comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

31.1.05

REZENSION JLA: Guilty: "So machen Superhelden Spaß! Wohl wegen der nicht mehr ganz so hohen Verkaufszahlen gibt es seit einiger Zeit neue Formate für unsere Lieblingssuperhelden. Die League kommt jetzt in einem Trade-ähnlichen Format mit jeweils dem Inhalt von vier Heften zwischen dem Karton-Umschlag." (Parnass, Datum unbekannt)
SPOCHT Brösel trifft HSV-Kapitän: "Der Kapitän ist bekennender Fan. Daniel van Buyten greift vor Bundesligaspielen auf eine ganz spezielle Art der Motivationshilfe zurück. Er zieht sich DVDs rein - nicht irgendwelche. Der Belgier bringt sich mit den Abenteuern von Werner in Stimmung." (Hamburger Morgenpost, 31.01.2005)
REZENSION Green Arrow: Das Leben nach dem Tod: " Green Arrow – oder Grüner Pfeil für die älteren Comicfreunde – war schon immer ein seltsamer Charakter. Keine Superkräfte, schwächer als Batman und Freund von der auch grünen Leuchte. Während es der grüne Ringträger zur supertragischen Gestalt mit gottgleichen Kräften geschafft hat, wurstelt Arrow vermeidlich immer noch in den Tiefen des amerikanischen Comicmarktes. Aber im Schatten reifen oft die schmackhaftesten Pilze und gedeihen interessante Comics." (Parnass, Datum unbekannt)
REZENSION Die Comics der Hellboy-DVD: "Comics und Film – es scheint, diese beiden Medien rückten immer näher zusammen. Comics zum Film gibt es schon verdammt lange, die Sprechblasenversion zu „Close Encounter Of The Third Kind“ wird sicher nicht die erste gewesen sein, die kam bereits zum Film 1977 heraus." (Parnass, Datum unbekannt)
SCHLUSS MIT LUSTICH Spongegate weitet sich aus: "Die US-amerikanische Bildungssekretärin, Margaret Spelling, fordert einen Teil staatlicher Fördergelder vom öffentlichen Fernsehsender PBS http://www.pbs.org zurück. Die Kinderserie "Buster, the bunny", die den Bildungsauftrag hat Toleranz zu fördern, wird mit Staatsgeldern unterstützt. In einer Folge besucht das tolerante Kaninchen jedoch ein lesbisches Paar mit Kindern, was Spelling ganz und gar nicht unterstützungswürdig findet, berichtet der Media Guardian." (Pressetext.at, 29.01.2005)
JUBILÄUM 75 Jahre Mickey-Mouse-Comics: "Wäre George W. Bush als Micky Maus geboren worden, er hätte sich die ganzen Dollar-Millionen für seine Wiederwahl sparen können. Denn den Wertekanon, mit dem der amerikanische Präsident die Welt missionieren will, verkörpert die Über-Maus schon längst - und guckt dabei auch noch weit knitterfreier aus der Wäsche als der schmallippige Kriegsherr im Weißen Haus. Doch dazu später." (Allgemeine Zeitung, 29.01.2005)
REZENSION The Ring - Teil 2 und The Ring Series: The Spiral: "Ende gut, alles gut? Nicht in den Geschichten aus der Feder von Hiroshi Takahashi und Koji Suzuki." (Berliner Morgenpost, 29.01.2005)
VERANSTALTUNG Angulême 2005: "Normalerweise geht es in dem mittelalterlichen Städtchen Angoulême in Westfrankreich eher beschaulich zu. Die gemütliche Innenstadt mit alten Sandsteinhäusern hat eine große Markthalle, in der Familien und Feinschmecker gleichermaßen fündig werden. Doch immer am letzten Januar-Wochenende wird für die 50000 Einwohner die Behaglichkeit unterbrochen: Die Sprechblasen-Liebhaber fallen ein." (Tagesspiegel Online, 29.01.2005)
SCHWUL Schwammschlacht: "Für Millionen Kinder ist SpongeBob einfach ein herziger Cartoon-Schwamm. Für amerikanische Sittenwächter ist er ein Vorbote sittlicher Verrohung, der Halbwüchsigen Homosexualität schmackhaft machen soll. SpongeBob-Schöpfer Stephen Hillenburg ist genervt: "Wir wollen nur lustig sein."" (Spiegel Online, 28.01.2005)

28.1.05

TV Ringo-Cartoon: "Ringo Starr wird ein Comic-Superheld: Der Exbeatle und Spiderman-Erfinder Stan Lee wollen zusammen eine Zeichentrickfigur entwickeln, die - wenn auch widerstrebend - die Welt rettet." (AP/ Yahoo! Nachrichten, 27.01.2005)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Lüneburg: "Von den Schweinen kommt er so schnell nicht weg. Wenn Wolf-Rüdiger Marunde eine Ausstellung gestaltet, dann müssen immer ein paar Gemälde aus Schweinhausen dabei sein -- obwohl diese Cartoon-Phase längst vorbei ist, nur zwei Jahre in der Arbeit Marundes ausgemacht hat." (Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Datum unbekannt)

26.1.05

NACHWUCHS Talentwettbewerb: "STABILO kürt Manga-Nachwuchs Manga, der Comic-Stil aus Japan ist ein Mega-Trend. Deshalb ruft STABILO als Trend- und Lifestyle-Marke unter den Schreibgeräte-Herstellern zum größten europäischen Manga-Talentwettbewerb auf. Die besten jungen Künstlerinnen und Künstler haben die Chance auf einen Vertrag beim renommierten europäischen Verlag Egmont-Ehapa." (Mysan.de, 26.01.2005)
VOR ORT "Funny Cuts" in Stuttgart: "Spätestens in den Sechzigerjahren wurde der Comic Strip erwachsen. Neben die konfektionierte Massenware traten immer mehr Werke, deren Schöpfer sich auf ihre Kunst zurecht etwas einbildeten. Traditionelle Muster wurden aufgebrochen, mit neuen Inhalten, Formen und Stilen experimentiert. Avantgardistisch sich gebende Zeitschriften schossen wie Pilze aus dem Boden, Museen begannen, ihre Wände auch dieser Zeichenkunst zur Verfügung zu stellen. Und Jean-Claude Forests freizügige „Barbarella“-Saga war vor allem eines – nichts für Kinder." (Tagesspiegel Online, 26.01.2005)
VERANSTALTUNG Fumetto 2005: "Vom lustigen Comicstrip zur ernsten Comicreportage, von modernen Interpretationen des Totentanzes zur multimedialen Installation. Die 14. Ausgabe des Luzerner Comix-Festivals Fumetto vom 16. bis 24. April 2005 zeigt wiederum ein breites Spektrum." (Espace.ch, 25.01.2005)
SCHWAMMIG Tut der Spongebob Kinder schwul machen? "Die Frage, ob die amerikanische Comic-Figur Schwammkopf Kinder homosexuell macht, mag in Europa Verblüffung auslösen - in den USA werden die Bedenken christlicher Gruppierungen dagegen durchaus ernst genommen." (DW-World.de, 24.01.2005)

