comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

30.1.06


POLITIK Eklat um dänische Karikaturen: "Saudi-Arabien hat aus Protest gegen die „schändlichen Zeichnungen“ seinen Botschafter aus Kopenhagen abberufen, und dänischen Firmen drohen durch einen Käuferboykott enorme Verluste." (KSTA.de, 28.01.2006)

VERANSTALTUNG Reiche-Ausstellung in Frankfurt: "Meist geht es um große Politik wie den Atom-Streit mit Iran oder das milliardenschwere Investitionsprogramm der Bundesregierung, aber auch um kleine Alltagssorgen wie steigende Strompreise oder die geplatzte Gala der Fußball-WM." (Main-Spitze, 27.01.2006)

PORTRÄT Druckerei in Leck: "Mangas und Manhwas "Printed in Nordfriesland": Fast alle Übersetzungen japanischer und südkoreanischer Comics für Deutschland produziert die Großbuchdruckerei Clausen & Bosse GmbH in der Kleinstadt Leck (Kreis Nordfriesland)." (Die Welt.de, 27.01.2006)

26.1.06


VERANSTALTUNG Comic-Lesung in Bonn: "Mit ausgeklügelter Technik werden die Bilder eines Kultcomics an die Wand geworfen und mit den eigenen Stimmen die Charaktere zum Leben erweckt. Durch die Untermalung mit vielfältigen Geräusch- und Soundeffekten und mit lässig unterlegter Musik wird das Comic als ein beinahe filmisches Erlebnis präsentiert." (Bonnaparte, 26.01.2006)

23.1.06


ÜBERBLICK Manga: "Mangas sind aus der japanischen Kultur nicht mehr weg zu denken. Sie sind fester Bestandteil der Gesellschaft. Sie bestreiten sogar einen Großteil der wirtschaftlichen Umsätze. Im Gegensatz zu Deutschland gehört der Manga auch in die Hochkultur der Leser hinein. Er ist mittlerweile fest in die täglichen Abläufe integriert." (C6 Magazin, 21.01.2006)

MEDIUM Französische Comic-DVDs: "Die "BDVD" - der Name ist eine Zusammensetzung aus BD [für Bande Dessinee, das heißt Comic] und DVD - "Sanglante Chicago" erzählt eine Gangster-Geschichte im Chicago der 1930er Jahre." (dpa/ORF.at, 21.01.2006)

POLITIK Mexikanischer Wahlkampf-Comic: "Der im Stil der japanischen Mangas gehaltene Comic zeigt den Politiker mit einem grauen Kostüm und darunter anschwellenden Muskeln." (Der Standard.at, 20.01.2006)

AUSZEICHNUNG "Elch" für Traxler: "Die Auszeichnung ist mit 3333,33 Euro, einer massivsilbernen Elch-Brosche und 99 Dosen »Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen« dotiert." (Neues Deutschland, 21.01.2006)

KINO Torso: "David Fincher, der mit Filmen wie "Sieben" und "Fight Club" sein Faible für düstere Themen bewies, macht sich gerade daran, den Comic zu verfilmen." (Kino.de, 20.01.2006)

AUSZEICHNUNG "Elch" für Hans Traxler: "Dass hier die Heroen der "Neuen Frankfurter Schule", die Gründerväter von Pardon und Titanic sich auch selbst durch den Kakao ziehen, das wissen Satireliebhaber. Weniger wissen von dem 1997 aus dem Cartoon erwachsenen Göttinger Satirepreis "Elch"." (Frankfurter Rundschau Online, 20.01.2006)

UMWELTSCHUTZ Comic- und Karikaturenausstellung in Berlin: "An dem Wettbewerb des Studienkreises unter der Schirmherrschaft von Jörg Kachelmann hatten mehr als 4 000 junge Zeichner teilgenommen." (Berliner Zeitung, 20.01.2006)

19.1.06


VERANSTALTUNG Comix-Festival Fumetto in Luzern: "Auch das 15. internationale Comix-Festival Fumetto in Luzern zeichnet sich aus durch reiche Vielfalt: Über 20 Ausstellungen dokumentieren vom 1. bis 9. April das Genre-Schaffen im In- und Ausland. Darunter sind auch einige Überraschungen." (Zisch, 19.01.2006)

