comikado

Pressespiegel: Comics und Cartoons.

25.4.06

REZENSION Das Malträtieren unvollkommener Automaten: "Goldts ohnehin schon treffende Sprache gelangt hier durch Katzs Illustrationen zur Perfektion. Da wird der Ärztin der steife Penis entgegengestreckt, kommentiert mit den Worten „Sie nennen das vermutlich ‚Glied’ in ihrer etwas sterilen Medizinersprache“." (Die Berliner Literaturkritik, 24.04.2006)
VERANSTALTUNGEN Cartoon-Ausstellung in Basel: "Eine besondere Auszeichnung wurde jetzt dem steirischen Cartoonisten Alexander Wolf zuteil. Er wurde vom Cartoon-Museum in Basel eingeladen, zusammen mit 69 anderen deutschsprachigen Meistern der spitzen Feder eine Ausstellung zu beschicken." (Der Grazer.at, April 2006)

Freud-Ausstellung in New York: "Die Karikaturen-Schau im Museum der Stadt New York mit Arbeiten u.a. von Peter Arno, Roz Chast, J.C. Duffy and B.E. Kaplan, steht unter dem Motto "On the Couch" und wurde mit Unterstützung des österreichischen Außenministeriums organisiert und vom österreichischen Journalisten Michael Freund zusammen gestellt." (Die Presse.com, 24.04.2006)
POLITIK Und noch ein Karikaturenstreit: "Die Luganeser Polizei hat die letzte Ausgabe der Satire-Zeitschrift «Il Diavolo» aus den Auslagen der Kioske von Lugano entfernen lassen. Sie handelte dabei eigenmächtig. Grund ist eine gewagte Karikatur der Tessiner Regierungsrätin Marina Masoni." (sda/Basler Zeitung Online, April 2006)

Der andere Karikaturenstreit: "Vertreter italienischer Moslemorganisationen haben gegen eine Karikatur in einer katholischen Zeitschrift protestiert, die den Propheten Mohammed in der Hölle darstellt. Veröffentlicht wurde die Zeichnung in der Märzausgabe der Zeitschrift "Studi Cattolici", die der erzkonservativen katholischen Vereinigung Opus Dei nahesteht, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa gestern berichtete." (ORF.at, April 2006)
VOR ORT Kinderkunsttage Hilgen: "Zum ersten Mal hat Tim (12) den Weg zu den "Kinderkunsttagen" gefunden. "Hier gibt es Leute, die einem helfen können und die sich die Bilder kritisch betrachten. Zuhause sagt immer jeder, das sieht gut aus." Sein Spezialgebiet sind die Mangas, die aus Japan kommend ihren Siegeszug in Europa angetreten haben." (Westdeutsche Zeitung Online, 19.04.2006)

18.4.06

POLITIK Karikaturenstreit: "ine italienische Zeitschrift, die dem konservativen Laienorden Opus Dei nahe steht, hat mit der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen scharfe Proteste ausgelöst." (dpa/Frankfurter Rundschau Online, 17.04.2006)

"Die Direktion der italienischen Zeitschrift "Studi Cattolici", die der konservativen Laienorganisation "Opus Dei" nahe steht, hat sich nach einem Sturm der Entrüstung wegen der Veröffentlichung einer Karikatur des Propheten Mohammed entschuldigt, die diesen in der Hölle zeigt. Das berichtet die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Sonntag in ihrer Internetausgabe." (Der Standard.at, 16.04.2006)

The 9/11 Report, A Graphic Adaptation: "Die Ära der medialen Aufarbeitung des 11. Septembers hat begonnen: Ende April startet in den USA der erste Hollywood-Film über die Anschläge. Im Herbst können sich auch Leser ein Bild der Katastrophe machen - in Comic-Form." (Spiegel Online, 18.04.2006)
VERANSTALTUNG Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken: "Weit entfernt von den asiatisch geprägten Stereotypen präsentiert die Buchmesse dieses Jahr eine außergewöhnliche Sammlung von Werken von jungen und innovativen Künstlern aus Belgien, aber auch aus anderen europäischen Ländern. Der neue europäische Comictrend ist persönlicher geworden und greift mehr und mehr zu außergewöhnlichen Themen und Methoden: die junge Generationen beschäftigt sich mit klassischer Literatur und kreiert so einen eigenen, nach innen gekehrten Stil." (TeachersNews.net, April 2006)
VOR ORT Comic-Festival Fumetto in Luzern: "Wer dieser Tage per Bahn im Schweizer Städtchen angereist war, fand in der "Rail City" gleich bei den Zeitungskiosken Printmedien auch in Vitrinen. Das Comix-Festival Fumetto präsentierte als eine von 15 internationalen Ausstellungen Unterwegs, eine Schau der Comic-Reportage." (Der Stndard.at, 13.04.2006)
PORTRÄT Christina Plaka: "Die Offenbacherin Christina Plaka ist europaweit die einzige Mangazeichnerin (Mangaka), die ihre Geschichten sowohl in Deutschland als auch in den USA verkaufen kann. Seit Anfang dieses Jahres ist ihr erster in Deutschland veröffentlichter Manga "Prussian Blue" dort erhältlich. Und auch die Franzosen können ihn bereits kaufen." (Offenbach-Post Online, April, 2006)

