comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

20.2.06


PORTRÄT Peter Gaymann: "Gaymann ist sympathisch unprätentiös. Bei seiner jüngsten Präsentation der "Weinlese" in der Hattenheimer "Adlerwirtschaft" von Franz Keller erzählt er von seinem Leben als Cartoonist, als würde er bei Opel schaffen." (Main-Rheiner, 20.02.2006)

KINO David Lloyd trifft Natalie Portman: "Als sie sich zum ersten Mal gegenüberstanden, brachte David Lloyd kein Wort heraus. „Ich kam mir vor wie ein dummer Schuljunge“, sagt Lloyd. Für einen Moment errötet der 55-Jährige, als er beim Mittagessen im Hotel Adlon von der Begegnung mit der Schauspielerin Natalie Portman erzählt." (Der Tagesspiegel Online, 19.02.2006)

VERANSTALTUNG Ausstellung in Bamberg: "Ganz Franken wird von der Manga-Welle überrollt. Ganz Franken? Nein, eine kleine Fangemeinde von Zeichnern in Bamberg hält die Fahne hoch für das klassische Comicgenre. Von der Qualität ihrer Arbeiten kann sich die Öffentlichkeit nun ein Bild machen – in einer Schau im Innovations- und Gründerzentrum (20. Februar bis 21. April)." (Fränkischer Tag.de, 18.02.2006)

17.2.06


VERANSTALTUNG Leipziger Buchmesse: "Mit ihrem ständig wachsenden Comic-Schwerpunkt hat sich die Leipziger Buchmesse in den vergangenen Jahren zum "In-Treff" der Comic-Fans in Deutschland entwickelt. Der Nachwuchs-Zeichen-Wettbewerb "Manga Talente" der Buchmesse ist inzwischen der größte und renommierteste in Europa. In diesem Jahr beteiligten sich rund 2.000 Manga-Zeichner aus 14 Ländern am Wettbewerb." (H@ll Anzeiger, Datum unbekannt)

PORTRÄT Wittek und Sven Taucke: "Hirnhardt & Co. sind die neueste Schöpfung der Hamburger Comiczeichner Wittek & Taucke - zwei alte Hasen im Geschäft mit der obskuren Phantasie. Vor allem Wittek hat sich in den letzten Jahren als Zeichner abstruser Comic-Episoden einen Namen gemacht." (Spiegel Online, 16.02.2006)

POLITIK Karikaturenstreit: "Mohammed-Karikaturen haben weltweite Proteste ausgelöst. Wie denken die drei Karikaturisten, die ihre Zeichnungen regelmäßig im TAGBLATT ANZEIGER veröffentlichen, über diesen Streit?" (Schwäbisches Tagblatt, Datum unbekannt)

"Mohammed-Cartoons im Bundesgesetzblatt? Nein, nur eine Zeichnung im hauptstädtischen "Tagesspiegel", die vier iranische Fußballer mit umgeschnalltem Bombengürtel und vier Bundeswehrsoldaten in einem Stadion zeigt." (NTV.de, 15.02.2006)

"In Wien findet heute ein hochrangiges Krisentreffen statt, um eine Deeskalation im Streit über die dänischen Mohammed-Karikaturen zu erreichen." (ORF.at, Datum unbekannt)

"In arabischen Musik-Fernsehsendern läuft nunmehr ein Popsong mit dem Streit über Mohammed-Karikaturen als Thema. In dem Lied "Unsere Geduld ist zu Ende" wird gedroht: "In der Hölle werde ihr euch alle versammeln und das Feuer von allen Seiten wird eure Gesichter verbrennen."" (ORF.at, Datum unbekannt)

"Als Reaktion auf den Karikaturenwettbewerb im Iran, bei dem die besten Spöttereien über den Holocaust gesucht werden, will die Studentenorganisation WUJS international den Hass mit Humor besiegen." (AVIVA-Berlin, 16.02.2006)

"Eine starke Nation müsse wissen, wie man über sich selbst lacht, meint ein israelischer Cartoonist. Deshalb sollten auch jüdische Zeichner antisemitische Cartoons anfertigen." (Netzeitung.de, 16.02.2006)

