklich froh werden damit - was wesentlich an der Geschichte liegt: Der Plot und die darin verarbeiteten Witze sind so gedämpft, so wenig sarkastisch und so familienfreundlich kompromiss- und konsensorientiert wie bei Pixar noch nie, selbst in dem schon vergleichsweise gedämpft daherkommenden "Finding Nemo"-Film aus dem vergangenen Jahr nicht." (Berliner Zeitung, 08.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Achtet auf Edna. Die kleine Dame mit der großen Brille mag in dem bombastischen Trickfilmspektakel ein wenig untergehen. Aber sie darf immerhin das Mannschaftstrikot für "Die Unglaublichen" entwerfen, ist also für den Look dieses Films, der morgen in die Kinos kommt, verantwortlich. Sie darf - wie Q in den Bond-Filmen - eine der Superhelden durch ihr Tricklabor führen. Und sie bestimmt, was geht (ein elastischer Anzug, der niemals ausleiert!) und was nicht geht (Trage nie ein Cape, wenn du ein Superheld bist!)." (Die Welt, 08.12.2004)
KINO Full Moon Fever: " Renny Harlin wird eine Adaption der kommenden Graphic Novel Full Moon Fever entwickeln und inszenieren. Die Geschichte von Joe Casey (X-Men, Superman) spielt in der nahen Zukunft und dreht sich um eine Gruppe von Arbeitern, die die erste Basisstation auf dem Mond reparieren sollen. Sie finden die Station verlassen vor und werden von einem Rudel Werwölfe angegriffen." (MovieGod.de, 07.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: "„Funny Cuts“ ist die Ausstellung überschrieben, mit der die Staatsgalerie Stuttgart seit dem Wochenende auf die Auseinandersetzung mit Bildwelten aus Cartoons und Comics in der zeitgenössischen Kunst aufmerksam macht. Mit über 100 Arbeiten von etwa 40 Künstlerinnen und Künstlern verdeutlicht sie die vielfältigen Einflüsse, die die „trivialen“ und kommerziellen Bild-Text-Geschichten seit den 1950er Jahren auf die Kunst haben. Einen Schwerpunkt bilden die jüngsten Beispiele der künstlerischen Beschäftigung mit Comics sowie dem japanischem Pendant, dem Manga." (Kunstmarkt.com, 07.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: "„Das ist ein Kunstwerk! Und ein Kunstwerk ist zu gar nichts nütze! Es ist einfach Kunst!“, ereifert sich Kapitän Haddock, der whiskygurgelnde Seebär aus den „Tim und Struppi“-Comics. Den letzten, Fragment gebliebenen Band „Tim und die Alpha-Kunst“ hatte der belgische Zeichner Hergé ganz der Auseinandersetzung mit der Kunst der Moderne gewidmet. Von anderer Seite hatte man die Fäden längst geknüpft. Spätestens mit Aufkommen der Pop-Art setzte sich die bildende Kunst mit der Subkultur der bunten Heftchen auseinander." (Kölner Stadt-Anzeiger, 07.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Wer den Unterschied zwischen der europäischen und der amerikanischen Moderne verstehen will, braucht nur die Adaptionen des Nietzscheanischen Übermenschen zu vergleichen. Während in der alten Welt realitätsstiftende Ideologien der Unterwerfung daraus wurden, schlüpfte der amerikanische Übermensch ins Kostüm eines fiktiven Superhelden: der Comicfigur Superman. Aus seiner Rippe entsprang ein Geschlecht, das als Apotheose des freundlichen Schutzmanns von nebenan gar nicht anders kann als Gutes tun. Danach dauerte es bald fünfzig Jahre, bis der Gedanke, dass all die „Captain Americas“ nicht nur des Menschen Helfer sind, sondern auch seine schlimmste Kränkung, ins Bewusstsein der Comicwelt einging: „Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll“, sprach Nietzsches Zarathustra, „was habt ihr getan, um ihn zu überwinden?