24.1.05

PORTRÄT Gosho Aoyama: ""Detektiv Conan" wurde von dem bekannten Mangaka Gosho Aoyama erfunden. Aoyama wurde 1963 in Japan, und zwar in der Nähe von Kyoto geboren." (Berliner Morgenpost, 24.01.2005)
COMIC-SHOP Neuer Manga-Laden in Rostock: "Nein, Martin Dorau ist keiner dieser gescheiterten Comic-Zeichner, die ein Geschäft eröffnen, weil sie es als Künstler nicht geschafft haben. Der 20-Jährige kann gar nicht zeichnen, dafür um so besser verkaufen. Seit sieben Wochen ist der Jungunternehmer Geschäftsführer eines Comic-Ladens im Doberaner Hof." (NNN Online, 24.01.2005)
GEISTREICH Angriff Angriff Angriff: "Angriff japanischer Comics auf die Kunst“. In der Schau sind verschiedene Objekte zu sehen, die die Auswirkungen der japanischen Mangas auf den Alltag aufzeigen. Künstlerinnen und Künstler nehmen sich der typischen Manga-Indizien an: bunt, fröhlich und vordergründig." (German News, 23.01.2005)
URTEIL Stan Lee gewinnt Rechtsstreit mit Marvel: "Ein Richter hat dem 82-jährigen Lee einen Anteil von zehn Prozent an den Einnahmen aus Kino, DVD und Merchandise-Artikeln zu den beiden "Spider-Man"-Kinofilmen zugesprochen." (TrekZone Network, 21.01.2005)
KINO Filmkritik Blade: Trinity: "Tjaaa, Draculas Widersacher Van Helsing war für seine Zeit schon ziemlich lässig in seinem abgewetzten Mantel und mit seinen angewetzten Holzpflöcken. Aber in unserer heutigen Zeit braucht es schon etwas mehr Coolness, um gegen lästige Blutsauger bestehen zu können. Vampirjäger und Vampir in Personalunion Blade (Wesley Snipes) braucht sich da keine Sorgen zu machen." (Hamburger Abendblatt, 24.01.2005)
VOR ORT Hessenworkshop: ""So sinn se wohl, die Hesse: E bissje grob, abber eigendlisch ganz liebe Bube un Mädsche!" Der wo des gesacht habbe duut is de Jürgen Leber, de Übersetzer vom Asterix ins Hessische." (Wiesbadener Tagblatt, 22.01.2005)

21.1.05

PORTRÄT Art Spiegelman: "Der Cartoonist Art Spiegelman hat den Holocaust nicht selbst erlebt. Dennoch rangiert sein Name unter den ersten der Holocaust-Literatur. Anders als Elie Wiesel («Die Nacht») und Primo Levi («Ist das ein Mensch?») reflektiert er das Grauen von Auschwitz aus zweiter Hand: als Sohn von Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz, als Jude der nächsten Generation, der die Vernichtung des eigenen Volks und die Brutalität der menschlichen Natur zu begreifen versucht - und es nicht schafft." (dpa/ News.de, Datum unbekannt)
VERANSTALTUNG Asterix-Ausstellung in Reutlingen: "Die Bibliothek zeigt alle 28 Asterix-Bände, die der Ehapa-Verlag in Mundart herausgebracht hat. In der schwäbischen Fassung sagt Asterix zu seinem Freund Obelix: "No nix narrets." Aber die Comic-Helden babbeln auch hessisch, wienerisch, snacken platt und redn bayrisch. Originalskizzen von Uderzo, Plakate und Dokumente zu den einzelnen Mundart-Übersetzern vervollständigen die Schau." (Südwest Aktiv, 21.01.2005)
KINO Filmkritik Blade: Trinity: ""Blade Trinity" ist vor allem die Geschichte eines langen Abschieds. Wesley Snipes hat es zum Abschluß der "Blade"-Trilogie als Vampirjäger ausgerechnet mit Ur-Blutsauger Dracula zu tun. Der heißt nun schlicht Drake (Dominic Purcell) und sieht aus wie ein Popstar." (Berliner Morgenpost, 20.01.2005)
ZENSUR Haderer zu Haft verurteilt: "Der oberösterreichische Karikaturist und Zeichner Gerhard Haderer ist am Mittwoch in Griechenland in Abwesenheit für sein Buch "Das Leben des Jesus" wegen Verletzung des öffentlichen Anstandes zu sechs Monaten Haft verurteilt worden." (ORF.at, 19.01.2005)
ZENSUR Cartoonist zu Haft verurteilt wegen Jesus-Satire: "Das musste ja so kommen: Der österreichische Karikaturist Gerhard Haderer ist in Athen zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Seine umstrittene Comic-Satire "Das Leben des Jesus" verletze die religiösen Gefühle der Griechen." (Spiegel Online, 20.01.2005)
JUBILÄUM Walt Disneys Lustiges Taschenbuch wird... 333? "Seit mehr als 30 Jahren bringt Monat für Monat das "Lustige Taschenbuch" Disneycomics in deutsche Kinderzimmer - und vermutlich auch in manche Aktentasche, denn viele Leser von früher sind diesem Erfolgsprodukt auch als Erwachsene treu geblieben. Die 333. Ausgabe bietet nun etwas ganz Besonderes: In ihm hat sich Elite von Europas Disney-Autoren zu einer gemeinsamen Geschichte vereint." (Stuttgarter Nachrichten, 20.01.2005)
VERANSTALTUNG "Dirt Girl vs. Zuckerfisch" in Stuttgart: "So muss ein Comic-Event aussehen! Action, Zeichner zum Anfassen, und Musik mit Hintergedanken – gibt es nicht? Von wegen. Das Stuttgarter Literaturhaus machte es bilderbuchmäßig vor. Ganz nüchtern ging es am 10 Januar um die Eröffnung der Ausstellung Dirtgirl vs. Zuckerfisch. Gezeichnet werden die beiden recht unterschiedlichen Strips von der zuckersüßen und rothaarigen Naomi Fearn." (Parnass, Datum unbekannt)
KINO Fantastic-Four-Trailer online: "Früher waren Superhelden im Kino meist eher lächerlich. Dank dem kleinen Spinnenmann und den Heden rund um Woverine gehören diese Zeiten aber der Vergangenheit an." (gamigo, 19.01.2005)