Andrzej Mleczko: "Ausgerechnet im katholischen Polen sind antiklerikale und erotische Karikaturen ein Renner. Der Krakauer Künstler Andrzej Mleczko hat Erfolg mit seinen provokanten Zeichnungen, aber glücklich ist er nicht. Denn Polen, meint er, wird von den falschen Leuten regiert." (Spiegel Online, 11.04.2006)

REZENSION Weyrauch, Kommissar Kötza: "Größtes Manko: der Titel. "Kommissar Kötza", das ist bestens. Aber die Episode heißt "…und sein Arsch in der Zeitung": Nervender Plakat-Vulgarismus à la Flensburg." (taz, 11.04.2006)

10.4.06

POLITIK Bildungscomic Andi erfolgreich: ""Die große Nachfrage bestätigt, dass Andi viele Menschen zu Demokratieerziehung und Jugendschutz anregt", erklärte der Innenminister. Wegen der großen Nachfrage ließ der NRW-Verfassungsschutz noch einmal 100.000 Stück des Bildungscomics nachdrucken." (PaderZeitung, 06.04.2006)
GESCHICHTE Asterix und Altertum: "Jahrzehntelang wunderte sich niemand darüber, dass die Comic-Schweizer schon eineinhalb Jahrtausende vor der Erfindung des Fondues eimerweise Käse schmelzen. Schließlich ist die Grundkonstellation der 31 Bände fiktiv und keineswegs historisch belegt: Allein der chauvinistischen Fantasie von Goscinny und Uderzo ist die Idee entsprungen, dass nicht "ganz Gallien" von Cäsar besetzt worden ist." (Die Zeit, April 2006)
REZENSIONEN Fussballhelden: "Fünfzig IllustratorInnen aus aller Welt haben die zwölf wichtigsten Köpfe eines jeden Nationalteams auf ihre individuelle Weise vor kunstrasengrünem Hintergrund porträtiert. Im Zentrum stehen die 32 Mannschaften, die ab dem 9. Juni in Deutschland hinter dem runden Leder her sein werden." (WOZ, 06.04.2006)

Identity Crisis und Infinite Crisis: "Im vergangenen Jahr hat sich DC dazu entschlossen, seinen Superhelden-Kosmos gleich von mehreren Krisen erschüttern zu lassen. Nach dem brillanten Epos "Crisis on Infinite Earth" in dem 1985 eine ganze Reihe von Helden starb, folgen jetzt erst die "Identity Crisis" und schließlich die "Infinite Crisis"." (RGA.online, 06.04.2006)
VERANSTALTUNG Tokyopop-Tour: "Vom 18. bis 29. April 2006 veranstaltet TOKYOPOP eine bundesweite Signiertour mit den deutschen Manga-Zeichnern Anike Hage (Gothic Sports), Detta Zimmermann (Iscel), Marie Sann & Guido Neukamm (Sketchbook Berlin). Alle vier Autoren sind bereits bekannt aus dem Nachwuchsförderungsprojekt Manga Fieber und veröffentlichten im Frühjahr dieses Jahres ihre ersten eigenen Buchprojekte." (OpenPR.de, 05.04.2006)
WETTBEWERB Comic-Zeichenwettbewerbe in Halle: "Das Thalia Theater schreibt im Rahmen des Festivals COMIC MEETS THEATER zwei Zeichenwettbewerbe für Kinder und Jugendliche aus.
Gesucht sind junge Menschen und Zeichner, die Lust haben, das rebellische Potential von Comic-Figuren zu entdecken und eigene Szenarien zu entwickeln." (HallAnzeiger, April 2006)

