comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

28.11.05


PORTRÄT Will Eisner: "Er wollte nicht als Referenz für kommende Generationen dienen, sondern dem Genre neue Wege öffnen, die dann andere erforschen könnten. Deshalb sah er die Neuausgabe des „Spirit” als Musealisierung einer längst abgeschlossenen Periode. Dafür wollte er keine Zeit verschwenden." (FAZ.net, 26.11.2005)

PORTRÄT Claudia Ahlering: "Claudia Ahlerings Zeichnungen und Comics wirken sehr privat, als würde sie schonungslos ihr Innerstes nach Außen kehren. Ihre Gemälde dagegen erscheinen sachlich und berichten von realen Personen und Orten." (Abendblatt.de, 26.11.2005)

PROJEKT "Junge Medien-Jury": "Ein Genre, das bewertet wird sind Mangas. In Arbeitsgruppen haben sich die Anhänger der japanischen Comic-Kultur bisher sieben Mal getroffen um über die Manga-Charakteren «Chobits», «Tsubasa» und viele andere zu diskutieren." (Frankfurter Neue Presse Online, 26.11.2005)

INTERVIEW Joss Whedon im Gespräch: "Ich liebe Bollywood. Ich würde sehr gerne eine Story nur übers Tanzen erzählen und die Musik dazu schreiben. Das ist mein Traum." (Taz, 26.11.2005)

REZENSION Wrong About Japan. Eine Tokyoreise: "Peter Carey und sein Sohn Charley besuchen einige der bekanntesten Zeichner und Regisseure, darunter sogar den legendären Hayao Miyazaki. Immer wieder erkundigen sie sich bei diesen Treffen nach den verborgenen Bedeutungsebenen in den Mangas und Animes, die ihnen als "gaijin", als Fremde also, entgangen seien. Leider werden sie fast immer enttäuscht." (Taz, 26.11.2005)

REZENSION Das kleine Comic-Lexikon: "Marcel Feige mußte sich seinerzeit zur ersten Auflage seines "Comic-Lexikons" einiges anhören. Inhaltliche Fehler wurden da kritisiert, willkürliche Zusammenstellung der Artikel und einiges mehr. Daß er das vernommen hat, beweist Feige jetzt mit der Neuauflage." (Berliner Morgenpost, 26.11.2005)

PORTRÄT Jan, Matthias und Stefan Dinter: "Neben dem gnadenlosen Entlarven der HipHop-Klischees macht vor allem die wunderbar sinnfreie Sprache den Großteil am Spaß an diesen Comics aus." (Spiegel Online, 25.11.2005)

ARTIKEL Neustart von Fix & Foxi: "Die erste Ausgabe des neuen Fuchs-Magazins hat Wiechmann denn auch nicht gefallen. Es werde dem "traditionellen Anspruch an FF-Comics" nicht gerecht. Der Macher, der noch am 50. Geburtstag von Fix & Foxi vor zwei Jahren beteiligt war, aber am neuen Magazin nicht mitgearbeitet hat, bemängelt stilistische Neuerungen in den neuen Geschichten und den geringen Comic-Anteil." (Neue OZ Online, 25.11.2005)

INTERVIEW Joss Whedon im Gespräch: "Das Wort „Verantwortung” ist ungeheuer wichtig. Eine sehr zweischneidige Angelegenheit. Irgendwann muß man eine Behauptung riskieren, eine Überzeugung artikulieren, wie ich Leute in diesem Film ungefähr neun mal sagen lasse. Und man muß dafür etwas wagen, dazu stehen. Aber man sollte auch sichergehen, daß das, was man da sagt, etwas ist, das die Menschen auf ihre Art auseinandernehmen und diskutieren können. Tatsächlich habe ich sehr deutliche linke, vielleicht auch ein paar durchaus radikale Überzeugungen - so bin ich aufgewachsen, daran glaube ich. Aber vielen recht konservativen Menschen bedeutet dieser Film eine Menge." (FAZ.net, 24.11.2005)

VOR ORT Vorstellung von Herr Mäder 2: "Die St. Galler Kultur- und Politszene gab am Dienstag in den Büroräumlichkeiten der Kulturzeitschrift «Saiten» der Cartoon-Figur «Herr Mäder» die Ehre. Für deren Schöpfer Manuel Stahlberger ein verdienter Triumph." (Tagblatt.ch, Datum unbekannt)