19.1.05

SCHWACHSINN Art Spiegelman, das deutsche Presse-Grosso und die Ficki-Mäuse: "Im ersten Heft des von der Münchner Literatur-Verlegerin Gina Kehayoff herausgegebenen Steinstraße 11, das im Oktober die Druckerei verließ, fand sich unter anderem ein bislang unveröffentlichter Text der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, eine eigens aus dem Französischen übersetzte literarische Ode an die Lauchsuppe, geschrieben von Marguerite Duras, und eigene Fotografien des Literaten Maxim Biller. Ein schön gestaltetes Heft mit großen Autoren und Tiefgang. Doch ihren Weg in die Zeitschriftenregale der Händler fanden Nobelpreisträgerin und Lauchsuppe nie: Die Kulturzeitschrift lag unter dem Ladentisch bei den Hardcore-Pornos." (Frankfurter Rundschau, 17.01.2005)
KINO Blade: Trinity: "Blade: Trinity" spielte in den USA, wo der Film bereits Anfang Dezember 2004 in die Kinos kam, bislang "nur" 50 Millionen Dollar ein und liefert damit das schwächste Ergebnis der Trilogie ab. Wirklich verwunderlich ist das nicht, denn ein würdiger Abschluss der verfilmten Marvel-Comic-Reihe ist den Machern nicht gelungen. Manches wirkt überdreht, an anderen Stellen fehlt trotz der beziehungsreichen Vampir-Story der rechte Biss." (RP Online, 17.01.2005)
REZENSION Courtney Crumrin und die Wesen der Nacht, Die Fabelhaften, Petrus Grumbart, etc.: ""Entzückend" ist das erste Wort, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an diesen Comic denke. So ganz passend ist es natürlich nicht, wie man an dem etwas sperrigen Titel und dem Cover unschwer erkennen kann. "Courtney Crumrin..." ist eine gelunge Melange aus Horrorgeschichte und Kindheitserinnerungen, aus Sozialkritik und wilder Fantasie." (Comicgate, Datum unbekannt)

17.1.05

KINO Elektra: "Keinen Crossover-Effekt konnte die Fox-Produktion "Elektra" für sich verbuchen: Die Verfilmung des gleichnamigen Marvel-Comics, in der "Alias"-Star Jennifer Garner als mörderische Kampfsport-Amazone zu sehen ist, gilt als erster Flop des neuen Jahres: Nur 12,5 Millionen Dollar setzte der rund 30 Millionen Dollar teure Actionfilm an seinem ersten Wochenende um." (Spiegel Online, 17.01.2005)
HINTERGRUND Schiller-Comic: "Das war die härteste Nuss, die der Comic-Künstler Horus zu knacken hatte: Wie sah Friedrich Schiller wirklich aus? «Der Dichter wurde ideologisiert», sieht der Comic-Zeichner einen Grund für die unterschiedlichen Darstellungen des deutschen Dichters. Ausgerechnet in der Totenmaske fand der Zeichner seinen wahren Schiller. Diese Gesichtszüge sind Vorlage für seinen «Comic-Helden» Schiller." (mz-web.de, 17.01.2005)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Grenchen: "Marcel Bavaud, Ernst Robert Mattiello und Carlo Schneider zeigen «Heiteres, Hintersinniges - zum Hintersinnen». 75 Cartoons von drei Künstlern sind zurzeit in der Kunstvitrine in Grenchen zu sehen." (Bieler Tagblatt, 17.01.2005)
VERANSTALTUNG Nachwuschs-Comic-Kurs in Nürtingen: "Zehn- bis 14-Jährige können sich in der Musik- und Jugendkunstschule in Sachen Comiczeichnen üben. Wer Spaß am Erfinden und Zeichnen von Figuren hat, kann an fünf Freitagnachmittagen die Grundlagen des Comiczeichnens lernen." (Nürtinger Zeitung, 17.01.2005)
KINO Blade: Trinity: "Dracula und Saddam Hussein - die beiden könnten glatt Nachbarn gewesen sein, ohne es zu ahnen. Denn irgendwo in einem Erdloch inmitten der irakisch-syrischen Wüste liegt er, dieser erste, reine und so gar nicht sonnenempfindliche Vampir aus finsterer Urzeit. Er soll für die dekadenten Blutsauger von heute die Wende im Kampf gegen ihren schlimmsten Feind bringen: Blade (Wesley Snipes). Der Daywalker, halb Mensch, halb Vampir, hat in der Tat schon so manchen Plan der Spitzzähne zunichte gemacht. Mal ließ er die Herrschaftsträume ihres Gottes platzen, dann kämpfte er gegen ihre Dämonen. Reichlich Geld verdiente Blade dabei immer: Teil eins und zwei spielten alleine in den USA zusammen über 150 Millionen Dollar ein. Nun folgt nach zweieinhalb Jahren Schonzeit der dritte und wohl auch letzte Teil der Zelluloid gewordenen Marvel-Comic-Reihe." (highspeed.ch, Datum unbekannt)
PORTRÄT Cartoon-Film: "Es war eine ungewöhnliche Zuschauerrunde, die im Kino der chinesischen Zensurbehörde in Peking saß, um einen Kinderfilm anzusehen. Chinesische Funktionäre, Geschäftsleute und Berliner Unternehmer verfolgten die Geschichte eines kleinen Mädchens in einer fremden Großstadt, das sich mit einem Stern mit abgebrochener Zacke anfreundet. Der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf hatte den Zeichentrickfilm "Lauras Stern" als kulturellen Gruß seiner Wirtschaftsdelegation mitgebracht." (Berliner Morgenpost, 15.05.2005)
REZENSION 50 Klassiker - Comics: "Es geht zu wie auf dem Fußballplatz: Zigtausende Comics stürmen Jahr für Jahr auf uns geneigte Leser ein und wollen die allerallerbesten sein - und das seit mehr als einem Jahrhundert. Rudelbildung nennt man das beim gepflegten Rasensport, man verliert da schnell den Überblick, und es nötigt den Unparteiischen zum Eingreifen." (Berliner Morgenpost, 15.01.2005)
TV Comix: Art Spiegelman: "Es scheint, als müsse Art Spiegelman auf die Momente warten, in denen sich die Menschheit wieder selbst an Grausamkeit übertrifft. Zehn Jahre hatte er keinen langen Comic mehr gezeichnet - er saß rauchend in seinem New Yorker Atelier und entwarf Magazintitel. Erst als am 11. September 2001 ein Teil seiner Stadt unterging, begann er, ein weiteres Mal die bittere Wirklichkeit in kleine Kästchen und Sprechblasen zu zwängen." (taz, 15.01.2005)
COMIC-PRODUKTION Raster digital erzeugen: "Eine traditionelle Technik, Grautöne bei Comics zu erzeugen, besteht in der Benutzung von transparenten Klebefolien mit aufgedrucktem Raster. Die gewünschten Konturen müssen mit einem Messer zurechtgeschnitten werden, was bei komplexeren Strukturen ganz schön viel Arbeit machen kann. Dank des PCs und guter Bildverarbeitungssoftware ist es heute auch für Anfänger nicht mehr schwierig, eine Zeichnung mit sauberen Grautönen zu erzeugen. Die Aufrasterung übernimmt normalerweise der Drucker." (Comicgate, Datum unbekannt)