VERANSTALTUNG Ausstellung in Bremen: "26 Künstler sind es, die ihre Arbeiten in Bremen zeigen. Zu sehen sind polnische Comics aus den vergangenen zehn Jahren. Kuratorin der Schau ist Beata Belzak. Sie gibt während der Vernissage eine Einführung. Die Eröffnung beginnt am Freitag, 24. Februar, um 19 Uhr. Es kommen auch zwei Herren, die womöglich nicht zum Kreis regelmäßiger Comicleser zählen: Der polnische Generalkonsul Jan Granat und Bremens früherer Bürgermeister Hans Koschnick." (Verlagsgruppe Kreiszeitung, 15.02.2006)

14.2.06


INTERVIEW Natalie Portman: "Ich hatte sogar vom ganzen Genre der Graphic Novel keine Ahnung. Ich dachte, das wäre dasselbe wie Comics, irgendwas für Jungs. Dabei ist es viel mehr: Literatur mit sehr visuellen Geschichten." (Berliner Morgenpost, 14.02.2006)

KINO V for Vendetta: "Die Potsdamer Produktion stand mithin unter einem denkbar schlechten Stern. Dem Studio Babelsberg ist kein Vorwurf zu machen, es trat als verlässlicher Dienstleister auf. Doch dieser Dilettantismus einer erfahrenen Crew um die Wachowski-Brüder ist erstaunlich. Viel erwarten darf man also nicht vom Film." (Maerkische Allgemeine.de, 14.02.2006)

VERANSTALTUNG Comicbörse in Wien: "Ein Pflichttermin für alle Sammler - am 26. Februar findet die nächste Wiener Comic- und Figurenbörse in Favoriten statt. Taschenbücher, Mangas, Sammelkarten, T-Shirts und Neuerscheinungen sind dort zu haben." (ORF.at, Datum unbekannt)

Karikaturenstreit: "Die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" hat ihren Kulturchef Flemming Rose gestern in einen längeren Zwangsurlaub geschickt. Der Journalist war für das Erscheinen der umstrittenen Mohammed-Karikaturen verantwortlich." (ORF.at, Datum unbekannt)

"Mit Blut wollen Afghanistans Taliban-Extremisten den Karikaturen-Skandal gesühnt sehen: Sie bieten 100 Kilo Gold für die Ermordung der Mohammed-Cartoonisten." (Heute.at, Datum unbekannt)

"Die schwedische Regierung befürchtet wie im Nachbarland Dänemark den wütenden Protest von Muslimen. Denn eine rechts gerichtete Splitterpartei veröffentlichte im Internet neue Karikaturen des Propheten Mohammed." (Spiegel Online, 10.02.2006)

"Die ägyptischen Behörden haben im Tumult um die Mohammed-Karikaturen die aktuellen Ausgaben des "Spiegel" und des "Focus" verboten. Beide Magazine hatten einige der umstrittenen Cartoons veröffentlicht und dürfen nun innerhalb Ägyptens nicht mehr verkauft werden." (Pressetext Deutschland, 10.02.2006)

"Nach den internationalen Eskalationen rund um die Mohammed-Karikaturen brachten am Freitag auch Moslems in der Steiermark ihren Unmut zum Ausdruck: Am Nachmittag demonstrierten etwa 500 Moslems in Graz." (ORF.at, 10.02.2006)

"In vielen Ländern Asiens sind heute Tausende Muslime gegen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen auf die Straße gegangen. Mit dem Islamischen Dschihad drohte eine Palästinenserorganisationen erstmals mit Gewaltakten als Rache für die Veröffentlichung der Cartoons." (Spiegel Online, 10.02.2006)

"Der vorläufig letzte Schritt in der Dynamik der Aufregung fand wiederum in Dänemark statt. Nach seinem Vorschlag, Holocaust-Karikaturen abzudrucken, wurde der Kulturchef von Jyllands-Posten beurlaubt. Das Argument der Chefredaktion: Niemand könne nachvollziehen, welcher Druck auf ihm laste." (Der Standard.at, 10.02.2006)