BUSINESS Zusammenarbeit von Marvel und Electronic Arts: "Electronic Arts (EA) http://www.ea.com hat mit dem Game "Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects" ein Paradebeispiel für die Promotion eines Comic-Games geliefert. Dennoch konnte das Spiel in den USA die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen." (Pressetext Austria, 24.11.2005)

REZENSION Adolf: Mord in Berlin: "Am Ende aber scheitert zumindest der vorliegende erste Band an seinem eigenen Anspruch, die Nazi-Ideologie zu dekonstruieren und eine universelle humanistische Botschaft dagegenzusetzen. Glanz und Elend des Comics – in „Adolf“ zeigen sie sich auf zwiespältige Weise. " (Textem, 23.11.2005)

AKTION Comic gegen Kinderarbeit: "Zur Sensibilisierung des Themas der missbräuchlichen Kinderarbeit ist jetzt ein Comic für die ganze Familie unter dem Titel „Der Zauberteppich – Mehr als nur eine unterhaltsame Geschichte“ entstanden." (Salzburger Fenster, Datum unbekannt)

21.11.05


ANALYSE Manga unterm Mikroskop: ""In Deutschland, wenn nicht gar in der ganzen nordamerikanisch-europäischen Szene, hat der Manga deshalb soviel Erfolg, weil er junge Frauen anspricht", sagt Berndt. "Vorher sind die aus der Comic-Kultur ausgegrenzt worden." Und: Vor allem Teenager lesen Mangas. Auch diese Zielgruppe wurde bisher von der europäischen Comic-Szene vernachlässigt, die sich zumeist an Kinder oder Erwachsene richtete." (Welt am Sonntag, 20.11.2005)

GESCHICHTE Comic über Kirchberg: "Kirchberg Unterhaltsam, lehrreich, informativ: Ein Comic beschreibt 750 Jahre Kirchberger Kirchengeschichte. Autor ist der Grafiker und Hobbyhistoriker Heinz Renz. Das Werk wird von der evangelischen Kirchengemeinde verkauft der Erlös kommt der Innenrenovierung der Lukaskirche zugute." (BKZ-Online, 19.11.2005)

18.11.05


VOR ORT Vorstellung Berchtesgaden in der Karikatur: "Jo Sekulas zeichnerisches Werk über drei Jahrzehnte ist auch eine Chronik der Regionalgeschichte, ein Erinnerungsalbum für die, die den Weg mitgingen und eine Fundgrube für Nachgeborene, die in diesem Band schlaglichtartig wenigstens von vergangenen Höhepunkten erfahren können." (Berchtesgadener Anzeiger, 19.11.2005)

PORTRÄT Die Simpsons: "So allgemeingültig und menschheitsbildend der in Wirklichkeit leider ständig nur immer verbohrter, segregierter, spezieller und weniger universal werdende freie Westen seinem höchsten eigenen Anspruch nach überhaupt sein kann, so universal und menschheitsbildend sind auch die Simpsons; kein Wunder, daß man staunend über sie lacht: Ach, sieh an, so lebendig sind wir also potentiell doch noch; Glück gehabt." (FAZ.net, 18.11.2005)

PORTRÄT Naomi Fearn: "Wer niedlich ist, hat in der deutschen Comicszene eigentlich gleich verloren. Niedlich, das ist was für Diddl-Maus-Fans und die Jüngsten unter den Manga-Lesern. Naomi Fearns "Zuckerfisch"-Comics aber sind niedlich und sprechen dabei weder die eine noch die andere Zielgruppe an." (Spiegel Online, 18.11.2005)

VERANSTALTUNG Joscha-Sauer-Ausstellung in Berlin: "Mit suizidbesessenen Lemmingen fing alles an. Zunächst im stillen Kämmerlein. Da war Joscha Sauer gerade 22 Jahre alt, hatte nach Abitur und Zivildienst seinen ersten «deprimierenden Job» bei einer Internetfirma hinter sich. Ihm schwebte vor, «sich im Filmgeschäft hochschlafen zu können»." (LR-Online, 18.11.2005)

POP-KULTUR Superhelden als Spiegel der Gesellschaft: "Der Muskelmann in Strumpfhosen mit dem Sternenbanner-Schild verbreitet eine simple Botschaft: Amerika ist super. Das hat er immer gesagt, dafür wurde er im Zweiten Weltkrieges schließlich geschaffen." (Sueddeutsche.de, 17.11.2005)