14.1.05

VERANSTALTUNG "Cartoon Movie" in Potsdam: "Mehr als 45 Filmprojekte werden vom 10. bis 12. März beim Forum für den europäischen Animationsfilm, «Cartoon Movie», in Potsdam-Babelsberg vorgestellt. Die Animationsfilmindustrie in Europa verdanke nicht zuletzt «Cartoon Movie» die Förderung von länderübergreifenden Co-Produktionen und gemeinsamem Vertrieb, teilten die Veranstalter am Freitag mit. «So hat sich Europa trotz der großen Konkurrenz aus Hollywood wie Disney, Dreamworks und Pixar seinen Platz auf dem Weltmarkt der Animationsfilmindustrie erobert.»" (SZOn, 14.01.2005)
JUBILÄUM Micky-Maus-Strips: "Amerika stand vor den schwärzesten Jahren seiner Geschichte - der großen Depression. Die Jahre von 1930 bis 1933 wurden für weite Teile der amerikanischen Gesellschaft zur wirtschaftlichen Katastrophe und die Menschen waren glücklich über alles, was die Stimmung heben konnte. Sie suchten außerdem nach einem Helden, der stellvertretend für sie gegen korrupte Politiker, Bankiers und Industrielle kämpfte, die man für die Schuldigen an dem Debakel hielt und der jeder Lebenslage gewachsen war. Und zu diesem Helden erkoren sie Micky Maus." (Brandora, 13.01.2005)
JUBILÄUM Micky-Maus-Strips werden 75: "Heute vor 75 Jahren – im Umfeld der großen Depression in den USA – begann die Zeitungskarriere der Micky Maus. Das King Features Syndikat von William Randolph Hearst hatte sich dafür die Rechte von den Disney Studios für die Produktion und Distribution von Micky Maus-Strips in amerikanischen Tageszeitungen gesichert." (w&v, 13.01.2005)
SCHILLERJAHR Schiller-Comic: "Damit zukünftig auch Schüler mit Schillerstrophen um sich werfen können, ist ein Schwerpunkt des Programms, junge Leser an den alten Dichter heranzuführen. So lockt das Deutsche Literaturarchiv in Schillers Geburtsort Marbach (Baden-Württemberg) mit einem Comic. Der Künstler Horus W. Odenthal zeichnet mit flottem Strich die wichtigsten Stationen im Leben des Genies." (LVZ Online, 12.01.2005)
REZENSION JLA/ Die Rächer: "Wie schon zu Band eins geschrieben: Old School Baby! Georg Pérz und Kurt Buisek haben mit dem Justice League of America / Die Rächer Cross Over ein Filetstückchen althergebrachter Superheldenkost im Stil unserer Väter abgeliefert." (Parnass, Datum unbekannt)
VOR ORT "Funny Cuts" in Stuttgart: "Die Wechselwirkungen von Comics und Kunst sind vielfältig und voller Poesie. Die schönste Geschichte erzählt allerdings ein Roman, nämlich wie der Surrealismus aus dem Geist der Comics gerettet wurde. Michael Chabon hat sie für "Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay", nun ja, ausgegraben. 1940 geht Joe Kavalier, aus Prag geflohener Jude und Zeichner des Helden "The Escapist", zu einer New Yorker Party. In einem Tanzsaal werkelt Salvador Dalí an seiner Atemmaschine. Der Surrealist trägt Tiefseetaucheranzug samt Helm und ist an die Maschine angeschlossen. Plötzlich bekommt Dalí keine Luft mehr, er windet sich auf dem Boden, Gala Dalí schreit um Hilfe. Joe Kavalier, der sich mit Masken und Entfesselung auskennt, schafft es, die Helmschrauben zu lösen. Dalí sagt: Junger Mann, sie haben ein Leben von großem Wert gerettet. Und der Comiczeichner beginnt bald, das Layout von Comicseiten zu revolutionieren. Im irgendwie surrealistischen Sinne." (Die Welt, 13.01.2005)
KARNEVAL Superheldenboom: "Eine schwarze Spinne ziert den rot-blauen Anzug von Spider-Man. Dieses auffällige, dick gepolsterte Outfit des Fassadenkletterers - bekannt als Comic- und Filmfigur - geht in dieser Karnevalssaison zahlreichen Kindern ins Netz. Die neue Lust auf Superhelden." (Westdeutsche Allgemeine, 12.01.2005)