“" (Film-Dienst, Datum unbekannt)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Regisseur Brad Bird hat sich alles, was auf der Leinwand geschieht, sehr gut überlegt. Man sieht diese Unglaublichen einerseits als die mit witziger Ironie voll gepackte Groteske, als die der Film, der Superhelden- und Geheimagenten-Streifen auf die Schaufel nimmt, gedacht ist, andererseits aber beinahe als echte, spannende Action-Story. Köstliche Kombination." (Neues Volksblatt Online, Datum unbekannt)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Auch Superhelden machen den Abwasch. Vor allem, wenn ihnen durch ein ungutes Gerichtsurteil das Retten der Welt und ähnliche Hauptaufgabengebiete verboten sind. So kommt für "Mr. Incredible" zwischen langweiligem Versicherungsjob, streitendem und zu allem Überfluss mit besonderen Fähigkeiten ausgestattetem Nachwuchs und dem auch für einen Held kaum zu gewinnenden Kampf gegen die zunehmende Taille ein neuer Geheimauftrag gerade recht." (APA/ Tirol Online, 06.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Superhelden sind einfach nicht tot zu kriegen. Wer glaubt, dass zu dem Thema schon alles gesagt und gezeigt wurde, wird von dem neuen Pixar-Animationsabenteuer "Die Unglaublichen" eines Besseren belehrt. Eine ganze Familie von Superhelden leidet darin wie "Spider-Man" und die "X-Men" unter der Verheimlichung ihrer übernatürlichen Kräfte und schafft es trotz größter Anpassungsversuche nicht, ein normales Leben zu führen." (RP Online, 06.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: "Die bunte Welt der Sprechblasen, die Comics, hat nicht nur Einzug in die Kinos und Fernsehkanäle gehalten, sondern auch die Kunst infiziert. Wie die Ausstellung "Funny Cuts" in der Staatsgalerie Stuttgart zeigt, haben sich Künstler gerne von der Ästhetik der Comics inspirieren lassen. Bei Pop-Art-Künstlern wie Roy Lichtenstein wird es überdeutlich, aber auch heute setzen Künstler Comic-Fragmente ein." (DeutschlandRadio Berlin, 04.12.2004)

6.12.04

KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Superhelden sind einfach nicht tot zu kriegen. Wer glaubt, dass zu dem Thema schon alles gesagt und gezeigt wurde, den belehrt das Animationsabenteuer «Die Unglaublichen», das am 9. Dezember anläuft, eines Besseren. Eine ganze Familie von Superhelden leidet darin wie die «X-Men» und «Spider-Man» unter der Verheimlichung ihrer übernatürlichen Kräfte und schafft es trotz größter Anpassungsbemühungen nicht, im falschen das wahre Leben zu führen." (AP/ Yahoo!, 06.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: "Dass Kunst und Comic miteinander vereinbar sind, haben bereits Andy Warhol oder Roy Lichtenstein bewiesen. Doch wann haben Künstler das Comic für sich entdeckt und wie haben sie die Geschichten in Bildabfolge in Kunstobjekte verwandelt? Die Stuttgarter Staatsgalerie zeigt nun in der Ausstellung „Funny Cuts“ die Entwicklung der lustigen, meistens actionreichen, manchmal sozialkritischen Comic-Strips aus dem Blickwinkel internationaler Künstler seit den 50er Jahren." (Stuttgarter Wochenblatt.de, 06.12.2004)
VOR ORT Ausstellung in Schleiz: "Witzig sind sie schon auf den ersten Blick - die "Cartoons & komischen Zeichnungen", die Eberhard Dietzsch für seine Ausstellung in der Alten Münze auswählte. Auf den zweiten gehen sie unter die Haut, stimmen zumindest nachdenklich beim Erkennen des aktuellen Zeitgeistes oder erhellen schlaglichtartig gesellschaftliche Zusammenhänge." (OTZ.de, 05.12.2004)