"Die umstrittenen Mohammed-Karikaturen - sie wurden bereits am 17. Oktober letzten Jahres in der ägyptischen Tageszeitung "Al Fager" veröffentlicht. Ohne öffentliche Resonanz oder gar Proteste." (BZ, 10.02.2006)

"Eine Frau mit Kopftuch hält den Koran hoch, junge Türken skandieren "Allah ist der Größte". Erstmals haben Muslime in Deutschland bei Groß-Demos gegen die Mohammed-Karikaturen protestiert. In Berlin gingen 1250 Moslems auf die Straße. Viele Eltern hatten ihre Kinder mitgebracht." (BZ, 11.02.2006)

"Massen, Medien, Hysterie: Im Streit um zwölf Mohammed-Cartoons aus Dänemark stehen 1,3 Milliarden Moslems in aller Welt unter Generalverdacht. Die Auseinandersetzung erzählt aber mehr über die Ängste Europas als über reale Gefahren." (Profil.at, Datum unbekannt)

"Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, hat dazu aufgerufen, den Streit über die in westlichen Zeitungen abgedruckten Mohammed-Karikaturen zu beenden." (ORF.at, Datum unbekannt)

"Der Aufruf, der auf der Web-Site der Teheraner Zeitung "Hamschahri" veröffentlicht wurde, steht unter der Überschrift: "Wo liegt die Grenze der westlichen Meinungsfreiheit?"" (Spiegel Online, 12.02.2006)

"Der Karikaturen-Krieg geht weiter: Nun wurde die erste Holocaust-Karikatur auf einer Website in Iran veröffentlicht" (Die Presse.com, 14.02.2006)

"Nach Dänemark hat nun auch Deutschland eine Cartoon-Affäre, ausgelöst vom renommierten Berliner Tagesspiegel. In seiner Freitagsausgabe zeigte das Blatt einen Cartoon seines Karikaturisten Klaus Stuttmann, auf dem in einem Stadion vier iranische Fußballspieler mit Sprengstoffgürteln abgebildet sind. Daneben stehen vier deutsche Bundeswehrsoldaten." (Der Standard.at, 14.02.2006)

"Ein Mann aus Melbourne habe aus Solidarität mit der moslemischen Welt und als Beitrag zur Meinungsfreiheit die erste Karikatur zum Holocaustwettbewerb geschickt, vermeldete die iranische Zeitung "Hamshari am Montag. Es waren zwei Zeichnungen." (Wiener Zeitung.at, 14.02.2006)

"Die Veröffentlichung der Karikaturen des Propheten Mohammed habe in der islamischen Welt einen vergleichbaren Effekt gehabt, wie die Anschläge vom 11. September 2001 im Westen. Diese Einschätzung vertrat der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu." (ORF.at, Datum unbekannt)

PORTRÄT Der Reprodukt Verlag: "In einem kleinen Schöneberger Büro residiert einer der größten deutschsprachigen Comicanbieter. In diesem Jahr feiert der von Dirk Rehm geleitete Reprodukt Verlag sein 15jähriges Bestehen. Eine Erfolgsgeschichte." (Berliner Morgenpost, 12.02.2006)

9.2.06


VERMISST Rapallo: "Der bekannte Cartoonist und Künstler Rapallo wird, wie erst jetzt bekannt wurde, seit August 2005 vermisst. Die Solothurner Kantonspolizei bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen entsprechenden Bericht der «Solothurner Zeitung»." (sda/Espace.ch, 09.02.2006)

KOMMENTAR Deix zu islamistischen Drohungen: "„Ich habe mir die Finger blutig gezeichnet, um die Benachteiligungen der Ausländer anzuprangern. Ich habe Jörg Haider verhöhnt. Und jetzt wollen mir die Muslime das Zeichnen verbieten?“" (Heute.at, Datum unbekannt)