12.1.05

NACHRUF Will Eisner: "Hätte sich Will Eisner auch in Deutschland durchgesetzt mit seiner von ihm repetitiv vorgetragenen Forderung, den Comic endlich als echte Kunst anzuerkennen, würde uns heute einiges erspart bleiben. Denn egal ob es sich um Craig Thompsons »Blankets« oder um Mariane Satrapis »Persepolis« handelt, die beide aktuelle Beispiele für Comics sind, denen sich das Feuilleton ausnahmsweise einmal annahm, und das dann gleich flächendeckend: immer noch muss man in den Rezensionen, zumindest hierzulande, hauptsächlich lesen, es hier – Potzblitz! – tatsächlich mit Kunst zu tun zu haben, mit etwas, das mit einem guten zeitgenössischen Roman locker mithalten könne. Zwischen den Zeilen liest man dann immer mit: Welch ein Wunder! Ein Comic, aber trotzdem Kunst! Wäre es also nach Will Eisner gegangen, würde dem Comic vom Kulturbetrieb längst mit einem ganz anderen Verständnis, mit viel mehr Selbstverständnis, begegnet werden." (Jungle World, 12.01.2005)
KINO Battle Angel Alita: "Der Filmemacher, der mit seinen Mega-Projekten "Terminator 2" und "Titanic" dem Kino neue Wege aufzeigte, plant für "Battle Angel" den ganz großen Wurf. Er will der experimentellen 3D-Kamera-Technik seiner IMAX-Filme "Geister der Titanic" und "Aliens of the Deep" auch im normalen Kino zum Durchbruch verhelfen." (Kino.de, 11.01.2005)
GEBURTSTAG 75 Jahre Mickey-Mouse-Strips: "Amerika stand vor den schwärzesten Jahren seiner Geschichte - der großen Depression. Die Jahre von 1930 bis 1933 wurden für weite Teile der amerikanischen Gesellschaft zur wirtschaftlichen Katastrophe und die Menschen waren glücklich über alles, was die Stimmung heben konnte. Sie suchten außerdem nach einem Helden, der stellvertretend für sie gegen korrupte Politiker,
Bankiers und Industrielle kämpfte, die man für die Schuldigen an dem Debakel hielt und der jeder Lebenslage gewachsen war. Und zu diesem Helden erkoren sie Micky Maus." (Presseportal, 11.01.2005)
VOR ORT "Funny Cuts" in Stuttgart: "In der Stuttgarter Staatsgalerie ist zurzeit eine Ausstellung zu sehen, die sich unter dem kecken Titel „Funny Cuts“ der Beziehung zwischen Kunst und Comic widmet. Die groß angelegte Schau versteht sich explizit als eine Momentaufnahme – nicht zuletzt, weil die Auseinandersetzung der zeitgenössischen Kunst mit dem Comic rasant voranschreitet. Doch was hier auf den ersten Blick auffällt: Leider vollzieht sie sich nach wie vor unter fast vollständigem Ausschluss „echter“ Comic-Künstler." (Regioartline, 12.01.2005)
RECHTSSTREIT Cartoonist siegt gegen Sportwarenkonzern: "Der Hersteller von Sportbekleidung Nike ist wegen der angeblichen Kopie einer Cartoonfiguren verurteilt worden. Mit der Übernahme der Figur habe das Unternehmen gegen die Urheberrechte eines 28 Jahre alten chinesischen Cartoonisten verstossen. Ein Beijinger Gericht verurteilte den amerikanischen Konzern wegen einer im Jahr 2003 in Beijing ausgestrahlten Fernsehwerbung zur Zahlung von 300.000 Yuan (36.000 USD) an Zhu Zhiqiang." (Wirtschaftsblatt.at, 11.01.2005)
KINO DVD-Kritik The Punisher: "Jonathan Hensleigh mag ja mit Filmen wie "Stirb langsam - Jetzt erst recht" oder "The Rock" bewiesen haben, dass er gute Action-Drehbücher schreiben kann, aber bei seinem ersten Job als Regisseur ist davon leider nichts zu merken." (Comicgate, Datum unbekannt)

10.1.05

REZENSION Vincent und Van Gogh: "Sie sind Kunstliebhaber und lehnen auch Comics als Form der graphischen Darstellung und Erzählung nicht grundsätzlich als Schund ab? Besonders schätzen Sie die Klassische Moderne? Und eine Katze haben Sie auch? Dann müssen Sie "Vincent und Van Gogh" haben!" (Berliner Morgenpost, 08.01.2005)
KINO Blade: Trinity: "Wesley Snipes übernimmt in „Blade: Trinity“, dem explosiven dritten Teil der erfolgreichen Filmserie, erneut die Rolle des legendären Vampirjägers Blade." (Optinews.de, 07.01.2005)
NACHWUCHS Marvin Scheibehenne: "Ein heller Blitz am Himmel. Kometenhaft schießt etwas in Richtung Erdoberfläche. Eine Invasion? Nein, auf dem blauen Planeten landet ein Ei. Daraus schlüpft ein knuddeliger, kleiner, blauer, Dinosaurier ähnlicher Außerirdischer. Er heißt Micco, ist Star in den von Marvin Scheibehenne (14) aus Vernawahlshausen gezeichneten Comics." (HNA.de, 29.12.2004)
OPER Verdis Attila im Manga-Stil: "Am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR) wird Verdis Oper «Attila» von Regisseur Andreas Basler in Anlehnung an die Ästhetik japanischer Comics inszeniert. Das MiR ruft deshalb zu einem bundesweiten Manga-Wettbewerb auf." (Codex Flores, 29.12.2004)
AUSZEICHNUNG Martin Perscheid: "Hartmut Karl und Martin Perscheid - das sind zwei kreative Wesselinger, die seit vergangener Woche etwas gemeinsam haben: Sie sind die neuen Preisträger der Kulturplakette der Stadt." (Blickpunkt, Datum unbekannt)
VOR ORT "Funny Cuts" in Bild und Ton: "Meist bunt, manchmal schrill und selten langweilig ist die Welt der Comics und Cartoons. Mit wenigen Worten aber viel Mimik sowie Gestik vermitteln die Typen das Wesentliche. Auf welche Art die mitunter trivialen Sprechblasenfiguren nicht nur Kino, TV Kanäle und Konsum, sondern seit Jahrzehnten die zeitgenössische Kunst beeinflussen, das zeigt bis Mitte April die Staatsgalerie Stuttgart." (ORF.at, 28.12.2004)