3.4.06


PORTRÄT Wilhelm Busch: "Kaum ein Künstler dieser Welt hat Kindern so viel Freude bereitet wie Wilhelm Busch. Er selbst hatte keine Kinder, er war nie verheiratet und machte sich wie über alles und jedes auch über die Ehe nur lustig: Ehemänner, forderte er, sollten doppelt so viel Steuer zahlen wie Junggesellen." (Kurier.at, 29.03.2006)

VERANSTALTUNGEN "Kugelblitz" -- Ausstellung in Berlin: "Junges Lebensgefühl und die Sprache von Comic und Manga stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Ausstellung der deutschen Künstlergruppe "Moga Mobo" und der japanischen Künstlergruppe "NouNouHau"" (Goethe-Institut, März 2006)

Ausstellung polnischer Comics in Bremen: "Wütende und witzige Comicfiguren sollen Botschafter zwischen Deutschen und Polen sein. Mit dem Metier der gezeichneten Helden sollen Vorurteile abgebaut werden." (Die Welt.de, 28.03.2006)

Comix-Festival "Fumetto" in Luzern: "[N]eben dem gewohnten Schwerpunkt Schweiz bietet Fumetto 2006 laut Festival-Direktorin Sabine Witkowski auch einen gewichtigen Anteil Ausland. Ziel bleibe es, die einheimische Szene mit Zeichnerinnen und Zeichnern aus dem Ausland zu vernetzen." (Nachrichten.ch, 01.04.2006)

ÜBERBLICK Mal der Reihe nach: "Doch was ist ein Comic oder ein Manga eigentlich, woher kommen sie und was ist der Unterschied zwischen den Beiden?" (Mittelbayerische, März 2006)
REZENSION Tagebuch einer Reise: "So konfus und gleichzeitig geordnet wie sein neues Buch sind auch seine Gefühle. Thompson ruht in sich, wird aber ständig von Selbstzweifeln und überflüssigerweise auch noch von Liebeskummer zerrissen." (Jungle World, 01.03.2006)

V wie Vendetta: "Die komplett neu überarbeitete Fassung wurde erstmals koloriert - in sehr stilvollen, zurückhaltenden und immer passenden Farben. David Lloyd hat daran persönlich mitgewirkt." (Stuttgarter Zeitung Online, 29.03.2006)

All-Star Batman: "Keine der Figuren hat ein nachvollziehbares Motiv für ihr Handeln. Robin mutiert von einer Seite zur nächsten vom Zirkuskind zum Superknaben, Butler Alfred kurvt ohne Ziel durch die Gegend - und Batman? Batman ist einfach Batman - im permanenten Zustand extrem schlechter Laune. Sämtliche Figuren sind zum Klischee erstarrt und agieren in einer klischeehaften Welt." (Spiegel Online, 29.03.2006)
INTERVIEW Karoline Makosch: "Klassiker sind eindeutig „Ghost in the Shell“, den es als Comic und jetzt auch als Anime auf Deutsch auf DVD gibt. Dann „Akira“ - ein Endzeit-Epos und eigentlich auch alle anderen tezuka Osamu Geschichten. Ganz groß auch „Lone Wolf and Cup“, das schon einige Jahrzehnte alt ist und wieder aufgelegt wurde, eine Samurai-Geschichte, aus der man viel über japanische Geschichte lernen kann." (Arte, Februar 2006)

POLITIK Amitai Sandy und der Karikaturenstreit: "Die Jungle World kennt diesen Humor – ob er nun ein speziell jüdischer oder auch nur eine Spezialität von Amitai ist. Der Comic, den er wenige Stunden vor Redaktionsschluss und unserer Heimreise nach Berlin in unserem Kibbuz ablieferte, endete mit einer Szene, wie er uns beim Grillfest einen Holocaustwitz erzählt und sich dabei schlapp lacht, während wir betroffen die Hände vors Gesicht schlagen. Wir beschlossen damals, die Pointe des Holocaust-Witzes mit einem »Zensur-Stempel« in Frakturschrift unkenntlich zu machen. Und erst als wir wieder in Berlin waren, und die gedruckte Ausgabe in den Händen hielten, fiel uns auf, wie gut Amitai uns getroffen hatte mit seiner Karikatur. Denn wir waren der Gegenstand seines Witzes und nicht der Holocaust. So wie jetzt der Gegenstand der antijüdischen Cartoons die iranischen Mullahs sind. Das müssen die aber erst noch kapieren." (Jungle World, 22.03.2006)