INTERVIEW Hubert Pfeffer: "Hubert Pfeffer hat in 25 Jahren viele Cartoons für verschiedene Medien in der Schweiz und in Deutschland zu Papier gebracht. Warum der Cartoonist der Schongauer Nachrichten die Mohammed-Karikaturen einer dänischen Zeitung, die für gewaltsamen Protest im Nahen Osten gesorgt haben, für geschmacklos befindet und wo die Grenzen für einen Karikaturisten liegen, hat der Peitinger im Interview aufgezeigt." (Marktplatz Oberbayern, 09.02.2006)

GLOSSE International Cartoon Control Agency: "Wenn man von der nervösen Welt genug hat, dann kann man entweder die hervorragende und für alle Altersklassen verständliche Webseite fun.sdinet.de/flash/games/metelev1_01.swf besuchen und virtuell einen Personalcomputer zusammenschlagen. Oder man kann, wenn der Nebel sich lichtet und der Feinstaub ins Vergessen entschwindet, zum Mond hochschauen. Der Mond hat eine äusserst entspannende Wirkung auf mich. Nicht umsonst hat er die Form einer Beruhigungspille." (WOZ, 09.02.2006)

PRÄSENTATION Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit: ""Comics sind Gleitmittel", erklärte der Therapeut und Kabarettist nämlich anlässlich der Präsentation seines Comic-Erstlings "Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit" (Ueberreuter) in der Albertina." (Der Standard.at, 07.02.2006)

PORTRÄT Helmut Fett: "Schon finden sich seine Ideen auf dem Blatt wieder. Karikaturen, Zeitgeschehen, Märchen, Geschichten, Comics, Portraits... bang ist er nicht, der 81jährige Künstler aus Rheidt. Den ganzen Kopf hat er voller Ideen und Phantasien und manches mal treibt es ihn auch nachts an den Zeichentisch wenn er partout nicht schlafen kann." (Niederkassel Aktuell, Datum unbekannt)

POLITIK Mohammed-Karikaturen: "Es sei "empörend", dass es so weit kommen konnte, meinte der für Europa zuständige Staatssekretär im US-Außenministerium, Daniel Fried, vor Journalisten. "Dänemark, Norwegen und Österreich haben unsere volle Solidarität und Sympathie."" (Die Presse.com, 08.02.2006)

"Islamische Immigranten wollen mit Comics, die unter anderem Adolf Hitler mit Anne Frank im Bett zeigen, die Meinungsfreiheit in Europa testen. Iranische Zeitung prämiert die besten "Holocaust-Karikaturen"." (Die Presse.com, 08.02.2006)

"Im Karikaturenstreit hat eine französische Zeitschrift Öl ins Feuer gegossen. Das Pariser Satireblatt "Charlie Hebdo" veröffentlichte trotz internationaler Proteste die dänischen Mohammed-Bilder und fügte noch eigene Cartoons und satirische Texte über den Propheten hinzu." (fst, AFP, dpa/T-Online.de, Datum unbekannt)

"Umso stärker versuchen nun moderate Muslime sich Gehör zu verschaffen. Am meisten beschäftigt ist Naser Khader, ein syrischstämmiger Abgeordneter der sozialliberalen "Det Radikale Venstre"-Partei. Khader selber bezeichnet sich als "kultureller Moslem" oder "Ultralight-Moslem" - so wie die meisten Dänen eben Christen sind, ohne dies jeden Tag eingehend zu zelebrieren." (Der Standard.at, 09.02.2006)

"Erst in der vergangenen Woche ist es dann auch in Ägypten zu Demonstrationen gekommen. Auf Grund dieser verzögerten Aufregung wirft "Sandmonkey" aus Kairo in seinem Blog den Medien in islamischen Ländern vor, den Wirbel herbeigeschrieben zu haben, weil die jeweiligen Regierungen davon profitierten." (Der Standard.at, 09.02.2006)

"Der geistige Führer des einfluss reichsten Moscheevereins, Imam Ahmed Abu Laban, war es, der den Karikaturen-Konflikt um die Zeichnungen des Propheten Mohammed ins Rollen brachte. Im Oktober organisierte er in Kopenhagen eine Demonstration gegen die "islamophoben" Dänen." (Die Presse.com, 10.02.2006)