7.1.05

REZENSION Mordmysterien: "Kann das Comic-Jahr besser anfangen als mit einem neuen Gaiman? Ungewöhnliche Antwort für einen eigentlich beinharten Fan: Ja, leider durchaus!" (Berliner Morgenpost, 02.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Will Eisner war einer der wichtigsten Zeichner und Autoren der Comics-Geschichte. Berühmt gemacht hatte ihn die Serie «The Spirit», später prägte er die sogenannte Graphic Novel. Der Amerikaner ist am Montag im Alter von 87 Jahren gestorben." (NZZ Online, 07.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Der Mythos New York prägte die Bilderzählungen von Will Eisner ebenso sehr, wie er die Filme Woody Allens oder die Songs von Lou Reed beeinflusste. Eisner kam am 6. März 1917 in Brooklyn zur Welt, wuchs in der Bronx auf und veröffentlichte seine ersten Comicarbeiten noch während der Schulzeit. Als Neunzehnjähriger gründete er gemeinsam mit dem Redakteur Jerry Iger und 35 Dollar Startkapital eines der ersten Comicstudios. Schon bald beschäftigte das Studio zwanzig Zeichner, darunter den späteren Batman-Erfinder Bob Kane und Jack Kirby (Captain Amercia, Hulk, X-Men)." (Tagesspiegel Online, 07.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: ""Will Eisner war der erste comic-book-Rebell", behauptet der Buchautor Stanley Wiater. Ein Ruf, den der 1917 in New York geborene Eisner zu pflegen verstand. Dabei gehörte er nie dem Underground an, sondern war einer der geschicktesten Unternehmer der Branche. Nach ersten Versuchen als Autor gründete er ein Studio und verkaufte Zeitungen ein Comic-Supplement." (taz, 07.01.2005)
TV Anime-Themenabend bei Arte: "Flushhh! Der Charakter eines Landes offenbart sich in seinen Prioritäten: Gerüchteweise verbraucht Japan für seine Manga-Hefte mehr Zellstoff als zur Herstellung von Toilettenpapier. Der Rest der Welt nimmt die internationale Comic-Szene erst langsam als ernsthaften Kulturbetrieb wahr - ganz so, als zweifle man noch am wahren Unterschied zwischen Hakle, Hentai und Hergé. Grund genug für Arte, das neue Jahr mit Aufklärungsarbeit über die gezeichneten Geschichten und ihre Macher zu beginnen: Neben der bereits angelaufenen siebenteiligen Reihe "Comix" widmet der Sender heute dem asiatischen Trickfilm einen Themenabend." (taz, 07.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Sein berühmtester Held war einer, der den eigenen Tod überlebt hatte. Mit einer giftigen Chemikalie war Privatdetektiv Denny Colt von einem bösen Wissenschaftler verätzt worden; man hielt ihn für tot und begrub ihn. Doch bald schon kletterte Colt wieder aus seiner Gruft - und kämpfte als maskierter Rächer "The Spirit" fortan unerkannt, unbesiegbar und unerschrocken gegen die Unterwelt." (Berliner Zeitung, 07.01.2005)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Potsdam: "Das Kulturministerium gönnt sich eine Silvester-Ausstellung, die gleich noch in den Karneval hinein reicht. Heiterkeit mit Hintersinn in allen Fluren der zweiten Etage. Bernd A. Chmura hat seine "Habseligkeiten" ins Haus gebracht und aufgehängt. Ministerin Johanna Wanka ist freundlich entzückt von der "üppigen Wimmelei". Denn Chmura ist der Mann fürs Kleinteilige, das es in sich hat. Mitunter ist der tolerante Blick gefragt." (Maerkische Allgemeine.de, 28.12.2004)
KINO Filmkritik Spider-Man: "Nach vielen Jahren und zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen eine Fantasyfigur auch mit übermenschlichen Kräften cineastisch überzeugend darzustellen, ist es endlich gelungen. Egal ob es sich um die Superman-Teile der 70er und 80er Jahre handelte oder Batman gegen die Bösewichte antrat, mit SPIDER-MAN ist es nun gelungen." (Muenchnernotizen, Datum unbekannt)
INTERVIEW Marjane Satrapi im Gespräch: "Satrapi ist die derzeit gefragteste Vertreterin zeitgenössischer Bildgeschichten. Petra Nachbaur sprach mit ihr über Erfahrungen in Österreich, Vorurteile und Bildgeschichten als antielitäre Kunstform." (Der Standard.at, 28.12.2005)
REZENSION Aria 11: Die Unzähmbaren: "Wie von Aria gewohnt erzählt ein einzelner Band mehr Geschichte als 10 Manga oder fünf Superhelden Hefte (ja - auch bei Superhelden und Manga gibt es eine Vielzahl tolle Ausnahmen, lest nur die begeisterten Rezis hier auf unseren Seiten – aber es sind leider Ausnahmen)." (Parnass, Datum unbekannt)
SZENE Comics aus Afrika: "In afrikanischen Comics geht es häufig um die Missachtung von Menschenrechten. Es gibt auch Detektivgeschichten und Science-Fiction. Vieles davon ist Kunstwerk und Kommunikationsmittel zugleich." (DW-World.de, 25.12.2004)
AUSZEICHNUNG Martin Perscheid: "Seine Comic-Figur „Schröder“ ist weder besonders schön, noch übermäßig intelligent. Und doch hat sie den Karikaturisten Martin Perscheid im In- und Ausland bekannt gemacht. Am Dienstagabend wurde er - ebenso wie der Musker Hartmut Karl - mit der Kulturplakette der Stadt Wesseling ausgezeichnet." (Kölnische Rundschau, 24.12.2004)
VATIKAN Papst-Comic: ""Krach, Bumm, Peng" und mittendrin der Papst als Comic-Held? Im Vatikan hat man damit kein Problem. Seit Art Spiegelmann für seinen Comic "Maus" sogar den Pulitzerpreis bekam, sind die bunten Sprechblasenstorys aufgewertet." (Der Standard.at, 29.12.2004)
KINO-RÜCKBLICK Spider-Man 2: "Ein Held, der abgehoben ist und zugleich bodenständig? Der als Luftikus daherkommt und dabei beschwert wird von der Last des Alltags? Und der die Welt erobern könnte, am Date mit einer Angebeteten aber bereits kläglich scheitert? Will man so jemanden sehen? Wenn er Peter Parker heißt und als Spider Man die Metropole von Bösewichtern befreit, dann schon. Und wenn dieser Spinnenmann in der Regie von Sam Raimi unterwegs ist, einmal mehr." (Spiegel Online, 23.12.2004)
AUSZEICHNUNG Martin Perscheid: "Der eine hat das Jugendorchester der „Musikfreunde Urfeld“ aufgebaut und damit viel für die kulturelle Erziehung und Bildung in Wesseling getan. Der andere hat mit seinen teils bitterbösen Cartoons seine Heimatstadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt gemacht: Der Musiker Hartmut Karl und der Karikaturist Martin Perscheid erhielten die Kulturplakette der Stadt Wesseling, die seit 1988 jährlich vergeben wird." (Kölner Stadt-Anzeiger, 23.12.2004)
TRICKFILM Afrikanischer Zeichentrick: "Wir wollen afrikanischen Zeichentrick entwickeln, der afrikanische Probleme behandelt", sagt der 30-jährige Ugander Godfrey Mayanja über seinen Workshop. In zwei Räumen in Nairobis Innenstadt feilen fünfzehn Leute an ihren Debüts. Mayanja zeichnet den Jungen Kizito, der in einem afrikanischen Dorf lebt. Nichts wünscht der Junge sich mehr, als in die Schule gehen zu dürfen, aber seine Stiefmutter zwingt ihn, stattdessen auf dem Feld zu arbeiten. "Dort trifft er dann seinen Retter, einen Retter auf acht Beinen", lacht Mayanja. Er skizziert, wie Kizito ungläubig eine hilfsbereite Spinne anschaut. Auf dem Leuchttisch stapeln sich gut 25 Bilder." (Berliner Zeitung, 23.12.2004)