VOR ORT James Rizzi in Echterdingen: "Grauer Nadelstreifenanzug, hellblau gestreiftes Hemd mit passender Krawatte - korrekt gekleidet steht James Rizzi an der Seite und betrachtet durch dunkel getönte Brillengläser neugierig die Besucher. Eher einen Banker als einen Pop-Art-Künstler vermutet man hinter diesem zurückhaltenden, grauhaarigen Mann." (Stuttgarter Wochenblatt.de, 17.11.2005)

BRANDSCHUTZ Comic vermittelt Verhaltensregeln: "50 000 Plakate liegen jetzt für Hauseigentümer bei den Berliner Feuerwachen zur Abholung bereit. Mehr als 70 000 Postkarten mit dem Comic-Strip werden in Berliner Gaststätten und Ämtern ausgelegt." (Die Welt.de, 17.11.2005)

16.11.05


REZENSION Tagebuch einer Reise: "Frauen, Mansarden, Käsefondue, davon handelt Thompsons "sentimental journey", nicht so gelehrt wie bei Laurence Sterne, aber genauso empfindsam, so witzig und so erotisch. Und gezeichnet mit einer Bildkraft, die manchmal sprachlos macht: Dieser Mann ist erst dreißig. Warum ist er dann so weise?" (FAZ.net, 13.11.2005)

14.11.05


AUSZEICHNUNG Deutscher Karikaturpreis 2005 geht an Gerhard Glück: "Seine Figuren sind von Typ „Otto Normalverbraucher“, plump, mit Doppelkinn und großer Nase. Mit Pinsel und Farbe erzählt er bizarre, absurde Geschichten. Der Kasseler Karikaturist Gerhard Glück hat den Deutschen Karikaturenpreis 2005 erhalten." (HR-Online.de, 14.11.2005)

PORTRÄT Corto Maltese: "Meisterwerke brauchen bisweilen Zeit, um sich durchzusetzen. Und Hugo Pratt konnte von Glück reden, daß es im Falle von „Corto Maltese” nur wenige Jahre dauerte. Denn fast hätte ihn der ausbleibende Erfolg des ersten Abenteuers der Serie ruiniert." (FAZ.net, 11.11.2005)

STREIT Clinch um Clever & Smart: "Dabei geht es vor allem ums Geld: "Ibañez und ich haben andere finanzielle Vorstellungen. Und ich glaube nicht, dass sich das so schnell ändert."" (Die Presse.com, 12.11.2005)

11.11.05


PORTRÄT Fil: "Philip Tägert alias Fil war früher Punk, heute zeichnet er politisch unkorrekte Comics über die beiden berlinernden Chauvis "Didi & Stulle". Seine schweinischen Strips sorgen regelmäßig für heftige Kontroversen." (Spiegel Online, 11.11.2005)

REZENSION Asterix: Gallien in Gefahr: "Manchen Lesern mag die Neuerung unangenehm aufstoßen, anderen nicht. Der Charakter des Heftes jedenfalls ist anders als der der Vorgänger." (DW-World.de, 11.11.2005)

KOMIK Schwerste Verluste in der Komikbranche! "Die auf Komik spezialisierte Marvel Entertainment Inc erwirtschaftete im dritten Quartal einen Nettogewinn von 23,4 Millionen Dollar bzw 23 Cents je Aktie." (Der Aktionär, Datum unbekannt)

9.11.05


REZENSION Das Komplott: "Will Eisner setzt auf die bürgerlichen Formen von Aufklärung – investigativer Journalismus, Gerichtsurteile –, doch er zeigt auch, dass keine Vernunft die Wirkungsmacht der »Protokolle« hat brechen können. Die Kunstform Comic hätte diesen Rahmen überschreiten können, doch Will Eisners »Komplott« versucht ledliglich aufzuklären, wenn auch mit anderen Mitteln. Der Leser wie der Comic-Zeichner erscheinen als gut, wahrhaftig – aber hilflos." (Jungle World, 09.11.2005)

REZENSION Black Hole: "Was die Komplexität der Erzählung, die Tiefe der Charaktere und die durchgehend grandiosen Bilder angeht, ist „Black Hole“ – woran Burns über zehn Jahre gearbeitet hat und das jetzt sowohl in einer Gesamtausgabe auf Englisch als auch in Einzelausgaben auf Deutsch, vorliegt – eine jener „Graphic Novels“, an der keiner, der sich für das Genre interessiert, vorbeikommt." (Textem, 09.11.2005)

PORTRÄT Ziska Riemann: "Ziska heißt eigentlich Franziska, Franziska Riemann. Die brünette Frau mit dem braven Mittelscheitel wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine Comiczeichnerin, Drehbuchautorin, Liedermacherin und demnächst noch Regisseurin. "Ich bin Geschichtenerzählerin, ich wechsle nur die Ausdrucksform."" (Berliner Zeitung, 08.11.2005)