VOR ORT Ausstellung in Kaditzsch: "Dem Grau der Saison will die Studiogalerie Kaditzsch trotzen, denn jedes Jahr ist die letzte Ausstellung Künstlern vorbehalten, die mit Comics, Cartoons oder als Illustratoren von Schul- und Kinderbüchern arbeiten. In diesem Jahr stellt Christine Brand aus." (LVZ Online, 05.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Selten konnte man sich mit und über Superhelden besser amüsieren: "Die Unglaublichen - The Incredibles", der neueste Streich des US-Studios Pixar, vereint einmal mehr ein grandioses Drehbuch mit atemberaubender Tricktechnik." (Der Standard.at, 05.12.2004)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: "Sexy, bunt und provokativ war sie: die Pop-Art der 1960er Jahre. Fröhlich bediente sie sich in der banalen Comicwelt und sorgte dafür, dass auch in der "Hochkunst" Kunst, Kommerz und Kitsch Einzug hielten." (DW-World.de, 05.12.2004)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: "Einen nahezu unendlichen Schatz an Figuren, Stereotypen und Charakteren haben die Comics und Cartoons der vergangenen 70 Jahre geschaffen. Zahlreiche Künstler zitieren und benutzen die Figuren für ihre Zwecke, verleihen ihnen eine neue Identität oder spielen mit der alten. Über 100 Arbeiten von 40 Künstlern, die dem Sog der bunten Bilderflut gefolgt, aber nicht erlegen sind, zeigt die Stuttgarter Staatsgalerie in der neuen Ausstellung "Funny Cuts"." (Esslinger Zeitung, 04.12.2004)
INTERVIEW Markus Maria Profitlich im Gespräch: "Sein Publikum kennt ihn als furzende Britney Spears im hautengen Gummikleid, als Prostata-Patient aus Leidenschaft oder als gestresstes Silvester-Opfer (SAT.1, 31.12., 19.45 Uhr): Seit Jahren sorgt Markus Maria Profitlich, einstiges Mitglied der "Wochenshow"-Crew, in seiner Sketch-Sendung "Mensch Markus" für gute TV-Laune, vor kurzem wurde er dafür sogar mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet. Doch nun ist der füllige 44-Jährige in einer gänzlich anderen Rolle zu sehen: als Superheld." (tsch/ Videothek, Datum unbekannt)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: "Aus scheinbar toten Augen schaut das Mädchen uns an, erzählt es seine Geschichte schneller Entstehung und noch eiligeren Vergessens. Aus dem kommerziellen Betrieb herausgekauft, lebt Ann Lee nun in der Kunst weiter - "nicht als Geist, sondern als Hülle", wie es der Titel der Arbeit von Pierre Huyghe und Philipp Pareno skizziert." (Stuttgarter Nachrichten Online, 04.12.2004)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: ""Schluck!" ist da wohl der Fachbegriff. 1972, in der Spätphase der Pop-Art, malte der gebürtige Isländer Errö sein monumentales "Comicscape". Mit Zack und Kawumm, mit Micky Maus und Onkel Dagobert, mit Schweinchen Dick und Charlie Brown. Wie in einem Pantheon stellt der vornamenlose Künstler hier alle klassischen Helden des Sprechblasengenres nebeneinander. Die Stuttgarter Staatsgalerie hat sich das bunte Gipfeltreffen der Comic-Charaktere nun zum Aufmacherbild einer spannenden Themenausstellung erkoren." (Stuttgarter Zeitung, 04.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "Spider-Man müsste man sein. Ihn haben die Leute auf Händen getragen. Sie schützten gar seine wahre Identität, als er einen Zug vor der sicheren Entgleisung bewahrte und vor Erschöpfung zusammenbrach. Als Mr. Incredible ähnlich Unglaubliches verbringt, sagt keiner Danke. Im Gegenteil: Er wird von einer Meute Schleudertraumatisierter vor den Kadi gezerrt und auf ein astronomisch hohes Schmerzensgeld verklagt. Eine traurige Erkenntnis nach wenigen Minuten: Die Welt in Pixars neuem Animationsfilm "The Incredibles - Die Unglaublichen" ist ungerecht zu ihren Superhelden." (Hispeed.ch, Datum unbekannt)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "«Die Unglaublichen - The Incredibles» ist wie ein Comicbuch mit rasant wechselnden Bildern aufgebaut. Plötzlich findet sich der Zuschauer bei James Bond wieder, dann in den Geschichten der X-Men oder bei Indiana Jones. Trotzdem behält der Film aber eine eigene Linie bei. Für frischen Wind sorgt Regisseur Brad Bird, der schon die Drehbücher für «Die Simpsons» und «Der Gigant aus dem All» (1999) schrieb, bei seinem neuen Streifen mit einem Griff in die Trickkiste des Animationsfilms. Durch die Überzeichnung der Charaktere bekommen die Figuren menschliche Qualitäten und der Zuschauer findet sich in ihnen wieder." (ddp/ Yahoo!, 04.12.2004)