6.1.05

NACHRUF Will Eisner: "Im Alter von 87 Jahren ist in Florida einer der wichtigsten amerikanischen Comickünstler des 20. Jahrhunderts gestorben: Will Eisner hat - ohne dass er dafür je den Ruhm und den Verdienst hätte einstreichen dürfen, der ihm gebührte - das Massenmedium der Zeitungscomics revolutioniert. Übrigens nicht nur einmal - auch in seinem späten Jahren zeigte er sich als Reformer und genialer Erzähler. Der gebürtige New Yorker starb in Fort Lauderdale nach einer mehrfachen Bypass-Operation." (Stuttgarter Nachrichten Online, 06.01.2005)
KINO V for Vendetta: "Natalie Portman wird die Hauptrolle in V for Vendetta übernehmen, der bei Warner und Silver Pictures entsteht. Das Drehbuch zur Adaption von Alan Moores Graphic Novel stammt von den Matrix-Autoren." (MovieGod.de, 06.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Was Elvis, der am 8. Januar 70 werden würde, für die Musikwelt bedeutete, ist Will Eisner für das Comic-Universum: eine Legende, ein Gott." (Blick Online, 06.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Der Autor J. Michael Straczynski brachte es auf den Punkt, als er den Eisner-Award, die höchste Auszeichnung der Comic-Industrie, in den Händen hielt: „Wissen Sie, man bekommt den Emmy, aber man bekommt ihn nicht von Emmy. Du gewinnst den Oscar, aber du kriegst ihn nicht von Oscar. Wie cool ist dann das hier?“ Worüber sich Straczynski so wortreich freute? Der Namensgeber des Eisner-Awards, Comic-Zeichner und -Autor Will Eisner, ließ es sich jahraus, jahrein nicht nehmen, „seinen“ Preis den Gewinnern persönlich zu überreichen." (Kölner Stadt-Anzeiger, 06.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Comiczeichner arbeiten seit der großen Zeit des Zeitungsstrips im Verborgenen. Sie verschwinden hinter ihrem Werk, das in serieller Produktion entsteht, Tag für Tag, Woche für Woche. Nur wenigen Künstlern gelingt die Emanzipation. Will Eisner hat das Comic-Genre mehrfach revolutioniert und fast 60 Jahre lang mit Comics verbracht, es gibt nur ein paar andere - Carl Barks, Hergé, Jack Kirby, die solchen Einfluß auf das Medium hatten." (Berliner Morgenpost, 06.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Regen! An diesem Tag muß man etwas über Regen sagen. Niemand auf der Welt konnte Regen so zeichnen wie der amerikanische Comiczeichner Will Eisner. Das Wasser fällt schräg in dünnen Strichen, ein dichter Vorhang aus schwarz und blau, und immer hängt irgendwo im Bild ein Schild, eine Laterne, woran der Regen herabtropft, schlammgleich, aber doch strahlend und hell. Comic noir. Fatalismus pur." (Die Welt, 06.01.2005)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Delitzsch: "Was für die Kinder im Westen Mickey Mouse und Fix und Foxi waren, das waren im Osten - zumindest bis 1975 - Dig, Dag, Digedag und der tollpatschige Ritter Runkel mit seinem Pferd, die dann 1976 von den Abrafaxen abgelöst wurden. Die Digedags und Abrafaxe sind jedoch nur zwei Beispiele für die in der DDR entstandenen Comic-Serien. Unvergessen sein dürften auch Kuno Wimmerzahn, Fix und Fax, Atze, Korbine Früchtchen und Kundi - das Gesundheitsmännchen." (MZ-Web.de, 05.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Der amerikanische Grafiker und Comic-Pionier Will Eisner ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Mit der Comic-Serie "The Spirit" verschaffte er dem Genre Geltung und gab später den ersten Comic-Roman heraus." (ORF.at, Datum unbekannt)
NACHRUF Will Eisner: "Der amerikanische Comic-Zeichner Will Eisner ist am Montag in Miami an den Folgen einer schweren Operation im Alter von 87 Jahren gestorben." (sda/ apa/ NZZ Online, 06.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Wir kannten das Todesdatum seines größten Helden: Denny Colt alias „The Spirit” wurde 1970 erschossen, wie man 1951 in einer Comic-Erzählung von Will Eisner lesen konnte, die den Titel „Future Death” trägt. Aber Eisner selbst wirkte unsterblich. Bis zuletzt saß der Siebenundachtzigjährige täglich acht bis zehn Stunden am Zeichenbrett und schrieb Comic-Geschichte." (FAZ.net, 05.01.2005)
VOR ORT Ausstellung in Stuttgart: "Seit Anfang Dezember zeigt die Staatsgalerie Stuttgart die Sonderausstellung "Funny Cuts" mit dem Untertitel "Cartoons und Comics in der zeitgenössischen Kunst" und bringt damit die oft als trivial geschmähte Comickultur mit der Hochkultur der großen subventionierten Kunsthallen zusammen. Gezeigt werden Arbeiten aus den letzten 40 Jahren, die im weitesten Sinne vom Comic und dessen Stilmitteln beeinflusst wurden bzw. diese aufgreifen und damit spielen." (Comicgate, Datum unbekannt)

