comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

12.1.05

NACHRUF Will Eisner: "Hätte sich Will Eisner auch in Deutschland durchgesetzt mit seiner von ihm repetitiv vorgetragenen Forderung, den Comic endlich als echte Kunst anzuerkennen, würde uns heute einiges erspart bleiben. Denn egal ob es sich um Craig Thompsons »Blankets« oder um Mariane Satrapis »Persepolis« handelt, die beide aktuelle Beispiele für Comics sind, denen sich das Feuilleton ausnahmsweise einmal annahm, und das dann gleich flächendeckend: immer noch muss man in den Rezensionen, zumindest hierzulande, hauptsächlich lesen, es hier – Potzblitz! – tatsächlich mit Kunst zu tun zu haben, mit etwas, das mit einem guten zeitgenössischen Roman locker mithalten könne. Zwischen den Zeilen liest man dann immer mit: Welch ein Wunder! Ein Comic, aber trotzdem Kunst! Wäre es also nach Will Eisner gegangen, würde dem Comic vom Kulturbetrieb längst mit einem ganz anderen Verständnis, mit viel mehr Selbstverständnis, begegnet werden." (Jungle World, 12.01.2005)