KINO Batman Begins: "Drehbuch-Autor David Goyer meinte Anfang November, dass Regisseur Christopher Nolan in drei Wochen die erste Schnittfassung von "Batman Begins" fertig habe. Man kann also davon ausgehen, dass Version 1 mittlerweile den Verantwortlichen vorgelegt wurde." (TrekZone Network, 04.12.2004)
REZENSION Wilma Superstar: "Ein Superstar ist man nur für kurze Zeit, und irgendwann sehnt man sich dann doch nur noch nach seinem Zuhause. Das muß auch das Schwein Wilma schmerzhaft erfahren, dessen Aufstieg und Fall als Varietéstar Cartoon-Zeichner Papan in seiner unverwechselbaren Handschrift witzig und doch mitfühlend vorführt: Wilma Superstar will so schnell sein wie die Rennpferde und strandet am Ende auf zweifelhaften Bühnen. Eine Geschichte für Kinder ab vier, auch für Erwachsene ein Vergnügen." (Berliner Morgenpost, 04.12.2004)
REZENSION An der Uni gibts Gratis-Rettich: "Tex Rubinowitz kann gar nicht anders als lustig sein, obwohl er seiner eigenen Einschätzung nach "eigentlich nichts kann". Seine Kritzeleien sind wie ein frisch geputzter Glastisch, auf dessen Oberfläche noch kurz zuvor eine Minestrone darum gebettelt hat, verdaut zu werden: Surreale Witzzeichnungen. Nur wenigen Künstlern gelingt es, den Verstand auszuschalten und aus den Tiefen des Unterbewussten zu schöpfen. Einer hat es perfektioniert: Tex Rubinowitz." (Kurier.at, 03.12.2004)
KINO Iron Man: "Das dachte sich wohl Regisseur Nick Cassavetes und sorgte für eine große Überraschung im Rennen um eine heiß begehrte Rolle in Hollywood. Er dreht gerade noch den Film "Alpha Dog". Darin wirkt neben Bruce Willis und Sharon Stone auch Popstar und Teilzeit-Entblößer Justin Timberlake mit. Und genau ihm hat Cassavetes nun die Hauptrolle in seinem nächsten Film, "Iron Man", gegeben." (Kino.de, 03.12.2004)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: "Über wenige Fragen der Kulturgeschichten gibt es mehr Uneinigkeit als über Geburtsstunde, Geburtsland und Geburtshelfer des Comics. Deshalb verlegt sich die Forschung auf Teilgeburten: die erste Comicserie, der erste Comicheld, das erste Comicheft. Bei letzterem hat derzeit England die Nase vorn, denn dort erschien 1884 "Ally Sloper's Half Holiday", ein achtseitiges Magazin, das aus allen möglichen Zeitungen Cartoons zusammenstahl und daraus ein reines Karikaturenheft zusammenstellte, in dem schon viele Merkmale der Comics zu finden waren." (FAZ.net, 03.12.2004)
KINO Sub-Mariner: "Chris Columbus, Regisseur der ersten beiden Harry Potter-Filme, wird Universal Pictures´ Adaption von Marvels Sub-Mariner nicht nur inszenieren, sondern auch produzieren." (MovieGod.de, 03.12.2004)

3.12.04

ABSAGE Madsen kommt nicht: "Schlechte Nachrichten für "Kill Bill"-Fans: Der Auftritt von Michael Madsen beim Comic und Movie Event im Hamburg am kommenden Samstag, 4. Dezember, fällt leider aus. Der Darsteller des Bud Sidewinder ist seit erscheinen des Tarantino Films sehr gefragt und musste zu Dreharbeiten in den USA bleiben." (DVD-Inside, Datum unbekannt)
GRATIS-ANTHOLOGIE Die Bahn kommt: "Die Deutsche Bahn AG tritt als Mitherausgeber eines Comic-Heftes auf. 'Rückenwind' heißt das kostenlose Blatt, das in Zusammenarbeit mit dem Berliner Comic-Magazin Moga Mobo aus dem gleichnamigen Verlag entstanden ist." (w&v, 03.12.2004)
