comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

2.2.06


POLITIK Absurder Wirbel um Mohammed-Karikaturen: "Überspitzt betrachtet ist es ein Streit um den Bart des Propheten. Er ist zu lang, zu wild, zu fusselig. Denn die in einem Cartoon der dänischen Tageszeitung "Jyllands Posten" dargestellte Person soll der Prophet Mohammed sein. "Haram" (zu deutsch: Verboten) schallt es seit Mitte Oktober aus zahlreichen islamischen Ländern." (Tagesschau.de, 31.01.2006)

"Anhänger der Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas drohten nun Dänen und Norwegern mit Angriffen und zogen aus Protest gegen die beiden Länder vor die Vertretung der Europäischen Union in Gaza-Stadt und stürmten diese." (ORF.at, Datum unbekannt)

"Seit Tagen wird in mehreren islamischen Staaten heftig dagegen protestiert. Saudiarabien und Kuwait haben wegen des „verächtlichen Rassismus“, der sich hinter der Veröffentlichung der Karikaturen verberge, ihre Botschafter aus Dänemark abgezogen, Libyen schloss seine Vertretung." (Wiener Zeitung.at, 31.01.2006)

"Redaktionsbüros der wegen Karikaturen des Propheten Mohammed kritisierten dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" sind heute nach einer Bombendrohung geräumt worden. Laut Polizeiangaben wurden die Büros in den Städten Aarhus und Kopenhagen bedroht." (ORF.at, Datum unbekannt)

"Auf der Titelseite von "France-Soir" hieß es: "Ja, wir haben das Recht, Gott zu karikieren." Begleitet wurde dies von einer Karikatur, die die buddhistischen, jüdischen, muslimischen und christlicher Götter auf einer Wolke zeigt. Im Innenteil des Blattes werden dann die dänischen Karikaturen gezeigt." (RP Online, 01.02.2006)

"Auffällig ist jedenfalls der mediale Eiertanz um diese Karikaturen, über deren Qualität man natürlich streiten kann. Überall wurde über diesen Fall inzwischen geschrieben, doch der Stein des Anstoßes wurde bisher nirgendwo den Lesern gezeigt. So illustrierte Tagesschau.de einen [extern] Bericht über die Karikaturen mit einem Foto der entsprechenden Ausgabe des Jyllands-Posten, auf der man die Zeichnung nur erahnen kann." (Heise.de, 01.02.2006)

"Roger Köppel, Chefredakteur der "Welt", die am Mittwoch als einzige deutsche Tageszeitung mit der Mohammed-Affäre "aufmachte" und auch die Karikaturen ins Blatt rückte, hält das Einlenken des dänischen Regierungschefs Rasmussens für einen "fatalen Akt der Kapitulation unter erpresserischem Druck" und argumentiert dies u. a. so:" (Der Standard.at, 01.02.2006)

"Denn dumm und unsensibel war es von deren Redaktion, den Propheten Mohammed mit einem als Bombe gezeichneten Turban abzubilden und damit auch friedliche Muslime zu verletzten. Jetzt zu sagen, dass ihnen "die unbestreitbare Beleidigung" vieler Muslime "unbeabsichtigt" unterlaufen sei, kommt zu spät." (Der Standard.at, 01.02.2006)