VERANSTALTUNG Reiche-Ausstellung in Frankfurt: "Ist das die Revolution? Lernen die Deutschen sehen? Öffnen sie der verpönten Witzzeichnung ihren humorfreien Kunst-Olymp? Kaum. Da steht schon die Marke FAZ dagegen. Zwar marschiert auch sie - auf sehr leisen Sohlen - ihrer Modernisierung entgegen, aber noch können die Leser beruhigt sein: Im FAZ-Layout herrscht weiterhin das preußische Exerzierreglement." (Frankfurter Rundschau Online, 19.01.2006)

ÜBERBLICK Literaturklassiker im Comic: "Wie jedes andere Medium, bietet auch der Comic interessante Möglichkeiten die Geschichte zu erzählen und bei einer Umsetzung die narrativen Mittel eines Romans darzustellen." (C6 Magazin, 18.01.2006)

REZENSION Achtzig prima Geschichten vom kleinen Nick und seinen Freunden: "Goscinny und Jacques Sempé gelang vor Jahrzehnten mit den ersten 80 Geschichten ein Kinderbuchklassiker. Mit dem "Dachbodenfund" verdoppelt sich die Zahl der Geschichten ohne wie oft bei "Fortsetzungen" an Qualität zu verlieren. "Nick" wird sowohl alte Fans wie neue Leser gleichermaßen begeistern." (Networld.at, Datum unbekannt)

VERANSTALTUNG Reiche-Ausstellung in Frankfurt: "Der Erfolg gab dem Projekt Recht; inzwischen, sagt der Zeichner, erreicht die Serie auch ältere Menschen, die nie zuvor einen Comic-Strip gelesen hätten. In den gut drei Jahren seines Erscheinens hat Strizz den Rang eines modernen Klassikers erreicht." (Echo Online, 18.01.2006)

PORTRÄT Die Digedags: "Die Weihe Disneylands im Sommer 1955 wertete die DDR als Akt des Kalten Krieges. Comics waren keine Unterhaltungsmedien. Comics galten als gezielter Angriff, um den Sozialismus durch Gewalt und Sex und groben Unfug zu verhindern. Comics hießen "Schund und Schmutz"." (Die Welt.de, 18.01.2006)

VERANSTALTUNG Volker-Reiche-Ausstellung in Frankfurt: "Sie geben einen Einblick in die fantastische Welt des Angestellten Strizz und seines Chefs Herrn Leo. Die Serie «Strizz» des Frankfurter Zeichners und Künstlers erscheint seit dem 21. Mai 2002 wochentäglich in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Sie gilt als eine der meist gelesenen Comic-Reihen im deutschsprachigen Raum." (dpa/SOL.de, Datum unbekannt)

VOR ORT Sprachkurs "Asterix babbelt hessisch": ""Schnuud e bissje hänge lasse, unn dann schee locker ausem Unnerkiefer." Nach dieser Anleitung zur hessischen Aussprache war es mit dem Ernst der circa 50 Gäste im Weinkeller des Wehener Schloss vorbei." (Wiesbadener Tagblatt, 17.01.2006)

16.1.06


VOR ORT Apitz-Ausstellung in Eltville: ""Ich bin baff und wie geblendet" gab Michael Apitz zu. Mit so viel Interesse an seiner Landschaftsmalerei hatte der 40-jährige Künstler nicht gerechnet. Gut 100 Besucher drängten in die Turmgalerie zur Ausstellung, die den "Gutenberg-Winter" eröffnete und begleitet." (Wiesbadener Tagblatt, 16.01.2006)

REZENSION Chris Wares Acme Novelty Library: "Alles ist verschneit, als die Geschichte beginnt. Und ebenso unterkühlt werden auch die menschlichen Beziehungen dargestellt, die sich in diesem Szenario abspielen: Rustys Vater, Lehrer am College, der von den Schülern schon lange nicht mehr ernst genommen wird, ist genauso verkommen und widerlich wie sein kleiner Sohn – hier noch acht Jahre alt – es einmal sein wird." (Textem, 16.01.2006)

PORTRÄT Uwe Neitzel: "Märchen beginnen mit "Es war einmal". Uwe Neitzel hat diese Form auf ein Minimum reduziert. "Einmal" beginnt fast jede seiner Geschichten. Und was er dann erzählt, in Comicform, ist so abstrus, dass es mit den meisten Märchen mithalten kann." (LVZ Online, 14.06.2006)

PORTRÄT Haggi: "Der 1961 auf der Schwäbischen Alb Geborene ist ein zeichnerisches Multitalent, das vom Krakelstrich bis zur klaren Linie alles beherrscht. Mehr als 1000 Comicseiten hat er seit den achtziger Jahren produziert, größtenteils Parodien, Satiren und Gag-Comics." (Spiegel Online, 13.01.2006)