"Die New York Times berichtet, dass die umstrittenen Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" im Dezember bei einer Konferenz in Mekka, an der die Oberhäupter von 57 muslimischen Staaten teilnahmen, diskutiert wurden." (Der Standard.at, 09.02.2006)

VERANSTALTUNG Patrick-Grillot-Ausstellung in Mainz: "Rund 40 flüchtig hingeworfene Charakterköpfe, seine "Gueules de comptoirs", die er in verschiedenen Pariser, Dijoner und Londoner Bars skizziert hat, gehören ebenso dazu, wie 18 mit dem Graphitstift in zeichnerischer Perfektion ausgearbeitete Portraits berühmter Persönlichkeiten wie Alfred Hitchcock und Serge Gainsbourg, [...]" (Main-Rheiner, 07.02.2006)

6.2.06


PORTRÄT Oleg Minich: "Irgendjemandes religiöse Gefühle hat Oleg Minich (42) nicht verletzt. Es müssen andere Gefühle gewesen sein, staatsmännische wohl, respektive diktatorische." (Der Standard.at, 05.02.2006)

REAKTION Ralf König zu Mohammed-Ausschreitungen: "Am Sonntag sah Ralf König fern und konnte nicht fassen, was er sah: „Hysterischer losgelassener Mob, wegen ein paar Karikaturen aus Dänemark?” So schrieb er einem Freund. „Was für ein Haß bricht sich da Bahn? Da ist Religion doch nur Benzin fürs Feuer.”" (FAZ.net, 06.02.2006)

INTERVIEW Shujaat Ali: "Shujaat Ali, Zeichner bei al-Dschasira, spricht im Interview über die Aufregung in der islamischen Welt. Er fordert ethische Cartoon-Regeln und stellt sich westlicher Kritik an arabischen Zeichnern." (Spiegel Online, 05.02.2006)

REZENSION Wunderbare Weibsbilder: "Ihre Arbeiten sind herrlich komisch, wenn man(n) das so sagen darf." (OÖNachrichten, 04.02.2006)

VERANSTALTUNG "Comic meets Theater" in Halle: "Ziel ist, neue Formen der Zusammenarbeit und des interkulturellen Austauschs zu provozieren und internationale Manga- und Comic-Künstler, junge Theaterregisseure, Bühnenbildner und Schauspieler zusammenzubringen." (Theaterkanal.de, 03.02.2006)

POLITIK Streit und Massenkrawalle um Mohammed-Karikaturen: "Mohammed mit einer Bombe als Turban - diese und andere Karikaturen in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" haben die moslemische Welt empört. Die politischen Verwerfungen daraus sind gravierend - für die einen geht es um die Unantastbarkeit des Propheten, für die anderen um Presse- und Meinungsfreiheit. Eine Chronologie." (Tagesschau.de, 06.02.2006)

"Innerhalb weniger Tage ist der Streit um zwölf Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung dramatisch eskaliert. Der "Kampf der Kulturen" erscheint plötzlich nicht mehr nur als abgehobene Theorie, eine umstrittene zumal." (Financial Times Deutschland, 03.02.2006)

"Der Chefredakteur von France Soir wurde entlassen, nachdem er eine der umstrittenen dänischen Karikaturen auf der Titelseite veröffentlicht hatte. Der ägyptische Herausgeber der Zeitung, Rami Lakah, in der Presse seines Heimatlandes wegen seiner Nähe zu amerikanischen Neokonservativen immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt, könnte damit sein Image verbessern, [extern] mutmaßt ein ägyptischer Insiderblog." (Heise.de, 03.02.2006)

"Im Streit um den Nachdruck von Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen drohten radikale Palästinenser damit, Europäer im Westjordanland zu entführen, sollten sich die Regierungen der Länder nicht für den Abdruck der Cartoons entschuldigen. In Nablus wurde ein Deutscher verschleppt, der nach kurzer Zeit aber wieder freigelassen wurde." (BBV-Net, 02.02.2006)