PORTRÄT Judith Park: "Für die einzelnen Folgen schreibe ich Rechnungen an den Verlag. Mein Honorar ist gut. Wäre ich ganz auf mich allein gestellt, könnte ich schon davon leben. Nur für die Uni bleibt mir wenig Zeit. Momentan bin ich in Essen im Fach Biologie eingeschrieben, aber ich gehe nie zu Vorlesungen. Ich wohne noch bei meinen Eltern, wo ich mindestens neun Stunden am Tag in meinem Zimmer über den Comics brüte." (Spiegel Online, 09.11.2005)

7.11.05


VOR ORT Intercomic in Köln: "Siegmar Wansel, der den Kölner Verlag «Comiczeit» betreibt und eine Comic-Enzyklopädie herausgibt, beobachtet seit Ende der 80er Jahre einen Wandel bei den Fans: «Früher haben vor allem Jugendliche die Hefte gekauft. Heute sind die Hauptkundschaft Männer ab fünfzig, die an ihren Kindheitserinnerungen hängen.»" (dpa/Schwabenmuenchner-Allgemeine.de, 07.11.2005)

PORTRÄT Friedrich Karl Waechter: "Die Kritiker nennen ihn "einen der deutschen Götter auf dem Cartoonisten-Olymp", und Friedrich Karl Waechter - seines Zeichens Grafiker, Zeichner und Autor - war wohl einer der genialsten Satiriker Deutschlands. Seine Zeichnungen könnte man mit den Attributen "poetisch", "hintergründig", "skuril", "rabenschwarz" oder "bitterböse" bezeichnen." (oe1.ORF.at, 06.11.2005)

4.11.05


PORTRÄT Hägar und die Wikinger: "„Was taten diese Wikinger da? Welche plötzliche Kraft trieb diese Piraten aus dem Norden dazu, die Meere und Flüsse Europas unsicher zu machen und alles durcheinanderzubringen?” Der Oxforder Historiker Hugh Trevor-Roper stellte diese Fragen im dritten Kapitel seines 1965 erschienenen, reich bebilderten Buches über den „Aufstieg des christlichen Europa”." (FAZ.net, 04.11.2005)

VOR ORT Comic-Museum in Schorndorf: "Die "Piccolo"-Comics haben hervorragend unter sein Matheheft gepasst, und aufregender als die karierten Schulhefte erschienen sie Robert Reutter damals allemal. Er hat es nie übers Herz gebracht, sich von ihnen zu trennen und präsentiert sie nun in seinem Museum." (Schwäbisches Tagblatt, 04.11.2005)

VOR ORT Zeichenkurs mit Franz Zumstein: "Der neue Comic-Band der «Himmelsstürmer» von Franz Zumstein ist da! Diesmal reisen Megi und Maxi mit ihrer Zeitmaschine ins «Reich der Giganten». Im Vorfeld der Buchvernissage führte der Balsthaler Comic-Zeichner am Mittwochabend im Naturmuseum Olten rund 45 Kids in die Kunst des Comic-Dino-Zeichnens ein." (Oltner Tagblatt Online, 04.11.2005)

TREND Gamics: "Viele Gamer sind längst nicht mehr damit zufrieden, mit Spielen nur das zu tun, wozu sie gemacht sind. Sehr lebendig ist zum Beispiel die "Gamics"-Szene: Aus Spiel-Screenshots werden dort teils kunstvolle, teils äußerst witzige Comics montiert. Im Web blüht die Kunstform." (Spiegel Online, 04.11.2005)

SZENE Das Medium Comic in Deutschland: "Deutschland ist ein Comic-Entwicklungsland. "Und das wird auch so bleiben", sagt der Hamburger Publizist Andreas Knigge ("Alles über Comics"), der sich seit über 20 Jahren beruflich mit Comics beschäftigt. "Der entscheidende Sprung des Mediums Comic fand international zwischen 1933 und 1945 statt", erklärt er." (Spiegel Online, 03.11.2005)

VERANSTALTUNG Ausstellung in Meckenheim: "Der 45 jährige Thomas Plaßmann ist seit fast 20 Jahren freiberuflicher Cartoonist und Karikaturist. Seine Karikaturen erscheinen regelmäßig in großen Tagezeitungen sowie in vielen Kirchenzeitungen Deutschlands, so eben auch in der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln." (Blickpunkt Meckenheim, Datum unbekannt)