KINO Filmkritik Die Unglaublichen: "„Unglaublich“ ist genau das Wort, das einem zum Film „Die Unglaublichen“ ständig einfällt. Die Geschichte von einer Familie von Superhelden glänzt mit perfekten Bildern, rasanten Szenenwechseln und kristallklarer Optik - die Macher von „Findet Nemo“ aus dem Studio Pixar haben sich erneut selbst übertroffen." (stol.it, 03.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Stuttgart: ""Bfrrr", "Blblbl", "Kawoom", "Umpff"" - mit wenigen Worten wissen sich die Charakter auf den Bildern zu verständigen. Denn das Wesentliche, die Aussage, steckt in den Grimassen, die die Comic-Helden von "Superman" über "Fritz the Cat" bis hin zu "Homer Simpson" und "Werner" ziehen. Die Sprechblasen- Kunst der vergangenen Jahrzehnte hat nun nicht nur erfolgreich Einzug in die Welt von Kinos und Konsum gefunden." (dpa/ Frankfurter Rundschau Online, 02.12.2004)
POLITIK Comics gegen Blödheit: "Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit Lehrerfortbildungen und Comicstrips im japanischen Manga-Stil stärker über die Gefahren rechtsextremistischer Gruppen aufklären. Das Innenministerium reagiere damit auf die jüngsten Erfolge rechtsextremer Parteien bei den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen und ihre verstärkten Bemühungen, das Interesse Jugendlicher zu gewinnen, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens (SPD) am Mittwochabend in Berlin." (Berliner Zeitung, 02.12.2004)
PORTRÄT Peter Böhling: "Stehen zwei Männer herum und lesen Zeitung. Es entspinnt sich folgender Dialog: "Hier steht: Rund neun Prozent der Männer reden aneinander vorbei!" - "Ach?" - "Neun!" - "Doch nicht?" Solche Wortwechsel sind typisch für Herrn Scheffe. Herr Scheffe ist der bebrillte kahlköpfige Held in Peter Böhlings Comics aus dem alltäglichen Arbeitsleben." (Marktplatz Oberbayern, 02.12.2004)
HABEMUS PAPAM Polnischer Papst-Comic: "In Polen ist eine Comic-Biographie von Papst Johannes Paul II. erschienen. Zunächst habe es Bedenken gegeben, das Leben des katholischen Kirchenoberhauptes in dieser Form in Polen zu präsentieren, sagte Verlagschef Leszek Sosnowksi am Mittwoch. Die Befürchtung, der Papst-Comic könnte zu trivial sein, sei dann aber doch fallengelassen worden." (apa/ Kurier.at, 01.12.2004)
POLITIK Wiener Lokalpolitiker produziert Comic: "Völlig unter der Gürtellinie ist auch jener Cartoon der als "H.C. Man am Karlsplatz" betitelt wird: im Hintergrund die Karlskirche, im Vordergrund sich tot lachende Schwarze, ein ganzer Sack voll Heroinspritzen und ein Polizist mit Blindenschleife der mit Augenbinde über den Platz torkelt." (Krone.at, Datum unbekannt)
US-COMICS Februar-Vorschau: "Mit einer beeindruckenden Leistung verabschieden sich Alan Moore und J.H. Williams III von ihrer Kreation Promethea (DC/America's Best Comics). Im 32. und letzten Heft ziehen die beiden alle Register und bieten dem Leser sogar verschiedene Leserichtungen. Das ganze gibt es aber auch noch als Poster, das sich wieder zur Geschichte zusammenfalten lässt. Auf Wiedersehen, Promethea!" (Comicgate, Datum unbekannt)

1.12.04