PORTRÄT Lyonel Feininger: "1906 nahm ihn die "Chicago Tribune" unter Vertrag. Die Amerikaner hatten nach neuen Talenten im Heimatland der Bildergeschichten von Wilhelm Busch gesucht, und sie fanden ihren Landsmann Feininger. Mit den Comicstrip-Serien "Kin-der Kids" und "Wee Willie Winkis World" schrieb er Comic-Geschichte: Drollige, genial typisierte Figuren, turbulente Abenteuer, in abgefahrenen quietsch-bunten Farben." (Dradio.de, 13.01.2006)

12.1.06


KINO The Boondocks: "Der Macher der kontroversen US-Cartoons Serie 'The Boondocks' Aaron McGruder lässt soeben verlauten, dass er plant seine witzigen Figürchen zu verfilmen und sogar Boondocks Videogames zu produzieren." (MTV.de, 12.01.2005)

NACHRUF Manfred Bofinger: "Als Karikaturist hat sich der vor 64 Jahren geborene Zeichner nie verstanden. Seine Buchillustrationen, für die er vor allem bekannt wurde, sollten „Arbeiten von Dauer sein“, wie er selbst sagte. „Karikaturen dagegen sind ein ganz anderes Arbeitsgebiet: tagespolitischer, journalistischer.“" (Freiepresse.de, Datum unbekannt)

NACHRUF Manfred Bofinger: "Vermisst wird Manfred Bofinger schon seit einem Jahr. Keiner wusste, wo er wirklich ist. Noch hier? Schon dort? Im Dezember 2004 riss ihn ein Hirnschlag aus dem erfüllten Arbeitsleben. Nach zwölf Monaten im Wachkoma schlägt seit Sonntag nun auch sein Herz nicht mehr." (Maerkische Allgemeine.de, 10.01.2005)

9.1.06


NACHRUF Manfred Bofinger: "Kurz nach der Wende zeichnete der Ostberliner Grafiker Manfred Bofinger einen leicht melancholischen Karl Marx, der mit einer resignativen Geste die Arme zur Seite streckte und leise seufzend sagte: Entschuldigt Genossen - es war eben ein Versuch." (Dradio.de, 09.01.2006)

NACHRUF Manfred Bofinger: "Bofi lebt! Dauerhaft lebt er, Supermanfred, weiter in seinen Kinderbüchern, Generationen von DDR-Bürgern sind mit seinen Büchern aufgewachsen, mit "Alfons Zitterbacke" von Gerhard Holtz-Baumert, mit Christoph Heins "Wildpferd unterm Kachelofen" - er hat sie mit unvergeßlichen Bildern versehen, wahrhaft "illuminiert", wie man das von frühen mittelalterlichen Handschriften kennt." (Die Welt.de, 10.01.2006)

NACHRUF Manfred Bofinger: "Seine Pointen waren klar, aber nicht vordergründig, plump, laut oder gar zynisch. Egal, ob sie - über Jahrzehnte - in der DDR-Satirezeitschrift "Eulenspiegel" oder in der Kinderzeitschrift "Frösi" erschienen, ob sie zu den zahllosen freien Zeichnungen, Druckgrafiken, Plakaten gehörten oder die über 300 auch international beliebten Kinderbücher illustrierten, wie etwa das "Gänsehautbuch", "Der krumme Löffel" oder "Ein dicker Hund"." (Berliner Zeitung, 10.01.2006)

PORTRÄT Marie Sann: "Jeden Tag schwingt Marie ihren Stift übers Papier. Egal wo sie gerade ist: Ob in der Schule, in der U-Bahn oder zu Hause. Seit einem halben Jahr bleibt für private Zeichnungen und Kritzeleien allerdings nicht viel Zeit. Die Berlinerin muss sich auf ihr Buchprojekt konzentrieren und „eine Comicseite pro Tag schaffen“. Deswegen zeichnet sie seit einem halben Jahr „die meiste Zeit zu Hause“." (Unicum.de, Datum unbekannt)

NACHRUF Manfred Bofinger: "Als Karikaturist und Illustrator machte er sich einen Namen, vor allem durch seine Werke im "Eulenspiegel" wurde er bekannt. Am Sonntag verstarb der beliebte Grafiker in Berlin im Alter von 64 Jahren." (RP Online, 09.01.2006)