"Für den Leiter des Hamburger Orient-Instituts, Udo Steinbach, steht fest, dass sich solche Konflikte in Zukunft häufen werden. Mit unabsehbarer Brisanz, wie die Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh und die Todesdrohungen gegen Salman Rushdie wegen seines Buches "Die Satanischen Verse" zeigen." (Oberpfalznetz, 03.02.2006)

"Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat die Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed-Karikaturen in Deutschland kritisiert." (APA/AP/Der Standard.at, 04.02.2006)

"Al-Jazeera-Chef Khanfar, dessen Sender den Streit mit einer Reportage ausgelöst hatte, sieht die Cartoons als "nur beleidigend". Für Ägypten ist die dänische Entschuldigung unzureichend. Hunderttausende Iraner demonstrierten." (Die Presse.com, 03.02.2006)

"Der Chefredakteur der jordanischen Zeitung "Shihan" ließ drei der heiß umstrittenen Mohammed-Cartoons drucken und stellte in seinem Kommentar die Frage: Was ist schlimmer? Solche Bilder oder Selbstmordanschläge? Seine Herausgeber antworteten mit seiner sofortigen Entlassung." (Spiegel Online, 03.02.2006)

"In New York forderte UNO-Generalsekretär Kofi Annan, die Pressefreiheit müsse immer den Glauben aller Religionen respektieren. Missverständnisse und Abneigung kultureller und religiöser Art müssten durch friedlichen Dialog überwunden werden. Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin rief zu einer Versöhnung zwischen Pressefreiheit und Respekt auf. Man solle alles vermeiden, was unnötige Verletzungen hervorrufe." (KIPA, 03.02.2006)

"Im Iran demonstrierten Hunderttausende nach dem Freitagsgebet gegen eine „Verunglimpfung des Propheten“ durch den Westen. Die Demonstranten skandierten Slogans wie „Diese Beleidigung bleibt nicht ohne Antwort!“ sowie „Tod Amerika“ und „Tod Israel“." (Wiener Zeitung.at, 04.02.2006)

"Der Konflikt um die umstrittenen Mohammed-Karikaturen verschärft sich: In Damaskus setzten syrische Demonstranten skandinavische Botschaften in Brand. Die arabischen Regimes befördern den Protest - auch wenn er ihnen selbst gefährlich werden könnte." (Spiegel Online, 04.02.2006)

"Während auch andere Helden der Meinungsfreiheit in Europa glaubten, sie könnten sich billig auch noch schnell als Leuchttürme der Freiheit aufbauen, wissen "Jyllands-Posten" und Rasmussen mittlerweile nicht mehr, wie sie möglichst unbeschadet von diesem Sockel wieder herunterkommen können." (Spiegel Online, 04.02.2006)

"Nach gewalttätigen Demonstrationen in Syrien und Palästina hat sich nun auch der Vatikan zum Cartoonstreit geäußert. Die Karikaturen Mohammeds seien falsch. Die Meinungs- und Redefreiheit enthalte kein Recht, die religiösen Gefühle der Gläubigen zu verletzen." (agö/reuters/Spiegel Online, 04.02.2006)

"Rund 500 Muslime haben auf dem Wiener Ballhausplatz gegen die umstrittene Veröffentlichung von Karikaturen über den moslemischen Propheten Mohammed demonstriert." (Networld.at, Datum unbekannt)

"Mit dem Abschneiden der Zunge oder mit Geldstrafe wurde einst bestraft, wer Gott schmähte. Doch auch unter der freiheitlichen Ordnung des Grundgesetzes ist die „Lästerung Gottes” strafbar. So hieß der Straftatbestand bis 1969." (FAZ.net, 05.02.2006)