TRICKFILM Konkurrenz für Disney und Pixar: "Die chinesischen Trickfilmstudios sind die künftigen Konkurrenten von Pixar und Disney. Die "Global Digital Creations"-Holding (GDC) wird Anfang nächsten Jahres ihren ersten Computer-animierten 3D-Film "Thru the Moebius Strip", ein Science-Fiction-Abenteuer, auf den Markt bringen, berichtet die New York Times http://www.nytimes.com. Das kreative Team in der Entwicklung liest sich wie das Who-is-Who der Branche. Frankreichs berühmtester Comic-Zeichner, Jean Giraud, zeichnet für die Idee der Geschichte verantwortlich und war auch bei Produktionen wie "Alien", "The Abyss" und "The Fifth Element" dabei." (Pressetext.at, 01.12.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Wolfsburg: "Flächig und knallig bunt, so schlicht wie faszinierend. Das kennzeichnet die Pop-art. Der abstrakten Kunst müde geworden, die bewährten Traditionen ablehnend, wagten Rauschenberg, Warhol, Lichtenstein, und Oldenburg in den USA, Hamilton, Blake und Hockney in Großbritannien Reklame, Comics, Stadtkultur und Starkult der 1960er Jahre zu Themen der bildenden Kunst zu machen. Je banaler die Gegenstände, desto greller die Farben. Übergröße, Lösung aus dem Zusammenhang, Wiederholung und Verfremdung waren weitere Mittel." (Newsclick.de, 01.12.2004)
REZENSION Der dicke Deix: "Dick wie eine Knacker in rotem Hawaii-Hemd und hautengen Hot Pants - so sieht sich Manfred Deix, wenn man dem Cover des Sammelbands "Der dicke Deix" Glauben schenken darf. Das einzig dicke an dem Buch dürfte der Umfang und das Weihnachtsgeschäft sein, denn der Künstler erfreut sich seit fast 30 Jahren großer Beliebtheit. Seine Figuren sind inzwischen kultig." (Kurier.at, 30.11.2004)
KINO Iron Man: "Marvel-Comics will scheinbar sämtliche seiner Kostümhelden in die Kinos schicken. Nachdem Tom Cruise und seine Produktionspartnerin Paula Wagner die Option an dem Stoff gehabt, jedoch nicht genutzt haben, darf nun Nick Cassavates ran." (TrekZone Network, 30.11.2004)
INTERVIEW Manfred Deix im Gespräch: "Der Mann mit dem feinen Strich einer Breitaxt: Manfred Deix hat ein neues Buch mit den besten Cartoons aus sechs Jahren herausgegeben." (Kleine Zeitung, 30.11.2004)
PORTRÄT Edith Leiner: "Wenn sie nicht damit beschäftigt ist, Tierporträts, Naturlandschaften oder surrealistische Szenen auf die Leinwand zu bringen, zeichnet Edith Leiner Cartoons. Protagonisten der absurden Darstellungen, die auf ihrer Internetseite zu sehen sind, sind Schwäne, Pferde oder Igel. Als Vorlage für die Bilderwitze dienen der Malerin skurrile Begebenheiten." (Frankfurter Neue Presse Online, 30.11.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Dornbusch: "Die Galerie im Ökohaus der Wöhlerschule bietet jungen Talenten eine Plattform, um ihre Arbeiten zu zeigen. Die 17-jährige Colin Schwanengel stellt zum ersten Mal ihre gezeichneten Geschichten vor: Mangas. «Die Mangas erleben derzeit leider eine Modewelle», sagt die Schülerin. «Wie bei allen Trends wird da auch viel Triviales verbreitet», beklagt die junge Künstlerin, die zur Ausstellung von den Kunstlehrern Gunter Sichelschmidt und Helge Wirth ermutigt wurde." (Frankfurter Neue Presse Online, 30.11.2004)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Pforzheim: "Die meisten Ausstellungen sind langweilig und schon gar nichts für Kinder. Das muss nicht sein dachten sich die Kulturverantwortlichen in Pforzheim und spendieren den Interessierten jede Weihnachtszeit eine familientaugliche Schau. Dieses Jahr werden die Düsentriebschen Erfindungen gezeigt. So will man uns wenigstens weiß machen. Hinterhältigster Art werden dem Besucher hier aber Erfindungen des gesammelten Dinsneyschen Tüftlergeistes präsentiert. Neben die Werke eines Daniel Düsentriebs gesellen sich Arbeiten von Goofy und den Neffen Trick, Trick und Track." (Parnass, Datum unbekannt)
SKI Comics zur Pistenerziehung: "Österreichische Skigebiete für mehr Sicherheit auf der Piste sorgen. Die Initiative «Safer Snow» wirbt mit einem Comic unter dem gleichen Titel für rücksichtsvolle Fahrweise." (Stimme.de, 29.11.2004)