5.1.05

TV Comics bei Arte: " Mit dem 21. Jahrhundert beginnt auch ein neues Goldenes Zeitalter des Comics. Die so genannte „neunte Kunst“ muss nicht mehr um Anerkennung kämpfen. Stilistisch vielseitig von Malerei, Gravierkunst, Fotografie und Video inspiriert, hat sich der Comic heute zu einer eigenständigen Sprache entwickelt und mittlerweile alle Genres und Ausdrucksregister erobert: Politik, Gesellschaft, Erotik, Autobiografie, Reportage und andere mehr." (Arte, 29.12.2004)
NACHRUF Will Eisner: "Will Eisner starb am Montag Abend an den Folgen einer Herzoperation, der er sich am 22. Dezember unterzogen hatte. Er war 87 Jahre alt. Eisner war es, der Comics zu mehr machte als einem Medium für kleine Kinder." (MovieGod.de, 05.01.2005)
NACHRUF Will Eisner: "Als 1940 der Detektiv Danny Colt alias "The Spirit" sein erstes Abenteuer bestand, begann eine Revolution des Comic-Genres. 1978 krempelte Will Eisner mit den autobiografisch gefärbten Erzählungen "Ein Vertrag mit Gott" die Comic-Landschaft noch einmal um. Jetzt ist der Autor und Zeichner im Alter von 87 Jahren gestorben." (Spiegel Online, 05.01.2005)
PORTRÄT Tobias Rasberger: "Schon in der Volksschule begann Tobias Rasberger mit seinen ersten Zeichnungen. Lehrer wie Klassenkameraden fielen seinem Bleistift zum Opfer. "Während des Unterrichts karikierte ich besonders gern die Lehrer", gibt der Innsbrucker zu. Diese vielen Zeichnungen kamen bei seinen Kollegen in den Pausen natürlich besonders gut an. Im Gegensatz zu seinen heutigen Werken, seien diese jedoch "primitiv" gewesen." (Tirol Online, 04.01.2005)
VERANSTALTUNG Ausstellung in Hannover: ""Maultaschen. Kulinarische Köstlichkeiten" - so ist derzeit eine Ausstellung im hannoverschen Wilhelm-Busch-Museum überschrieben. Das Deutsche Museum für Karikatur und kritische Graphik präsentiert noch bis zum 6. März Arbeiten von Ernst Kahl - Cartoons für das Gourmetmagazin "Der Feinschmecker". Seit 1992 werden dort "Karpfen und Forelle blau", "Junges Gemüse'", "Leichte Küche" oder "Kaltschale" anders serviert: Als leicht bis scharf gewürzter kulinarischer Augenschmaus mit komischem Tiefgang. Das Museum präsentiert die originalen Bilder." (NDR1, Datum unbekannt)
NACHRUF Paul Michaelis: "Der Maler, Grafiker und frühere Rektor der Dresdner Hochschule der Bildenden Künste, Paul Michaelis, ist tot. Der Künstler starb am 1. Januar, knapp zwei Wochen nach seinem 90. Geburtstag, in seiner Heimatstadt Weimar, wie seine Tochter heute in Dresden bestätigte." (ORF.at, Datum unbekannt)
STARSTRIP Comicbeilage für Bravo: "In den Geschichten des aus der Zeichenfeder von Rasmus Radke stammenden Comics dreht sich alles um die kleinen Geheimnisse der Stars und Sternchen hinter den Kulissen des fiktiven Nobelhotels „Kingsize Palace“ in Los Angeles. Die gezeichneten Storys greifen wahre und fast wahre Gerüchte rund um die Stars auf und spinnen sie in Form eines unterhaltsamen Comicstrips weiter." (Mysan.de, 03.01.2005)
PORTRÄT Marjane Satrapi: "Comics finden nur selten den Weg ins klassische Feuilleton. Das preisgekrönte "Persepolis" von Marjane Satrapis wird auch von der Hochkultur gefeiert. Warum? Vielleicht wegen ihrer Art, Geschichten zu erzählen." (DW-World.de, 04.01.2005)
PORTRÄT Uwe Moosdorf: "Die Lützschenaer Künstlergemeinschaft ist ein illustrer Kreis, zu dem auch der Ur-Lützschenaer Uwe Moosdorf gehört. Er zeichnet mit Vorliebe humorige Geschichten, in seinen Cartoons nimmt er menschliche Schwächen und auch so manche Boshaftigkeiten aufs Korn. Auf seinen Blättern finden sich so skurrile Situationen wie der Stier bei der Doping-Kontrolle und der Frosch im Rollstuhl, die Straße mit Nägeln spickend. In den vielen Jahren, in denen er sein Hobby ausübt, hat er seinen Stil gefunden." (LVZ Online, 03.01.2005)
TV Comics bei Arte: "Früher galten Comics als Vorboten des Analphabetismus, sagt Art Spiegelman, der Schöpfer der berühmten Maus-Comics. ¸¸Die Kinder lasen einst Bücher, inzwischen lesen sie Comics" - so habe man vor Jahrzehnten gewarnt. Heute ist alles anders, sagt Spiegelman, der für Maus - das Werk über die Auschwitz-Vergangenheit seiner Eltern - den Pulitzer-Preis bekam. Heute wünschten sich die Bibliotheken mehr Comics in ihren Regalen - sei das doch die einzige Möglichkeit, die Kinder wieder vom Computerbildschirm wegzubekommen." (Sueddeutsche.de, 03.01.2005)
REZENSION Justice League: Noch ein Nagel: "Pro und Contra – die beiden Seiten einer Medaille – sie sind sich oft sehr nah. So wie bei diesem Comic. Wer auf Charakterentwicklung, schlüssige Storys und innovative Bilder nicht verzichten kann, ist hier total verkehrt." (Parnass, Datum unbekannt)
LEXIKON Anime- und Manga-ABC: "Jetzt neu! Das Comicgate-Anime- und Manga-ABC! Hier findet ihr eine Erklärung allgemeiner Begriffe aus Anime und Manga, von Besonderheiten der japanischen Kultur wie auch der deutschen Fanszene und von wichtigen Namen." (Comcgate, Datum unbekannt)