BUSINESS Marvel/Hasbro-Deal: "Das amerikanische Comic-Verlagshaus Marvel Entertainment Inc. meldete am Montag, dass es mit der Hasbro Inc., dem zweitgrößten Spielehersteller in den USA, einen Spielwaren-Lizenzvertrag für seine Comic- und Filmcharaktere im Wert von 205 Mio. Dollar geschlossen hat." (Finanzen.net, 09.01.2006)

NACHRUF Manfred Bofinger: "Der Karikaturist und Buch-Illustrator Manfred Bofinger ist tot. Er erlag am Sonntag in Berlin im Alter von 64 Jahren einer Gehirnblutung, teilte seine Ehefrau am Montag mit." (dpa/MOZ.de, 09.01.2006)

ZEICHENTRICK Papstfilm: "Das ereignisreiche Leben von Johannes Paul II. wird zu einem Zeichentrickfilm. Der katalanische Cartoonist Jose Luis Lopez Guardia arbeitet im Auftrag der spanischen Filmproduktionsgesellschaft Cavin Cooper an einem Trickfilm über das Leben des verstorbenen Papstes, der am 2. April anlässlich des ersten Todestags von Johannes Paul II., auf den Markt gebracht werden soll." (APA/Der Standard.at, 09.01.2006)

KINO Sky Fighters: "Die Achtziger sind ja angeblich seit einiger Zeit wieder recht hip, Comicverfilmungen noch viel hipper, und das europäische Kino wird auch immer beliebter. Was läge da näher, als einen französischen Comic (Tanguy und Laverdure) mit leicht achtziger-Jahre-angehauchter Storyline zu verfilmen?" (Kritische Ausgabe, 07.01.2006)

PORTRÄT Jamiri: "Der einzige offizielle Abhänger unter Deutschlands Comiczeichnern hat, nimmt und braucht seit Jahren grade mal eine Comicseite, um zu erzählen, wie gerade mal wieder gar nichts passiert." (Spiegel Online, 06.01.2006)

PORTRÄT Robert Crumb: "Einen persönlicheren Zeichner hat die Comic-Geschichte nicht gesehen - zumindest keinen, der es auch noch geschafft hätte, mit seinen privaten Marotten und Manien beliebt zu werden. Robert Crumb ist ein Phänomen, das sich nur dadurch erklären läßt, daß er mit seinem höchst individuellen Stil genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort hervortrat, nämlich in den späten sechziger Jahren in den Straßen von San Francisco." (FAZ.net, 06.01.2006)

VERANSTALTUNG Arne-Bellstorf-Ausstellung in Hamburg: "Er ist so beeindruckt von niedrigen Temperaturen, daß er sie schon wieder als cool empfindet und mit ihnen im Bunde in diesen Tagen eine Reihe von Acrylbildern mit weißen Szenarien produziert, in denen sich Waldtiere Schneeballschlachten liefern oder vor Kälte fast erstarren." (Abendblatt.de, 06.01.2006)

VERANSTALTUNG Häuptling Eigener Herd-Ausstellung in Kassel: "Passend zum Erscheinen der 25. Ausgabe dieses Heftes zeigt die Galerie Caricatura in Kassel unter dem Motto "Wir schnallen den Gürtel weiter" eine Jubiläums-Schau mit den besten Häuptlings-Zeichnungen aus sechs Jahren." (Frankfurter Rundschau Online, 06.01.2006)

2.1.06


NACHWUCHS Comic-Werkstatt in Lüneburg: "Eine Comic-Werkstatt gehört zum neuen Programm von Ikarus, der Kinder-Kunstschule der Stadt Lüneburg. Peter Boysen will Teilnehmer ab zehn Jahre begleiten auf dem Weg von der ersten vorsichtigen Kritzelei bis zur vollständigen Geschichte, dem eigenen kleinen Album." (Landeszeitung Lüneburg, Datum unbekannt)

RÜCKBLICK "Die besten Comics 2005" (Jetzt.de, 29.12.2005)

COMEBACK Comic-Festival Siders: "In Siders soll wieder ein grösseres Comic-Festival entstehen. Neue Veranstalter planen im Juni 2006 eine Nachfolgeveranstaltung für das Internationale Comic-Festival, das aus finanziellen Gründen aufgelöst worden war." (sda/Bieler Tagblatt, Datum unbekannt)

PORTRÄT Gaston: "Es gibt eine Gaston-Folge, die Andre Franquin für Amnesty International gezeichnet hat. Sie ist in der Auswahl, die sich in Band 18 unserer „Klassiker der Comic-Literatur” findet, nicht enthalten, weil die Darstellung zu drastisch gewesen wäre." (FAZ.net, 29.12.2005)