"Die Organisation der islamischen Konferenz (OIC), ein Zusammenschluss von 57 islamischen Ländern, stimmte heute einem Treffen mit dem dänischen Außenminister Per Stig Møller über die umstrittenen Mohammed-Karikaturen zu. Im Außenministerium in Kopenhagen hieß es, das Ziel des Treffens sei es, die in den vergangenen Tagen ausgeweiteten Straßenproteste gegen die in Dänemark von der Zeitung "Jyllands-Posten" veröffentlichten Zeichnungen einzudämmen." (Spiegel Online, 05.02.2006)

"Die Demonstrationen gegen Karikaturen, die schon vor vier Monaten veröffentlicht wurden, begannen in Wirklichkeit mit einer Fälschung. Um zu zeigen, wie beleidigend die Abbildungen des verehrten Religionsgründers seien, fügten dänische Imame den veröffentlichten Karikaturen noch vier weitere Bilder hinzu, die den Propheten als Schwein und in unflätiger sexueller Position darstellen." (NTV.de, 05.02.2006)

"Eine unabhängige ägyptische Wochenzeitung plant, einige der umstrittenen Mohammed-Karikaturen abzudrucken. Der Chefredakteur erklärte, er wolle damit die Verwerflichkeit der Zeichnungen unterstreichen." (agö/apSpiegel Online, 05.02.2006)

"Die US-Regierung verurteilte einzig die Botschaftsrandale in Damaskus »auf das Schärfste«. Verantwortlich für diese Angriffe sei die syrische Regierung, behauptete der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan. Daß die Regierung die diplomatischen Vertretungen trotz vorheriger Drohungen nicht geschützt habe, sei »nicht zu entschuldigen«, so McClellan weiter. Übergriffe dieser Art seien in Syrien nicht ohne Wissen der Regierung möglich." (Junge Welt, 06.02.2006)

"Ungeachtet der Proteste in der islamischen Welt gegen die in Zeitungen veröffentlichten Karikaturen von Mohammed plant die EU-Ratspräsidentschaft dazu keine Krisensitzung." (apa/Vorarlberg Online, 06.02.2006)

"Wegen der umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen sind am Wochenende in der Steiermark Austräger der "Kleinen Zeitung" in den "Ausstand" getreten." (Networld.at, Datum unbekannt)

"Aus Protest gegen die in europäischen Zeitungen erschienenen Karikaturen des islamischen Religionsstifters Mohammed haben Demonstranten in der iranischen Hauptstadt Teheran die österreichische Botschaft angegriffen. " (ORF.at, Datum unbekannt)

"Die Tageszeitungen Magyar Hírlap und Népszabadság sind mit dem Nachdruck von Karikaturen, die den Propheten Mohammed als Terroristen mit einem Turban als Zeitbombe zeigen, in eine zunehmende internationale Kontroverse verwickelt worden." (Budapester Zeitung, 06.02.2006)

"Vor einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin verurteilte Bundeskanzlerin Merkel die dramatische Entwicklung der muslimischen Proteste. Die Anwendung von Gewalt sei nicht akzeptabel." (Giga.de, 06.02.2006)

2.2.06


JUBILÄUM 50 Jahre Mosaik: "Vor 50 Jahren kam er auf die Welt, der einzige und beste Comic der DDR. Hannes Hegen (Johannes Hegenbarth) hieß sein Schöpfer. Allmonatlich schickte er die Kobolde Dig, Dag und Digedag auf eine turbulente Reise durch Raum und Zeit, vom alten Rom auf den Planeten Neos, an die Höfe des Sonnenkönigs und der Zarin Katharina, durch den Wilden Westen, zu James Watt." (Die Zeit, 01.02.2006)

REZENSION The Walking Man: "Wenn man die Comic-Geschichten von Jiro Taniguchi liest, wünscht man sich, man könnte das Leben so betrachten wie dessen Protagonisten." (Intro.de, 01.02.3006)

VOR ORT Angoulême 2006: "Während Fans klassischer Comic-Serien bis zu über einem Jahr auf eine neue Folge warten müssen, erscheinen die Manga-Bände oft innerhalb weniger Wochen. Sie finden auch in Frankreich immer mehr Anhänger und so konnten sie ihre Verkäufe im letzten Jahr um 17,5 Prozent steigern, während die klassischen Comics laut GFK um 9,6 Prozent zurückgingen." (Die Welt.de, 31.01.2006)

"«Angoulême will es allen recht machen - und bringt immer mehr Leute gegen sich auf», moniert Jean-Louis Gauthey vom Verlag Cornélius. In der Tat gibt sich das wichtigste und populärste Comic-Festival Europas löblicherweise Mühe, die (internationale) Comic-Szene in ihrer ganzen Breite abzudecken und die grossen Verlage samt finanzkräftigen Sponsoren ebenso zu berücksichtigen wie die dank ihrer Vitalität unverzichtbare unabhängige Szene. Dieses Jahr fehlte es dem offiziellen Programm allerdings an Mut und Visionen." (NZZ Online, 31.01.2006)

POLITIK Absurder Wirbel um Mohammed-Karikaturen: "Überspitzt betrachtet ist es ein Streit um den Bart des Propheten. Er ist zu lang, zu wild, zu fusselig. Denn die in einem Cartoon der dänischen Tageszeitung "Jyllands Posten" dargestellte Person soll der Prophet Mohammed sein. "Haram" (zu deutsch: Verboten) schallt es seit Mitte Oktober aus zahlreichen islamischen Ländern." (Tagesschau.de, 31.01.2006)

"Anhänger der Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas drohten nun Dänen und Norwegern mit Angriffen und zogen aus Protest gegen die beiden Länder vor die Vertretung der Europäischen Union in Gaza-Stadt und stürmten diese." (ORF.at, Datum unbekannt)

"Seit Tagen wird in mehreren islamischen Staaten heftig dagegen protestiert. Saudiarabien und Kuwait haben wegen des „verächtlichen Rassismus“, der sich hinter der Veröffentlichung der Karikaturen verberge, ihre Botschafter aus Dänemark abgezogen, Libyen schloss seine Vertretung." (Wiener Zeitung.at, 31.01.2006)

"Redaktionsbüros der wegen Karikaturen des Propheten Mohammed kritisierten dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" sind heute nach einer Bombendrohung geräumt worden. Laut Polizeiangaben wurden die Büros in den Städten Aarhus und Kopenhagen bedroht." (ORF.at, Datum unbekannt)

"Auf der Titelseite von "France-Soir" hieß es: "Ja, wir haben das Recht, Gott zu karikieren." Begleitet wurde dies von einer Karikatur, die die buddhistischen, jüdischen, muslimischen und christlicher Götter auf einer Wolke zeigt. Im Innenteil des Blattes werden dann die dänischen Karikaturen gezeigt." (RP Online, 01.02.2006)

"Auffällig ist jedenfalls der mediale Eiertanz um diese Karikaturen, über deren Qualität man natürlich streiten kann. Überall wurde über diesen Fall inzwischen geschrieben, doch der Stein des Anstoßes wurde bisher nirgendwo den Lesern gezeigt. So illustrierte Tagesschau.de einen [extern] Bericht über die Karikaturen mit einem Foto der entsprechenden Ausgabe des Jyllands-Posten, auf der man die Zeichnung nur erahnen kann." (Heise.de, 01.02.2006)

"Roger Köppel, Chefredakteur der "Welt", die am Mittwoch als einzige deutsche Tageszeitung mit der Mohammed-Affäre "aufmachte" und auch die Karikaturen ins Blatt rückte, hält das Einlenken des dänischen Regierungschefs Rasmussens für einen "fatalen Akt der Kapitulation unter erpresserischem Druck" und argumentiert dies u. a. so:" (Der Standard.at, 01.02.2006)

"Denn dumm und unsensibel war es von deren Redaktion, den Propheten Mohammed mit einem als Bombe gezeichneten Turban abzubilden und damit auch friedliche Muslime zu verletzten. Jetzt zu sagen, dass ihnen "die unbestreitbare Beleidigung" vieler Muslime "unbeabsichtigt" unterlaufen sei, kommt zu spät." (Der Standard.at, 01.02.2006)